Auf Wiedersehen.

Als ich anfing zu twittern, schwor ich mir, die Größe meiner Timeline stets in einem erträglichen Rahmen zu halten. Zu Beginn sah ich als größtmögliche Zahl derer, denen ich folgen wollte, die 100 an. Es kam, wie es kommen musste: Diese Zahl wurde mir schnell zu klein, denn ich bemerkte, dass es weit mehr tolle Menschen als nur diese popeligen 100 Leute gibt, deren Tweets ich lesen möchte. Die nächsten Grenzen, die ich mir setzte, waren 200, später 250 Menschen bzw. Accounts.

Inzwischen bin ich bei 435 Accounts gelandet.

Nun gehöre ich zu der Sorte Twitter-User, die noch ganz oldschool „von unten nach oben“ liest. Allerdings lese ich Tweets, die ich verpasst habe, nicht nach. (Ok: Bei einigen wenigen Twitterern kommt es vor, dass ich explizit auf deren Seiten schaue, ob ich einen wichtigen Tweet versäumt habe, weil ich gerade geschlafen oder gearbeitet oder sonstwas getan habe.) Will heißen: Ich verpasse eine ganze Menge interessanter Tweets.

Da ich nicht vorhabe, mein Twitterverhalten zu ändern – mir irgendwelche Listen anzulegen, Tweetdeck zu benutzen, etc. – muss und möchte ich nun einen Schnitt machen und mich von vielen Twitterern verabschieden. Wobei „verabschieden“ in diesem Fall heißt, dass ich Ihnen nicht mehr folgen werde, jedoch nichts dagegen habe, wenn man mir ihre Tweets in meine Timeline spült. Und selbstverständlich habe ich auch nichts dagegen, wenn wir weiter miteinander kommunizieren. Im Gegenteil, es gab ja einen Grund, warum ich diesen Menschen gefolgt bin.

Es gibt aber auch einen Grund, warum ich nun entfolge: Ich möchte weniger Tweets von den Twitterern verpassen, die mir – wie soll ich es sagen – noch mehr am Herzen liegen als die, denen ich jetzt entfolge.

Ich weiß, dass ich aufgrund dieses „Großreinemachens“ (das ist ein denkbar schlechter Ausdruck, bitte verzeiht) auch viele Follower verlieren werde. Es ist eine oftmals verständliche Reaktion, zu entfolgen, wenn man bemerkt, dass man entfolgt wurde. Aber um eine bestimmte Zahl an Followern geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass ich nicht länger das Gefühl haben möchte, zu viel verpasst zu haben, wenn ich mal nicht zehn Minuten in meine Timeline geschaut habe.

Nachfolgend liste ich die Accounts auf, denen ich nun nicht mehr folge. Ich werde versuchen, so oft es geht eine Begründung zu liefern. Manchmal beschreibe ich die Menschen aber auch nur. Nehmt diese Aufzählung als riesige #ff-Liste, den jeder Account ist auf seine Weise besonders.

Ich verabschiede mich von:

@11Freunde_Red
Interaktionen fanden bislang kaum statt. Und ich bekomme die wichtigen Tweets eh andauernd in die Timeline gespült. Und außerdem folge ich @11Freunde_de.

@americanarena
Jürgen Kalwa ist ein großartiger Kollege, dessen jahrelang geführtes Blog mir sehr geholfen hat, den US Sport in all‘ seinen Facetten besser zu verstehen. Inzwischen haben wir aber seit mehreren Jahren keinen Austausch mehr.

@InfostradaLive
Ich bekomme inzwischen von vielen anderen Seiten und über sehr viele andere Kanäle Statistiken.

@Mahqz
Markus und ich haben jahrelang ohne jeden Kontakt nebenhergetwittert.

@Wollekarolle
Er ist HSV-Fan wie ich. Mehr weiß ich nicht über ihn.

@oli_isoaho
Ein Twitterer mit einem derart schönen Namen sollte in jede Timeline gehören. Leider ist auch hier der Kontakt gänzlich eingeschlafen.

@RC_KH
Ich gestehe, dass ich nicht mal mehr weiß, wann ich den letzten Tweet von Christoph bewusst als „seinen“ wahrgenommen habe.

@bsagt
Leider kenne ich den Menschen hinter diesem Account nicht. Nicht mal seine Vorlieben oder seinen Lieblingsverein.

