Operation Heimsieg.

Langsam haben wir alles durch.

„Adler-Flügel sind gestutzt“, „Der Adler kann nicht fliegen“, et cetera. Selbst ich als ausgewiesener Wortspielfan und Verfechter der These „Es gibt nie genug Wortwitze mit Namen“ mag die Bonmots mit der Nummer eins der aktuellen HSV-Torhüter nicht mehr lesen.

Bei der Nummer zwei verhält sich das ganz anders. Da habe ich bei der großartigen Frau Pleitegeiger etwas so niedliches gelesen, dass ich hier und jetzt darauf hinweisen muss – ich hoffe, sie ist mir nicht böse, weil ich dies ungefragt tue. In ihrem Blogeintrag „Doktorspiele“ vom 8.2. schreibt sie über „Dr. Obny“. Ein Wortspiel, welches mir auch Stunden nach dem Lesen immer noch ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Einfach gut.

Und nun kommt Dr. Obny zu seinem ersten Einsatz. Weil Adler flügellahm René Adler verletzt ausfällt.

Ich, da darf ich mich mal brüsten, gehöre zu der Sorte HSV-Fans, die Dr. Obny nie verflucht haben. Nach keinem seiner Klöpse. Dafür hat er mich zu seiner Zeit bei Hertha BSC viel zu sehr beeindruckt. Und dafür war und ist er mir viel zu sympathisch. Gott sei Dank gab es hier beim HSV nach seinem Holperstart, den ihm – dieses Gefühl habe ich – viele noch immer nicht verziehen haben, genug Spiele, in denen er sich auszeichnen konnte. So hat er inzwischen ein einigermaßen angemessenes Standing.

Ich freue mich jedenfalls für ihn, dass er mal wieder ran darf. Und hoffe, dass das Publikum vor Ort gnädig mit ihm ist, ihm einen warmen Empfang bereitet und ihn anfeuert, wenn er es denn nötig haben sollte. Seine Bilanz gegen Mönchengladbach ist übrigens positiv: Sieben Spiele, drei Siege, zwei Unentschieden. Wollen wir mal hoffen, dass sie auch nach der Partie noch gut ausschaut. 

Ich sag‘ mal: Alles Gute, Dr. Obny, bei der Operation Heimsieg.

Nachtrag (15. Februar, 15.20 Uhr): Eine göttliche Fügung ergab, dass auch ich vor Ort sein werde. Mein Applaus ist Dir sicher, Dr. Obny.

 

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