Der HSV in Hannover

„Ach, was soll ich sagen. Vieles – das meiste – an diesem Spiel war wieder mal so schlecht, so frustrierend. So: zweitligareif.“ So oder ähnlich wollte ich diesen Eintrag starten und hätte dann später erwähnt, dass ich auch ein paar Dinge gesehen habe, die mit Mut und Hoffnung geben.

Dann wurde Mirko Slomka entlassen.

Ich bin gewiss kein Verfechter von Trainerentlassungen, schon gar nicht von vorschnell oder immer wieder getätigten. Den Rausschmiss Slomkas jedoch halte ich für sinnvoll und notwendig.

Mirko Slomka hat es verpasst, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Bestenfalls stagnierte die Leistung des HSV, was ich wiederum auch nicht Slomka ans Revers heften möchte. Wahrscheinlich wären die Qualität und das Leistungsvermögen der Mannschaft gleichgeblieben, wenn ich sie trainiert hätte. Nein, Slomka ist kein guter Trainer, und auch kein zeitgemäßer. Ich kenne Cotrainer-Novizen, die dankend ablehnten, als der HSV ihnen eine Vertragsverlängerung anbot – weil sie wussten, dass Slomka weiter Cheftrainer bleiben soll. Slomka, der nach außen ein Sonnyboy ist und privat sicher auch ein netter Kerl. Dem aber neue Erkenntnisse der Trainingslehre wurscht sind und der seinen Spielern anhand von Statistiken zu vermitteln versucht, welches ihre Stärken und Schwächen sind. Der nach dem Motto verfährt: „Was damals gut war, kann heute nicht schlecht sein.“

Ich bin froh, dass Mirko Slomka weg ist. Auch, wenn es wieder bedeutet, dass Fußballdeutschland kopfschüttelnd nach Hamburg sieht. Aber: Tat es das nicht eh?

Wer kommt? Man weiß es nicht. Warum sollte sich ein Thomas Tuchel den Klub antun? Warum sollte ein André Breitenreiter Paderborn verlassen? Wir werden sehen, wen Dietmar Beiersdorfer aus dem Hut zaubert. Bis dahin möchte ich mich hier nicht an Spekulationen beteiligen.

 

Sp.    Gegner 2013/14     Ergebnis                 Gegner 2014/15     Ergebnis

1        Schalke 04 (A)             3:3 (1 Punkt)            1. FC Köln (A)             0:0 (1 Punkt)
2        Hoffenheim (H)          1:5 (0 Punkte)          SC Paderborn (H)      0:3 (0 Punkte)
3        Hertha BSC (A)           0:1 (0 Punkte)          Hannover 96 (A)        0:2 (0 Punkte)

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3                                                4:9 (1 Punkt)                                                   0:5 (1 Punkt)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 0 Punkte und 0 Tore besser da als in der vorigen Saison.

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 15
2014/15: 18

Veränderung: drei Plätze schlechter

 

Sp.    Mannschaft                                2013/14                    2014/15

1         Nürnberg/Köln* (A)                      5:0 (3 Punkte)           0:0 (1 Punkt)
2         Braunschweig/Paderborn (H)    4:0 (3 Punkte)           0:3 (0 Punkte)
3         Hannover 96 (A)                            1:2 (0 Punkte)            0:2 (0 Punkte)

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3                                                                    9:0 (6 Punkte)           0:5 (1 Punkt)

Veränderung: Der HSV steht aktuell 5 Punkte und 14 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

 

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

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Warum der HSV-Kader besser ist als zuletzt

Ja, die WM ist in vollem Gange. Dennoch richten sich meine Blicke auch und immer wieder Richtung HSV.

Der 1. Juli sollte das Datum des endgültigen Neustarts werden, der zwar keine Verbesserung, aber zumindest eine starke Veränderung garantiert. Nun ja, ein ehemaliger Volleyballspieler hat etwas dagegen, ich werde das nicht weiter kommentieren.

Stattdessen schaue ich auf den Kader. Es wird gemunkelt, er habe sich im Vergleich zur vergangenen Saison qualitativ nicht verändert, und wenn, dann eher verschlechtert als verbessert. Nun, das sehe ich nicht so.