@keysersozi
Ein flüchtiger Blick auf sein Avatar sagt mir: Sankt Pauli. Aha. Das ist mehr, als ich je über ihn gewusst habe. Wir hatten nie Kontakt.

@optimistisch
Auch einer dieser vielen HSVer, die ich leider nie kennengelernt habe.

@Maxk88
Ich habe viel über ihn gelesen, und viel Schlimmes: eine Trennung, einen Trauerfall. Zuletzt, und damit meine ich etwa die letzten sechs Monate, aber nur „Ich bleibe noch im Bett liegen“- oder „Ich spiele jetzt ein Konsolenspiel“-Tweets (sinngemäß). Sei mir nicht böse, Max.

@ZeMadl
Ein mir unbekannter HSV-Fan.

@DonnerBella
Eine Frau mit viel Rückgrat und einer Meinung, die sie nicht hinterm Berg hält. Das mag ich. Leider haben wir in all‘ den Jahren nicht wirklich zueinander gefunden.

@Zani187
Bayern-Fan. Das ist aber kein Ausschlusskriterium.

@daltner
Ich kenne Dario leider nicht.

@pelu27
HSV-Fan – klar, bei dem Namen. Aber auch wir kennen uns im Grunde gar nicht.

@In_den_Knick
Lauras Bruder und ich haben, glaube ich, nie kommuniziert.

@ankegroener
Ich gestehe, dass unsere Interessen und die damit verbundenen Tweets auseinandergehen. Ihr Buch und das betreffende Thema sind aber toll!

@WWEForever8
Wir teilen das Interesse fürs Wrestling. Immerhin.

@immnski
Ich kann mich an keinen Tweetdialog zwischen uns erinnern.

@gawd668
„this is a private cccount.“ Ich werde nie verstehen, warum man diesen oder ähnliche Sätze schreibt.

@Alibipass
Wir haben keinen Kontakt.

@HSVSchnuppen
Organ eines HSV-Fanclubs – leider haben wir uns nie besser kennengelernt.

@sldis_welt
Sportbild-Journalist, wenn die Vita noch stimmt. Es ergab sich kein ernsthafter Kontakt.

@anTTraXX
Toller Avatar – aber es ist in all‘ der Zeit nicht dazu gekommen, dass man sich mal vernünftig austauscht oder eine Gemeinsamkeit entdeckt.

@HopfingerDE
Mehr als seinen morgendlicher Gruß lese ich leider nicht (bewusst) von ihm. Und das Schlimme ist: Ich frage mich auch nicht, ob da noch etwas anderes ist.

@09091893
Stuttgartern entfolge ich immer sehr ungern.

@DrPhelbs
Wer einen Bayern-Fan in seiner TL braucht: bitte sehr. #tpmuc’ler. Wir fanden kaum zusammen.

@TobiasKroeger
Ein Kollege – von dem ich nicht mehr weiß, wer ihn mir empfohlen hatte.

@DaWagla
Bei seinem Avatar denke ich – wenn ich es denn sehe – immer an Madagascar. I like to move it, move it.

@jensatmuc
Ein Bayern-Fan und zukünftiger Physik-Nobelpreisträger. Das habe ich von seiner Bio abgeschrieben.

@fofuball
Das gibt’s ja leider so nicht mehr. Ich bin sicher, dass mir meine Timeline Bescheid geben wird, wenn es Fokus Fußball doch wieder geben sollte.

@HONDOHSV
Wir kennen uns leider nicht.

@Koenig_Mirko
Mag den HSV – unter anderem. Viel mehr weiß ich von Mirko nicht.

@Uckmann_Heise
Schalke-Fan und Vater.

@hulza
Ich habe keine Ahnung, ob wir jemals Kontakt hatten. Das tut mir leid.

@s_kesselhut
Wie so häufig: Ich kenne diesen Account nicht besonders gut. Vielleicht hat er mal einen für mich tollen Tweet abgesetzt und ich wollte ihn „ausprobieren“.

@Albrecht1887
Schöner Name. Sehr schöner Name.

@FrauBausM
Mehr als Ihr Haupthaar habe ich nicht von ihr kennengelernt.

@1887Musik
Gefühlt habe ich noch keinen einzigen Tweet von diesem wunderschön klingenden Account gelesen.

@DrJohnWeb
Ein Sitzkissenfraktionär, den ich leider nicht kenne.

