Egal.

Von einer Partie gegen den FC Bayern wird ja gern mal behauptet, sie sei das egalste Spiel der Saison. Rückblickend auf den 33., gerade abgelaufenen Spieltag und im Hinblick auf die Resultate darf man aus HSV-Sicht wohl zweifelsfrei behaupten: es stimmt!

Sicher: Hätte es zu einem Sieg gegen den FCB gelangt, wäre es bei weitem nicht das egalste Spiel der Saison gewesen. Der HSV hätte Tabellenplatz 16 und die damit verbundene Relegation vorzeitig gesichert. Und damit das vorletzte der vielen gesetzten Saisonziele erreicht. Aber bei allem Respekt vor unserem Kader und vor den elf bis dreizehn Menschen, die da gegen die Münchener spielten: Ich hatte zu keinem Zeitpunkt des Spiels ernsthaft daran geglaubt, dass wir mit etwas Zählbarem vom Platz gehen werden. Die Anfangsphase, vielleicht sogar die gesamte erste Halbzeit, war nicht schlecht, vielleicht sogar gut. Aber eben auch nicht so gut, dass ich die Hoffnung hätte hegen können, hier ginge etwas.

Und wie es aussieht, wenn man einmal nicht zu 100% bei der Sache ist, ließ sich am 0:1 wunderbar ausmachen. Milan Badelj und Michael Mancienne waren den entscheidenden Tick – kopfmäßig und körperlich – langsamer als Mario Götze, der nicht nur eine brillante Idee hatte, sondern auch einen Mitspieler und die technischen Fertigkeiten, diese Idee dann auch in ein Tor zu verwandeln.

Ich möchte aber davon absehen, einzelne Spieler zu sehr zu kritisieren, beziehungsweise negativ hervorzuheben. Das hätten sie trotz einiger schlechter, wirklich schlechter Szenen nicht verdient. Man muss das Ganze nämlich im Kontext sehen: Da spielte eine verunsicherte Mannschaft gegen das mit Abstand beste Team Deutschlands. Da passieren Fehler zwangsläufig, und das dürfen sie auch.

Viel lieber möchte ich positive Dinge hervorheben. Zum Beispiel, dass Rafael van der Vaart Zeichen setzen wollte, in dem er Toni Kroos einfach mal einen mitgibt, obwohl der Ball längst weg war. (Natürlich heiße ich es nicht grundsätzlich gut, dass wir solcherlei Fouls begehen. Aber Ihr wisst schon: Anderswo werden solche Spieler, die ihren Kollegen zeigen, dass man auch mal böse sein muss, um eventuell zum Ziel zu kommen, Leitwölfe genannt und hochgelobt.) Oder das sich Ivo Ilicevic, den ich gern und meines Erachtens immer zurecht kritisiere, aufgerieben hat, sehr oft anspielbar war und niemals aufgesteckt hat. Oder dass Trainer Mirko Slomka Jonathan Tah eingewechselt hat und ihn im letzten Heimspiel der Saison nochmal den Fans präsentiert hat. Und da bin ich auch schon beim wichtigsten Punkt der Kategorie „positive Dinge hervorheben“ angekommen: bei den Fans auf den Rängen.

Wie sie unseren HSV supportet, in die Kabine begleitet, aus der Pause empfangen, weiter supportet und am Ende gefeiert haben: Das war allererste Sahne, vor allem angesichts der prekären Situation, in der sich die Mannschaft und letztlich auch der Verein befinden. Ich ziehe meinen Hut vor Euch, Freunde.

Da sich auch der 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig Niederlagen einfingen, hat sich an der Ausgangsposition für den 34. Spieltag nichts geändert. Der HSV hat es selbst in der Hand, sein Schicksal zu gestalten. EIn Sieg in Mainz, und die Relegation ist fix. Bei allen anderen Ergebnissen muss gerechnet, gehofft und gebangt werden. Nur: Andere Ergebnisse als ein Sieg zählen einfach nicht. Auswärtsfluch hin oder her: Mit der Einstellung, die die HSVer auf dem Feld und auf den Rängen gegen den FCB an den Tag gelegt haben, liegt ein dreifacher Punktgewinn durchaus im Bereich des Möglichen.

(Anmerkung: Von den Geschehnissen rund um das dusselige Banner und die darauf folgende, nicht minder dusselige Reaktion, erfuhr ich erst nach Fertigstellung des Blogeintrags. Ich bleibe dabei, dass ich den Support großartig fand.)