Ja, es ist noch ungeklärt, ob Pierre-Michel Lasogga auch in der kommenden Saison ein HSV er sein wird. Falls nicht, wäre das sportlich schade. Aber sonst? Die zur Winterpause der abgelaufenen Saison ausgeliehenen Ouasim Bouy und Ola John sind zu ihren Vereinen zurückgekehrt – beide haben wenig bis gar nicht überzeugt. Der dritte Torwart Sven Neuhaus beendete seine Karriere. Lasse Sobiech wird an den Stadtteilverein ausgeliehen, um Spielpraxis zu bekommen. Der Vertrag von Robert Tesche wurde nicht verlängert, ob er einen neuen Verein findet, ist noch ungewiss (Wobei: Dass er einen Verein findet, steht wohl außer Frage. Nur eben nicht, welcher Verein dies sein wird.). Zhi Gin Lam wurde an die SpVgg Greuther Fürth weitergegeben. Der eh schon verliehene Dennis Aogo gehört jetzt ganz offiziell Schalke 04. Ich möchte keinem dieser Spieler (und vor allem: Menschen) zu nahe treten, aber: Da ist der HSV eine ganze Menge Ballast losgeworden.

Schmerzen tut der Verlust eines Tomas Rincon. Ein Spielertyp und Mensch wie er tut jeder Mannschaft gut, nicht nur dem HSV. Ich bin gespannt, welcher Klub sich seine Dienste sichern wird und weine Rincon, der technisch beschlagener war, als es so mancher glauben mag, eine Träne hinterher.

Neu im Team ist Zoltan Stieber. Ein schneller, trickreicher Spieler, der mit dem Ball umzugehen weiß. Ich hoffe, er schafft es, seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis zu stellen. Kritiker hat er genug, wobei ich manchmal denke, dass es sich hierbei um Neider handelt, die uns diesen Transfer nicht gegönnt haben.

Nicht nur wegen Stieber glaube ich, dass sich der HSV-Kader verstärkt hat. Sondern auch und vor allem wegen vier weiterer Neuzugänge: Slobodan Rajkovic, Gojko Kacar, Artjoms Rudnevs und vor allem Maxi Beister.

Ich verstehe bis heute nicht, wie man einen Spieler der Güteklasse Rajkovic so lange links liegen lassen konnte. Ich vermute, er war ein Bauernopfer. Trainer ohne Rückgrat beugten sich dem Boulevard und wollten so wenig „Chelsea-Boys“ wie nötig spielen lassen. Da kam ein Trainingsgerangel mit einem jetzigen Leverkusener gerade recht, um Rajkovic aufs Abstellgleis zu schieben. Schade, wirklich schade, dass er sich nach seiner „Rehabilitation“ so schnell und so schwer verletzte. Er wird nicht gleich zu Saisonbeginn fit sein, aber irgendwann im Laufe der Hinrunde – hoffe ich. Und dann zur Verstärkung werden.

Als Gojko Kacar im Sommer 2010 aus Berlin kam, dachte ich: Königstransfer. Kacar zählte für mich seinerzeit zu den besten fünf Bundesligaspielern im defensiven Mittelfeld. Wer weiß: Vielleicht kann er an alte Leistungen anknüpfen. Er ist erst 27 Jahre alt, hat schon eine Menge erlebt. Ihn dürfte so leicht nichts mehr umwerfen. Ich habe mit Freude zur Kenntnis genommen, dass Trainer Mirko Slomka ihn „wie einen ganz normalen Feldspieler“ betrachtet, ohne jegliche Vorurteile.

Artjoms Rudnevs. Was soll ich sagen? Ein Spieler, der zwölf Tore für eine Mannschaft wie den HSV erzielt, bringt gewisse Qualitäten mit. Ja, er ist kein Edeltechniker. Aber das war Jürgen Klinsmann auch nicht. Und? Tore zählen. Die hat Rudnevs gemacht, und die Art und Weise, wie er abgeschoben wurde, stößt mir bitter auf. Artjoms Rudnevs ist ein Spieler, der in ihn gesetztes Vertrauen mit Leistung und Hingabe zurückzahlt. Ich hoffe, er bekommt dieses Vertrauen.

Maxi Beister ist nach seinem Kreuzbandriss endlich wieder zurück auf dem Rasen. Es wird noch eine ganze Zeit dauern, bis er wieder der Alte ist. Laut eigener Aussage will er „im Herbst Spielpraxis sammeln und in der Rückrunde angreifen“. Realistisch, wie ich meine. Und genau solche Spieler braucht der HSV: Akteure, die ihre Situation richtig einschätzen können und nicht abgehoben sind. Wie groß die Wertschätzung seitens des HSV ist, sieht man anhand der Verteilung der Trikotnummern: Beister erhält die Neun – nicht alle Spieler, die diese Nummer zuletzt trugen, vermögen sich und den Kosmos um sich herum so einzuschätzen wie Beister.

