Der HSV-Kader (3)

Dass sich Torwart Tom Mickel einen Vertrag erkämpft hat, hatte ich beim letzten Mal schon in einem kleinen Nachtrag erwähnt. Hier aber nochmal: Herzlich willkommen zurück!

Auf derselben Position gab es außerdem einen weiteren Zugang, nämlich den Schweizer Andreas Hirzel. Dessen bisherige Vereinshistorie ist bemerkenswert: Hirzel ist 22 Jahre alt, hat im Herrenbereich aber bereits für neun verschiedene Klubs gespielt. Beziehungsweise: nicht immer gespielt. Nach acht Partien für das Team Aargau, laut Wikipedia einem „Zusammenschluss zur Talentförderung der drei Verein FC Aarau, FC Baden und FC Wohlen“, das in der fünften Liga angesiedelt war, wurde er, um Spielpraxis zu bekommen (Ein für Torhüter kein unbekanntes Leid: mangelnde Spielpraxis.), zum SC Zofingen verliehen. 2012 zu seinem Stammverein FC Aarau (nicht verwechseln mit Team Aargau) zurückgekehrt, verlieh ihn auch dieser ganze vier Mal, ehe sich Hirzel 2014 dem liechtensteinischen FC Vaduz anschloss – der ihn zwischenzeitlich wiederum an den FC Tuggen (3. Liga) auslieh. Ich hoffe, dass diese ganze Verleiherei ein Ende gefunden hat und Andreas Hirzel nun seine sportliche Heimat gefunden hat. Auch Dir sein ein herzlicher Willkommensgruß entgegengebracht, lieber Andreas.

Verabschieden müssen wir uns dagegen von Matti Steinmann. Der Mittelfeldspieler wird an den Drittligisten Chemnitzer FC verliehen. Aus dieser Personalie werde ich nicht ganz schlau. Natürlich werde ich sowieso nicht mehr schlau, aber was ich meine, ist: Der 20-jährige Steinmann spielt, seit er 14 Jahre alt ist, beim HSV, durchlief von der U15 bis zur U20 sämtliche DFB-Nationalmannschaften – und man kann einen solchen Mann dennoch nicht im Kader gebrauchen? Verdient er so viel Geld, dass man ihn nicht einfach behalten und ihm endlich eine faire Chance geben kann, sondern ihn verleihen muss, damit er woanders Spielpraxis sammeln soll? Die Spielpraxis kann er auch hier in der U23 bekommen – wenn man denn nach all den Jahren immer noch unsicher ist, ob er den Bundesligakader bereichert oder nicht. Oder andersrum: Wenn man ihm das tatsächlich noch nicht zutraut – was soll dann eine Leihe, und warum verkauft man ihn nicht gleich? Andere mögen anders denken, selbstverständlich. Tschüß, Matti, komm‘ bald wieder.

Endlich durch ist der Wechsel von Michael Gregoritsch vom VfL Bochum zu uns. Prima, dass es sich sämtliche Verantwortlichen nicht doch noch anders überlegt haben. Über die genauen Ablosemodalitäten herrscht noch Uneinigkeit, nichts Genaues weiß man nicht. Da muss ich mich erst noch informieren. Unabhängig davon: Ich heiße Michael herzlich willkommen und freue mich auf einen jungen, entwicklungsfähigen Linksfuß für die Offensive. (Zusatz, 23.7., nachmittags: Möge er in den vergangenen Jahren charakterlich gereift sein.)

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny, Tom Mickel, Andreas Hirzel

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Gojko Kacar, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Michael Gregoritsch, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic, Albin Ekdal

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas

Der HSV-Kader (2)

Neulich hatte ich ja hier schon mal etwas zu den bis dato feststehenden Neuzugängen geschrieben.

Binnen weniger Tage hat sich unser Kader stark verändert. Valon Behrami hat sich dem FC Watford angeschlossen, Jonathan Tah wechselt zu Bayer Leverkusen. Natürlich schmerzt der Abgang Tahs. Wie ich diesen aber schlussendlich bewerte, lässt sich hier ablesen. Mit dem Verkauf dieser beiden Spieler, die zusammen 38 Spiele für den HSV bestritten haben, hat Sportdirektor Peter Knäbel ordentlich Platz im Kader geschaffen und – viel wichtiger – den Spieleretat immens entlastet. Nicht zuletzt dadurch konnten weitere Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ein gewisser Salifu Seidu, über den ich nichts, aber auch gar nichts sagen kann, ist da. Herzlich willkommen, lieber Salifu. Auf welcher Position spielst Du? (Kleiner Scherz, ich habe es aber nachsehen müssen.)

Für die wichtigere Personalie halte ich Albin Ekdal. Auch dieser Mann war mir bis vor ein paar Wochen unbekannt, das gebe ich gern zu. Und der einzige Albin, den ich vorher kannte, sprang Wasser. Aber ich habe mich informiert. Und nun weiß ich: Albin Ekdal sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern hatte aufgrund seiner Spielanlage schon im Jugendalter ein Angebot des FC Chelsea, das er aber ausschlug. Als 19-Jähriger konnte er der Verlockung Juventus Turin nicht widerstehen und verließ seine Heimat. Auch wenn er bei diesem Spitzenklub kein Fuß fasste: In den Folgejahren setzte er sich bei anderen Vereinen in der Serie A durch und wurde ein gestandener Profi, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist. Ekdal ist Schwede – für Hater und sonstige Beobachter ist das Grund genug, Vergleiche zu Marcus Berg zu ziehen, einem der größten Fehleinkäufe des HSV der vergangenen Jahre. Was soll ich davon halten? Vielleicht entgegne ich mit: Wir hatten auch schon mal deutsche Fehleinkäufe, viele sogar – und dennoch haben wir immer wieder deutsche Spieler verpflichtet, die einschlugen. So what?

So ganz offiziell ist der Wechsels Ekdals zum HSV nicht. Aber: Der Klub hat via Twitter mitgeteilt, dass der Spieler morgen zum Medizincheck erwartet wird. Das reicht mir erstmal, um auch ihn herzlich willkommen zu heißen.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht – ein paar Taler, um Michael Gregoritsch vom VfL Bochum loszueisen, hat der HSV ja nun noch in der Tasche.

*** Nachtrag: Am 16.7. hat Tom Mickel einen Einjahresvertrag unterschrieben. Schön, dass Du wieder da bist, Tom. ***

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny, Tom Mickel

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Gojko Kacar, Matti Steinmann, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic, Saifu Seidu, Albin Ekdal

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas