Bemerkenswerte Vereinsnamen (1)

Wer hat das nicht schon mal gemacht?

Sich über einen Vereinsnamen amüsiert, nur weil dieser nicht den gängigen Normen entspricht. Eine gängige Norm wäre etwa, einen Verein „1. FC Irgendwo“ zu nennen oder auch „Irgendwoer SV“.

Natürlich macht man so etwas nicht – über einen Vereinsnamen herziehen. Warum auch? Die nicht der Norm entsprechenden Namen sind doch in Wahrheit die viel schöneren. Heute stieß ich per Zufall auf den mir seit langem im Gehirn verankerten Vereinsnamen PEC Zwolle.

Dass Zwolle eine niederländische Stadt ist, war mir bekannt. Viel mehr aber auch nicht. Ich hatte keine Ahnung, dass der Verein früher PEC Zwolle hieß, dann aber 1990 bankrott ging und als FC Zwolle neugegründet wurde. Und im April des vergangenen Jahres wieder in PEC Zwolle umbenannt wurde.

Doch wofür genau steht nun dieses „PEC“? Ein Blick auf die englischsprachige Wikipedia-Seite brachte Aufschluss:

Aaaaah, ja. Prins Hendrik war mir ein Begriff, mein Niederländisch jedoch zu schlecht, um alles zu verstehen. Bei Twitter, diesem verrückten Medium, fand ich Hilfe. Ich fragte zwei Twitterer, von denen ich der Meinung war, dass sie des Niederländischen mächtig sind. Francois Duchateau war dann so nett, mir zu helfen.

Es war eine ausufernde und perfekte Erklärung, die ich hier gar nicht im exakten Wortlaut wiedergeben mag. Der Verein PEC, so weiß ich nun, ist aus der Fusion zweier Vereine entstanden: „Prins Hendrik“ und „Ende Despereert Nimmer“ („Und niemals verzweifeln“, an sich schon mal eine nette Bezeichnung für einen Sportverein) eben. Und so eine Fusion ist nichts weiter als eine „Combinatie“.

Schade fast, ich hatte mir insgeheim eine schaurig-schöne Geschichte über einen verzweifelten Prinzen erhofft. Na, da habe ich wohl PEC gehabt.