Und nun stelle man sich vor, dass Hakan Calhanoglu tatsächlich bleiben muss und seine Krankheit überwindet. Und Pierre-Michel Lasogga doch noch kommt und Per Skjelbred gleich aus Berlin mitbringt. Und der Sportchef, wer immer dies sein wird, Matthias Ostrzolek vom FC Augsburg loseisen kann. Und irgendjemand Rafael van der Vaart die Kapitänsbinde abnimmt. Und Jonathan Tah und Kerem Demirbay verletzungsfrei bleiben. Das könnte dann ganz nett werden.

Nein, es wäre keine Truppe, die um Europapokalplätze spielen könnte, Aber eine, der ich es zutrauen würde, 13 bis 15 Punkte mehr zu holen als in der vergangenen Saison – und damit zumindest nicht in Abstiegsnöte zu kommen. Mehr möchte ich ja gar nicht.

Viel Lärm um nichts.

Ich weiß nicht so recht, was ich von Herrn Gernandt halten soll. Der designierte Aufsichtsrats-Chef ist ein Freund klarer Worte – so weit, so gut. Das Problem: Er trägt immer wieder Dinge nach außen, die besser intern besprochen werden sollten. Eine HSV-Krankheit, so scheint es, die leider auch Herrn Gernandt befallen hat.

„Wenn man nicht die gleichen Ziele hat, muss man den Mut haben und Entscheidungen treffen“, diktierte er der schreibenden Zunft in die Blöcke und meinte damit, dass man sich nicht sicher sei, ob Mirko Slomka (noch) der richtige Trainer sei.

Ich teile diese Meinung – also: die mit dem Mut und den Entscheidungen -, frage mich aber, warum zum Henker Fußballdeutschland über jeden, wirklich jeden Gedankengang informiert werden muss. Vielleicht arbeitet Herr Gernandt schon zu lange im Unternehmen des Sonnenkönigs Kühne, der ja auch nicht gerade mit seiner Meinung hinterm Berg hält.

Ich freue mich darauf, dass Dietmar Beiersdorfer ab Juli voll ins Geschehen eingreift. Früher war er mir ein bisschen zu verschlossen, vielleicht langweilig. Heute schätze ich seine unaufgeregte Art.

Jüngst führte Beiersdorfer ein längeres Gespräch mit Mirko Slomka, und siehe da: Es ist alles gut, Slomka ist in den Augen des Vorstandsvorsitzenden durchaus der geeignete Mann für den Trainerposten des HSV.

Am Ende bleibt hängen: Einmal mehr wurde ohne Not ein riesiges Fass aufgemacht und der Trainer geschwächt. Großes Kino. Ach, HSV.

Gewonnen.

Es war eine der bewegenderen Wochen in der langen Historie des HSV – und die nähere Zukunft betreffend vielleicht auch eine entscheidende.

Am Montag stellte sich mit Mirko Slomka der neue Trainer vor. Zwar hätte er sich den einen oder anderen Satz in seiner Vorstellungs-PK sparen dürfen („Der HSV gehört in die Top5“), dennoch hatte ich nach langer Zeit mal wieder das Gefühl, dass der rechte Mann zur rechten Zeit am rechten Platz ist. Slomka wirkte aufgeräumt, sympathisch und schien einen Plan zu haben.

Am Dienstag geriet alles Sportliche in Vergessenheit. Wir mussten traurigerweise Abschied von Hermann Rieger nehmen. Sein Tod kam letztlich nicht unerwartet; dennoch hatte man in diesen Tagen nicht unbedingt mit ihm gerechnet. Es mag etwas zynisch klingen, und ich möchte gewiss nicht falsch verstanden werden, doch wenn es einen richtigen Zeitpunkt für einen Tod gibt, dann war es wohl dieser. Die unendliche Traurigkeit der HSV-Fans aller (zerstrittenen) Lager einte sie, und gemeinsam gingen sie die Wege, die zu gehen sind. Der Trauermarsch zu Ehren Hermanns war eine ganz starke Geschichte, die Choreografie am Samstag dürfte in die Geschichte eingehen. Das war wirklich sensationell.

Von den Spielern, die gegen Dortmund auf dem Feld standen, hat kein einziger mehr in den Genuss kommen dürfen, von Hermann behandelt zu werden. Einige aber haben ihn kennengelernt, und vielleicht sind sie für ihn (unterbewusst) ein Stück mehr gelaufen als sonst.