@Grantlhuawa
Ich habe gemerkt, dass ich ohne seine Tweets auskomme. Das muss für Euch aber nicht gelten.

@hamburg_hsv
Ich weiß, wer dahintersteckt. Er wird es verschmerzen können.

@sillcherno
Leider fällt mir nichts zu diesem Account ein.

@aufmplatz
Ich weiß: das ist wichtig. Leider aber nicht (mehr) für mich. Bitte nicht böse sein.

@rantfuller
Er macht ja leider nichts mehr. Dem Original bleibe ich aber treu, auch wenn ich das Gefühl nicht loswerde, er könne darauf verzichten.

@0li_beck
Ein Radiomoderator, den ich leider nirgends hörte. Ein Fußballreporter, den ich leider nie las. Bitte nicht falsch verstehen und nicht böse sein.

@HeideJensinger
Zu seinem Bruder habe ich guten Kontakt. Zu ihm leider gar keinen.

@MonaBraun
Headhunterin.

@franmawa
Ein kurzes Kopfnicken, das „Hallo“ bedeutete. Mehr war da nicht. Leider.

@1904kiki
Viele Tweets von ihr mag ich. Viele aber auch nicht. Zuletzt kamen deutlich mehr von letzteren. Sorry, Du wirst es verschmerzen.

 

 

 

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Aufräumen

Einigen ist es aufgefallen, anderen nicht: Ich habe mich auf Twitter zuletzt oft geärgert und unglücklicherweise fast genauso oft aus der Reserve locken lassen. Dieses „aus der Haut fahren“ oder „dünnhäutig sein“ ist sonst nicht meine Art. Ich lebe gerne und lasse gerne leben.

Aber das, was ich in letzter Zeit so bei Twitter aushalten muss, und zwar ausschließlich, weil ich HSV-Fan bin, ist mir schlicht und einfach zuviel geworden. Dabei spreche ich nicht von feingeistigen Bonmots, liebsamen Frotzeleien und Pieksereien, die allesamt sein dürfen und die auch ich gern mal anbringe. Auch Fakten ärgern mich nicht, und sind sie mir noch so unliebsam.

Nein, mir geht es um diese geistigen Nachtfalter, die es sich offenbar zum Lebensziel gesetzt haben, andere zu nerven. Hauptsache dagegen. Mit denen eine „normale“ Twitterdiskussion schlicht nicht möglich ist, weil sie nicht in der Lage sind, andere Meinungen auch nur ansatzweise anzuerkennen oder zu respektieren. Weil sie verfahren nach dem Motto: „Du bist anderer Meinung als ich, deshalb hast Du Unrecht.“ Weil sie in ihrer Verbohrtheit nicht im Enferntesten darauf kommen, sich auch mal selbst zu hinterfragen. Weil sie mich auf den HSV reduzieren und inzwischen teils sogar Unwahrheiten über mich verbreiten, um ihr eigenes Gewissen zu beruhigen und sich selbst besser dastehen zu lassen.

Diese Art Twitterer habe ich lange Zeit ignoriert, dann zur Kenntnis genommen, später belächelt – inzwischen bemerke ich aber, wie sie mir mit ihren hohlen Aussagen, die nicht besser oder richtiger werden, nur weil sie sie immer wieder heraushauen, fast körperliche Schmerzen zufügen.

Deswegen ziehe ich eine Reißleine und räume meine Timeline auf. Das ist nicht als „Drohung“ oder ähnliches zu verstehen. Für so wichtig halte ich mich nicht. Aber es ist eine Erklärung. Ich möchte nur noch Leuten folgen, die ich gern lese; die es wert sind, gelesen zu werden. Und ich möchte mich nicht über Twitterer ärgern müssen und zu viel Zeit damit zu verbringen, mich diesen Twitterern gegenüber zu rechtfertigen, warum ich HSV-Fan bin. Ich freue mich auf spannende und lustige Zeiten bei Twitter und glaube, dass diese schneller eintreten, wenn ich diese faulen Tomaten aussortiere. That’s it.

Zurzeit folge ich 420 Twitter-Accounts. Schon bald werde ich ein erstes Großreinemachen hinter mir haben und die Zahl wird sicher deutlich kleiner sein. Darüber hinaus werde ich weiter entfolgen, wenn mir jemand dumm kommt. Und mit „dumm“ meine ich… Ihr wisst schon… das, was ich oben beschrieben habe.