Saison 12/13:

1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)
13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf (A) 0:2, 17 Punkte (-4)
14. Spieltag: FC Schalke 04 (H) 3:1, 20 Punkte (-2)
15. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 21 Punkte (-2)
16. Spieltag: 1899 Hoffenheim (H) 2:0, 24 Punkte (0)
17. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 0:3, 24 Punkte (-3)
18. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 1:1, 25 Punkte (-3)
19. Spieltag: Bremen (H) 3:2, 28 Punkte (-2)
20. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 0:2, 28 Punkte (-4)
21. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 4:1, 31 Punkte (-1)
22. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (H) 1:0, 34 Punkte (0)
23. Spieltag: Hannover 96 (A), 1:5, 34 Punkte (-4)
24. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth (H) 1:1, 35 Punkte (-4)
25. Spieltag: VfB Stuttgart (A) 0:1, 38 Punkte (-3)
26. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 38 Punkte (-4)
27. Spieltag: FC Bayern (A) 2:9, 38 Punkte (-11)
28. Spieltag: SC Freiburg (H) 0:1, 38 Punkte (-12)
29. Spieltag: Mainz 05 (A) 2:1, 41 Punkte (-11)
30. Spieltag: Fortuna Düsseldorf 2:1, 44 Punkte (-10)
31. Spieltag: Schalke 04 (A) 1:4, 44 Punkte (-13)
32. Spieltag: VfL Wolfsburg (H) 1:1, 45 Punkte (-13)
33. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 4:1, 48 Punkte (-10)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 3:5, 12 Punkte (-3)
13. Spieltag: Hannover 96 (H) 3:1, 15 Punkte (-1)
14. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 16 Punkte (-1)
15. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 16 Punkte (-2)
16. Spieltag: FC Bayern (A), 1:3, 16 Punkte (-4)
17. Spieltag: FSV Mainz (H) 2:3, 16 Punkte (-5)
18. Spieltag: Schalke 04 (H) 0:3, 16 Punkte (-8)
19. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 0:3, 16 Punkte (-11)
20. Spieltag: Hertha BSC (H) 0:3, 16 Punkte (-14)
21. Spieltag: Eintracht Braunschweig (A) 2:4, 16 Punkte (-16)
22. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:0, 19 Punkte (-13)
23. Spieltag: Heiner Bremer (A) 0:1, 19 Punkte (-14)
24. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 1:1, 20 Punkte (-14)
25. Spieltag: 1. FC Nürnberg (H) 2:1, 23 Punkte (-13)
26. Spieltag: VfB Stuttgart (A) 0:1, 23 Punkte (-14)
27. Spieltag: SC Freiburg (H) 1:1, 24 Punkte (-14)
28. Spieltag: Bor. Mönchengladbach (A) 1:3, 24 Punkte (-16)
29. Spieltag: Bayer Leverkusen (H) 2:1, 27 Punkte (-15)
30. Spieltag: Hannover 96 (A) 1:2, 27 Punkte (-16)
31. Spieltag: VfL Wolfsburg (H) 1:3, 27 Punkte, (-18)
32. Spieltag: FC Augsburg (A) 1:3, 27 Punkte (-20)
33. Spieltag: FC Bayern (H) 1:4, 27 Punkte (-23)

Veränderung: 18 Punkte schlechter (sieben Tore schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 7
2013/14: 16

Veränderung: Neun Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 9:2
Hamburger SV – FSV Mainz 1:0
Hamburger SV – Schalke 04 3:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Greuther Fürth – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – Borussia Dortmund  3:2
Heiner Bremer – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 0:2
Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 0:1
VfB Stuttgart – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – SC Freiburg 0:1
Bor. Mönchengladbach – Hamburger SV 2:2
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 0:1
Hannover 96 – Hamburger SV 5:1
Hamburger SV –  VfL Wolfsburg 1:1
FC Augsburg – Hamburger SV 0:2
Hamburger SV – FC Bayern 0:3

45 Punkte, 40:52 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
Hamburger SV – Schalke 04 0:3
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hertha BSC* 0:3
Eintracht Braunschweig* – Hamburger SV 4:2
Hamburger SV – Borussia Dortmund 3:0
Heiner Bremer – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:1
Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 2:1
VfB Stuttgart – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – SC Freiburg 1:1
Bor. Mönchengladbach – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 2:1
Hannover 96 – Hamburger SV 2:1
Hamburger SV – VfL Wolfsburg 1:3
FC Augsburg – Hamburger SV
Hamburger SV – FC Bayern 1:4

27 Punkte, 49:72 Tore

Veränderung: 18 Punkte schlechter, elf Tore schlechter

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.

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Gastbeitrag: Eine Frage der Ehre.

Hallo, liebe Leser, heute erfährt mein Blog eine deutliche Aufwertung: Astrid, die Anchorwoman vom RautenTV, hat sich ihre Gedanken rund um die aktuelle Situation des HSV gemacht.

Viel Spaß beim Lesen.

 

Eine Frage der Ehre.

Dieses Jahr ist es also so weit, wenn man den Meinungen in der weitläufigen Welt Fußballdeutschlands folgen würde. Experten, Medien, Fans anderer Vereine, sogar ein Großteil der eigenen Fans und auch alle, die sich eigentlich außerhalb der internationalen Turniere nicht für Fußball interessieren, sind sich erstaunlich einig – die Saison 2013/2014 wird als der größte Meteoritenhagel der Neuzeit in die Geschichte eingehen. Der Dino stirbt aus.