Ob es nun an Hermann lag oder daran, dass Mirko Slomka deutlich mehr als besser hat trainieren lassen als es seine Vorgänger in der Vergangenheit getan hatten: Ich hatte richtig Spaß, dem HSV zuzusehen. Das war zuletzt ein verdammt seltenes Vergnügen. Wir waren auf Augenhöhe mit einer Mannschaft, die in den vergangenen drei Jahren zweimal Meister war, die im Champions-League-Finale stand, den DFB-Pokal gewann – und wir haben ihr den Schneid abgekauft und uns auch von rüden Attacken (warum Herr Aubameyang für seine Aktion an Arslan nur Geld sah, wird für immer das Geheimnis des Schiedsrichters bleiben) nicht aus dem Konzept brigen lassen. Lewandowski wurde noch vor der 70. Minute ausgewechselt, und auch Reus blieb wirkungslos.

Dass Trainer Slomka den Mut hatte, Petr Jiracek und Slobodan Rajkovic aufzustellen, rechne ich ihm hoch an. Ohne mich sonderlich brüsten zu wollen: Ich habe im Laufe der Saison mehr als einmal gehofft, dass diese Jungs ran dürfen und bin meist enttäuscht worden. Slomka hat meine Wünsche nun erhört. Vielleicht versteht er einfach nur mehr vom Fußball als seine beiden Vorgänger bzw. kann Spielertypen besser einschätzen.

Die Verletzung Rafael van der Vaarts erwies sich wie von mir erwartet als Glücksfall. Hakan Calhanoglu, der nur wegen des Ausfalls von Ivo Ilicevic von Beginn an ran durfte, brillierte und durfte Ecken und Freistöße schießen. Sie waren allesamt gefährlich. Hoffentlich hat van der Vaart dies mitbekommen.

Und so gewannen an diesem Samstag viele Menschen: Fans, die in letzten Wochen aufgrund verschiedenster Aktionen Kredit verloren hatten; die Spieler, weil sie endlich wieder gezeigt haben, was in ihnen steckt; und der Trainer, der allen wieder ein großes Stück Hoffnung auf bessere Zeiten gegeben hat.

Saison 12/13:

1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)
13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf (A) 0:2, 17 Punkte (-4)
14. Spieltag: FC Schalke 04 (H) 3:1, 20 Punkte (-2)
15. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 21 Punkte (-2)
16. Spieltag: 1899 Hoffenheim (H) 2:0, 24 Punkte (0)
17. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 0:3, 24 Punkte (-3)
18. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 1:1, 25 Punkte (-3)
19. Spieltag: Bremen (H) 3:2, 28 Punkte (-2)
20. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 0:2, 28 Punkte (-4)
21. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 4:1, 31 Punkte (-1)
22. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (H) 1:0, 34 Punkte (0)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 3:5, 12 Punkte (-3)
13. Spieltag: Hannover 96 (H) 3:1, 15 Punkte (-1)
14. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 16 Punkte (-1)
15. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 16 Punkte (-2)
16. Spieltag: FC Bayern (A), 1:3, 16 Punkte (-4)
17. Spieltag: FSV Mainz (H) 2:3, 16 Punkte (-5)
18. Spieltag: Schalke 04 (H) 0:3, 16 Punkte (-8)
19. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 0:3, 16 Punkte (-11)
20. Spieltag: Hertha BSC (H) 0:3, 16 Punkte (-14)
21. Spieltag: Eintracht Braunschweig (A) 2:4, 16 Punkte (-16)
22. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:0, 19 Punkte (-13)

Veränderung: 15 Punkte schlechter (13 Tore schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 6
2013/14: 16

Veränderung: Zehn Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 9:2
Hamburger SV – FSV Mainz 1:0
Hamburger SV – Schalke 04 3:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Greuther Fürth – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – Borussia Dortmund  3:2

37 Punkte, 33:34 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
Hamburger SV – Schalke 04 0:3
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hertha BSC* 0:3
Eintracht Braunschweig* – Hamburger SV 4:2
Hamburger SV – Borussia Dortmund 3:0

19 Punkte, 38:51 Tore

Veränderung: 18 Punkte schlechter, 12 Tore schlechter

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.

Es ist Morgen und ich liebe Dich noch immer

Wenn es selbst gegen den Tabellenletzten nicht mit einem Sieg hinhauen möchte, hat man eigentlich jedes Recht auf einen Verbleib in der Bundesliga verwirkt. Das 2:4 gegen Braunschweig hat einmal mehr auf schonungslose Art aufgezeigt, dass der HSV in der Beletage derzeit nichts zu suchen hat.