Es ist schade, dass es so weit gekommen ist.

Danke fürs Lesen.

Eff-Eff

Ihr kennt ja den Titel dieses Blogs. Diesmal ist er wortwörtlich zu nehmen.

Es ist Freitag und damit der Tag, an dem man drüben bei Twitter gern „Eff-Effs“ verteilt, diese kleinen Liebesbekundungen, mit denen man den beeffefften sagen möchte: „Hey, ich find’s knorke, Dich zu lesen“. Ganz selten werden die „Eff-Effs“ auch für ihren ursprünglichen Zweck benutzt: Seinen eigenen Followern mitzuteilen, wen man selbst noch für lesenswert hält.

Ich möchte heute mal wieder ein paar #ff verteilen – und zwar aus beiden eben genannten Gründen. Mein kleines Problem: Manchmal reichen mir 140 Zeichen nicht aus um zu begründen, warum ich diesen oder jenen Twitterer (oder diese oder jene Twitterin) mit einem #ff versehe. Diese Begründungen sind mir jedoch wichtig.

Deshalb habe ich beschlossen, für den heutigen Freitag mal einen anderen Weg zu gehen. Nachfolgend findet Ihr meine liebsten Twitterer der 18 Bundesligavereine*. Warum ich meine Lieblingstwitterer nach Vereinen sortiert habe? Weil sich meine Twitter-Timeline verdammt oft um das Thema Fußball dreht. Ich denke, es geht sehr vielen aus meiner Timeline so. Solltet Ihr nicht dabei sein, seid mir bitte nicht gram – es kann gut möglich sein, dass ich losen musste, weil Ihr auf einer Stufe mit dem/den genannten seid.

Nun denn:
Borussia Dortmund
@Surfin_Bird – Wir sind in etwa gleichalt (er mag ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel haben, zumindest sieht er so aus). Das hat den Vorteil, dass ich in seinen Tweets ab und an etwas erkenne, was andere nicht sehen. Jüngstes Beispiel: London 0, Hull 4. Schwimmt auf meiner Wellenlänge.

Bayer Leverkusen
@fannyheather – Fanny gehört zu der Sorte Twitterer, die ich viel lese, mit denen ich aber kaum interagiere. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist die Erwähnung in dieser Auflistung ja ein Beginn.

FC Bayern
@FCBlogin – Twitterer, die ich persönlich kennenlernen durfte, genießen naturgemäß einen kleinen Bonus. Man kennt sich halt, und sei es, dass man nur ein paar Stunden miteinander zu tun hatte. Wie bei Stefen und mir. In dieser kurzen Zeit habe ich ihn sehr schätzen gelernt.

Heiner Bremer
@zizou2k10 – Kai ist keiner dieser Bremen-Fans, die kübelweise Häme über uns ausschütten, wenn es mal nicht so läuft (ja, ich weiß, es läuft fast immer nicht so). Ich muss in diesem Zusammenhang überhaupt mal meine Bremer TL loben – habe ich mir wohl prima ausgesucht, die Damen und Herren. Zurück zu @zizou2k10: Hat er nicht einen starken Twitternamen? Ich finde: ja.

Hertha BSC
@saumselig – Bei Sebastian geht’s mir ein bisschen wie bei Fanny: Ich lese ihn häufig und interagiere kaum mit ihm. Aber ich mag seine Tweets und dieses Familiendingsbums mit Ihrwisstschonwem.

1899 Hoffenheim
@bimbeshausen – Wer seinen Verein so schön auf die Schippe nehmen kann bzw. nicht nur mit, sondern auch über ihn lachen kann, ist ein Großer. So wie Julian, der den Verein schon seit den 90ern toll findet. Wo spielte er da noch gleich? Vor wievielen Fans? Mit wie wenig Geld?

VfL Wolfsburg
@Aimar_HH – Wäre Twitter die Sesamstraße, dann wäre Thomas Oskar aus der Mülltonne. Ewig am Nörgeln, immer am Kritisieren. Und ein Faible für das, was sonst niemand mag. Siehe: Lieblingsverein (und so manche Randsportart).

Borussia Mönchengladbach
@AmFiD – Wenn ich es richtig überblicke, hat OLNO diese wunderbare Seite ins Leben gerufen – allein dafür folge ich ihm gern. Der in Karlsruhe lebende Dithmarscher mag Gladbach – eine interessante Mischung. Und auch, wenn er regelmäßig auf den HSV eindrischt, lese ich ihn mit Vergnügen.

Hannover 96
@runnertobi – Ein sehr unaufgeregter Hannover-Fan, der alles – so empfinde ich es zumindest – aus einer gewissen Distanz und daher goldrichtig betrachtet. Großer Pluspunkt: Er mag die WWE.

1. FC Nürnberg
@Alibipass – Ohne den Club kann er nicht sein. Einer der größten Nürnberg-Fans, die ich kenne. Ein bisschen fiebere ich aus alter Verbundenheit ja auch immer mit dem 1. FCN mit, und oft auch deshalb, weil ich den Alibipass so gern lese. Übrigens: Sämtliche seiner HSV-Kulturtaschen landeten bei mir.

Hamburger SV
@okonskiyouth – Wer es noch nicht weiß: Hier twittert 11FREUNDE-Mann Andreas Bock. Zwar nicht übermäßig oft, aber immer mit dem gewissen Etwas. Gern würde ich viel mehr von ihm lesen – das geht dann wohl nur im Print (wahrscheinlich ist das ’ne Verkaufsmasche). Unbedingt erwähnen möchte ich auch den @xxlhonk. Thomas ist gerade heraus und sagt seine Meinung. Das kommt nicht immer bei allen gleich gut an, bei mir aber schon. Er ist ein Macher im klassischen Sinne, dazu schwenkt er gern mal die Ironie-Keule. Top.

Schalke 04
@hassanscorner – Hassan lebt und liebt Schalke. Das ist etwas, was ich noch nie verstehen konnte. Aber: Man muss den Albino einfach gern haben. Vorbild in Sachen Lebensfreude.

VfB Stuttgart
@heinzkamke – Bedarf es einer Erklärung? Nicht wirklich, oder? Hier kommt dennoch eine: Kamke bereichert mich durch seine unaufdringliche, pointierte, sympathische, eloquente Art zu twittern. Und zu bloggen. Und DM zu schreiben.

SC Freiburg
@Zugzwang74 – Eigentlich möchte ich es nicht sagen, aber es passt: seeeeehr symbadisch. Hat das Herz am richtigen Fleck und die Finger auf den richtigen Buchstaben der Tastatur.

Eintracht Frankfurt
@sunny2k1 – Die Auswahl fiel nicht schwer: Ich glaube, ich habe keinen anderen Eintracht-Fan in meiner Timeline. :-) Twittert, wie ich es mag. Punkt.

1. FC Köln
@Duchateau – Ne kölsche Jong, wat wells de mache. Feierbiest. Ich hatte das große Glück, ihn treffen zu dürfen und freue mich aufs nächste Mal.

1860 München
@m1kschne – Äußerst angenehmer Zeitgenosse, der zudem ein sehr schönes Blog betreibt. Hier gibt’s Stories über die Philadelphia Flyers, TV-Serien, Neuigkeiten aus der Sportmedienszene und so manches mehr.

FC St. Pauli
Hier gibt’s wie weiter oben beim einzig wahren Hamburger Verein ein Unentschieden – obwohl ich doch eigentlich pro Verein immer nur einen Namen nennen wollte. Aber St. Pauli ist halt auch etwas ganz Besonderes (hust…): @DerUebersteiger verteilt zwar gern Spitzen gegen den HSV, aber das liegt wohl in der Natur der Sache (auch wenn ich glaube, dass er mit seinem Leib-und-Magen-Verein schon genug um die Ohren hat). Darüber hinaus twittert er oft mit Augenzwinkern, denkt gern eine Ecke weiter und schleudert gnadenos gute Links. Privat und in echt ist Maik übrigens sehr zugänglich, zuvorkommend, sympathisch. Tja, und dann ist da noch @santapauli1980. Ich denke mal, dass es niemanden gibt, der sie nicht mag, oder? Geistreich, schlagfertig, Mutter. Wenn ich groß bin, möchte ich mal so viele Follower haben wie sie.

Coda
Eine Sonderstellung nimmt einer ein, der öffentlich kaum zugeben würde, Fan eines aktuellen Erstligavereins zu sein. Oder zumindest die Spiele eines bestimmten aktuellen Erstligisten lieber zu schauen als die Spiele anderer aktueller Erstligisten. Ich weiß aber, dass es durchaus aktuelle Erstligisten gibt, die er deutlich lieber mag als andere. Nicht wahr, @ruhrpoet?