Der Fisch stinkt zwar vom Kopf her, aber auch das Flossenende duftet nicht gerade verführerisch.

Doch was soll ich machen? Trotz aller Kapriolen, die mein HSV zurzeit aufschlägt, trotz aller Peinlichkeiten und Unzulänglichkeiten, trotz allen Ärgers rund um den Vorstand, den Aufsichtsrat und die Mannschaft kommt mir andauernd die alte Michael-Schanze-Weise in den Sinn, deren Name auch gleichzeitig der Titel dieses Blogeintrags ist.

Ich kann nicht ohne die Jungs in den roten Hosen, und ich mag auch nicht. Sie spielen schlecht, ja. Sie geizen mit Toren, und wenn nicht, dann schießen die Gegner mindestens eines mehr, gewiss. Was soll’s? Mit dem Lieblingsverein ist es wie mit der eigenen Frau: Die bekommt – zumindest ist irgendwann mal damit zu rechnen – im Alter eben die ein oder andere Falte. Und man liebt sie trotzdem.

Ich habe es am 1. Februar gebloggt, und ich wiederhole mich gern: Ich glaube nicht daran, dass der HSV in diesem Jahr die Klasse halten kann. Das ist zwar sehr schmerzhaft und traurig, wird mich aber nicht davon abhalten, weiterhin zu ihm zu stehen und mit den Jungs mitzufiebern. Wie man liest, soll Mirko Slomka den glücklosen, aber auch stets ein wenig lethargisch und manchmal sogar lustlos wirkenden Bert van Marwijk als Trainer beerben. Davon ausgehend, dass der Sportdirektor Oliver Kreuzer nicht nur von der Wand bis zur Tapete denkt (öhm…), gehe ich davon aus, dass der Vertrag des neuen Coaches auch in der 2. Liga gilt.

Deshalb:
Herzlich willkommen im Haifischbecken Hamburg, und herzlich willkommen im Fegefeuer der Eitelkeiten HSV, werter Herr Slomka. Ich freue mich, dass Sie da sind und gestehe, dass in mir noch ein klitzeklitzekleines Restfünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt lodert. Vielleicht schaffen Sie es ja, daraus wieder eine große Flamme zu machen. Doch selbst, wenn nicht: Seien Sie stark, haben Sie Rückgrat und stehen Sie zu Ihren Entscheidungen und vor allem über den Dingen. Nur dann werden Sie hier Erfolg haben. Ich gönne es Ihnen.

Denn trotz aller oben angesprochenen Dinge zählt im Fußball für mich:

Nur der HSV!

Saison 12/13:

1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)
13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf (A) 0:2, 17 Punkte (-4)
14. Spieltag: FC Schalke 04 (H) 3:1, 20 Punkte (-2)
15. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 21 Punkte (-2)
16. Spieltag: 1899 Hoffenheim (H) 2:0, 24 Punkte (0)
17. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 0:3, 24 Punkte (-3)
18. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 1:1, 25 Punkte (-3)
19. Spieltag: Bremen (H) 3:2, 28 Punkte (-2)
20. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 0:2, 28 Punkte (-4)
21. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 4:1, 31 Punkte (-1)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 3:5, 12 Punkte (-3)
13. Spieltag: Hannover 96 (H) 3:1, 15 Punkte (-1)
14. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 16 Punkte (-1)
15. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 16 Punkte (-2)
16. Spieltag: FC Bayern (A), 1:3, 16 Punkte (-4)
17. Spieltag: FSV Mainz (H) 2:3, 16 Punkte (-5)
18. Spieltag: Schalke 04 (H) 0:3, 16 Punkte (-8)
19. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 0:3, 16 Punkte (-11)
20. Spieltag: Hertha BSC (H) 0:3, 16 Punkte (-14)
21. Spieltag: Eintracht Braunschweig (A) 2:4, 16 Punkte (-16)

Veränderung: 15 Punkte schlechter (15 Tore schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 7
2013/14: 17

Veränderung: Zehn Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 9:2
Hamburger SV – FSV Mainz 1:0
Hamburger SV – Schalke 04 3:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Greuther Fürth – Hamburger SV 0:1

34 Punkte, 30:32 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
Hamburger SV – Schalke 04 0:3
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hertha BSC* 0:3
Eintracht Braunschweig* – Hamburger SV 4:2

16 Punkte, 35:51 Tore

Veränderung: 18 Punkte schlechter, 14 Tore schlechter

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.