*Ich habe mich bemüht, sehr sogar. Aber ich fand niemanden in meiner Timeline, den ich den Vereinen 1. FSV Mainz 05, Eintracht Braunschweig und FC Augsburg zuordnen konnte. Deshalb habe ich in diese Auflistung drei Zweitligaklubs meiner Wahl hinzugenommen.

Es geht um die Wurst.

Riesenaufregung in meiner Timeline drüben bei Twitter.

Heute verkündete der HSV, dass das große Versöhnungsgrillen wegen der 2:9-Niederlage bei den Bayern eben doch nicht so groß ist, sondern verhältnismäßig klein: Nur 500 ausgewählte Fans sollen dabeisein dürfen, und zwar jene, die sich „Allesfahrer“ schimpfen und bei jedem Auswärtsspiel dabei sind, um blau-weiß-schwarz zu unterstützen.

Ich möchte auch kurz meinen Senf dazu geben: Ich finde das vollkommen ok – die Art der Kommunikation lässt jedoch zu wünschen übrig. Bevor man erst halbgar „ein großes Versöhnungsgrillen“ ankündigt und Erwartungen so heiß wie ein Grillkohlenfeuer schürt, hätte ich als Verantwortlicher lieber einen Tag länger darüber nachgedacht und genauer formuliert. Beziehungsweise gleich kommuniziert, dass das kein Tag der offenen Tür wird, sondern der harte Kern belohnt werden soll.

Für die HSV-Hater ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Sie haben gleich dreifach Gelegenheit gehabt, auf unseren Klub einzudreschen: Erst beim 2:9 an sich, dann, weil sie so ein Versöhnungsgrillen lächerlich finden. Und letztlich, weil es (in ihren Augen) nun nicht mal ein wirkliches Versöhnungsgrillen ist.

Wie gesagt: Der HSV hat es auch aus meiner Sicht mal wieder geschafft, in sämtliche Fettnäpfchen zu treten. Mit einer Ausnahme: Die Tatsache, dass wirklich nur ein kleiner, elitärer Kreis eingeladen wird, kann ich absolut nachvollziehen. Abgesehen davon, dass ich keine Lust hätte, einer von rund 50000 Leuten zu sein, die stundenlang für 150 Gramm Fleisch anstehen (und wahrscheinlich ob der Masse der anwesenden Fans sowieso keinen Spieler zu Gesicht bekommen hätten), halte ich es auch aus Vereinssicht für sinnvoll, für diejenigen Fans da zu sein, die in schöner Regelmäßigkeit dieselben Reisestrapazen auf sich nehmen wie die Herren Profis – auf eigene Kosten, versteht sich.

Ich gönne es den Auserwählten.

Update! Um 10:28 Uhr kam dann dieses hier via Twitter vom HSV: http://www.hsv.de/fans/meldungen/2013/spieler-fan-dialog-am-sonntag/

Herzlich willkommen.

Schön, dass Du Dich hierher verirrt hast.

Warum ich mich entschieden habe, ein Blog zu führen? Ganz einfach: Manchmal schwirren mir Gedanken im Kopf, an denen ich andere — Dich zum Beispiel — teilhaben lassen möchte. Das tue ich zwar schon seit geraumer Zeit bei Twitter (folge mir gern: @rebiger). Aber da habe ich bekanntermaßen nur 140 Zeichen pro Tweet. Das reicht zwar oft, manchmal aber eben nicht. Und dafür habe ich dieses Blog. Hier kann ich meine Gedanken ohne Grenze ausführen, ganz so, wie ich mag.

Oft — ich würde tippen, in etwa 99 von 100 Fällen — werden sich diese Gedanken um Sport drehen, und hier sehr oft um Fußball. So ist es nunmal, und wenn es Dir nicht gefällt, lies mich nicht. Ich werde allerdings nicht täglich bloggen. Denn meistens, wie erwähnt, reichen mir ja die 140 Zeichen bei Twitter vollkommen aus. Manchmal aber eben nicht. (Ich wiederhole mich.)

Außerdem kann es sein, dass ich hier ab und an Werbung für mich selbst mache. Wenn ich beispielsweise irgendwo einen Artikel veröffentlicht habe und hier darauf hinweise.

Viel Spaß beim Lesen. Und schau gern wieder vorbei.