Nun ja, noch ist es ja nicht so weit. Gut, die Leistungen sind bescheiden. Ok, die Leistungen wurden konstant schlechter seit dem uns der FCA besucht hat. Ja, ihr habt alle Recht – wieso sollte man annehmen, dass es sich bessern würde?

Ganz einfach: Ich bin ein Fan. Ich glaube immer – jedes einzelne Spiel bevor der Schiri anpfeift glaube ich. Auch nach einem Rückstand glaube ich. Und solange es noch möglich ist werde ich an diese Jungs glauben, dass sie es schaffen. Am 33. Spieltag bei 7 Punkten Rückstand auf Platz 15 können wir darüber sprechen. Aber: sich auf einen Abstieg einzustellen, nur damit es bei einem eventuell eintretenden Fall dann nicht „so weh tut“?

Ich versau mir doch nicht selber die nächsten 4 Monate.

Wie mag wohl der Support aussehen, wenn man eigentlich jetzt schon innerlich abgeschlossen hat? Vielleicht geht man dann ja nach einem 0:1 Rückstand schon in der Pause nach Hause. Bringt ja eh nichts. Ich bin mir übrigens sicher, dass die Mannschaft heute einen dreimaligen Rückstand nicht mehr in ein 3:3 ausgleichen würde. Ja, richtig – sie wollten an diesem Tag. Aber das Publikum wollte auch.

Mir persönlich ist das Phänomen „Ich habe bezahlt, und wenn mir das Spiel nicht gefällt, dann pfeif ich eben. Im Zweifel schon nach 10 Minuten“ ein großes Mysterium. Wenn man ehrlich zu sich selber ist, dann hat das nichts mit den Jungs auf dem Rasen zu tun. Sondern mit eigenen –falschen– Erwartungen, mit simplen Überschätzungen der Leistungsfähigkeit der aktuellen Protagonisten. Ein Phänomen seit Jahren in Hamburg. Ein Phänomen seit 2009. Hat die Fanseele die vier Derbys gegen Bremen mit den entscheidenden Niederlagen nicht verkraftet? Tatsache ist: Gab es in der Saison 08/09 noch 13 Heimsiege, so waren es 09/10 nur noch 8, ein Jahr darauf nur noch 7. Und in der Zittersaison 11/12 gar nur 3. Noch gravierender ist die Statistik der Heimniederlagen. In der Saison 09/10 waren es 3 Niederlagen, ein Jahr später schon 5 und seit der Saison 11/12 konstant 7. Gut, in der letzten Saison konnten wir uns zumindest hinsichtlich der Heimsiege wieder stabilisieren (8) – aber das wohl nicht zuletzt dank eines starken Rene Adler, der uns mindestens 3 mal den knappen Sieg festhalten konnte. 7 Niederlagen konnte aber auch er nicht verhindern.

Seit 2009 waren diverse Trainer bei uns beschäftigt, es gab einen Umbruch im Kader und im Vorstand. Das Publikum dürfte im Großteil das Gleiche sein.

Man sagt ja gern, „der Fisch stinkt vom Kopf“.

In Hamburg schwimmt der stinkende Fisch aber auch noch in einem vergifteten Teich.

Ich möchte hier natürlich nicht allein die Fans für die Misere verantwortlich machen, den sportlichen Niedergang haben andere zu verantworten: eine katastrophale Kaderplanung verursacht durch wechselnde Sportdirektoren und Trainer, ausgehandelte Gehälter, die man nicht nachvollziehen kann, kein Geld und keine Perspektiven, die man bieten könnte, der Trainerstuhl, der heißer nicht sein könnte. Ein Aufsichtsrat, der zu einem Großteil die Position für eigene Geltungssucht und Networking nutzt und verschiedene Verlage, die sich gegenseitig gern in ihrer Exklusivität überbieten möchten (bad news sells) – nein, der HSV ist für einen Arbeitnehmer im Profifußball wahrlich keine erste Wahl mehr.

Diese Probleme lassen sich kurzfristig jedoch nicht ändern. Und Stand heute brauchen wir eine schnelle Lösung.

Wenn sich doch bloß jeder ein wenig hinterfragen würde… Es wird gepfiffen, weil man der Meinung ist, da unten auf dem Platz stimmt der Einsatz nicht. Was ist mit dem eigenen Einsatz? Warum verlangt man etwas, was man selber nicht geben kann? Weil man dafür gezahlt hat? Kleines Beispiel:

Wenn ich in mein Lieblingsrestaurant gehe und der Koch hat einen schlechten Tag, dann kann ich nach dem Essen meinen Unmut dem Kellner gegenüber äußern, aber ich bezahle und komme wieder. Beim nächsten Mal ist es wieder etwas lasch gewürzt, auch gab es mittlerweile einen Personalwechsel. Aber ich mag das Restaurant einfach. Ich bezahle und: komme wieder. Irgendwann hat der Koch sicher mehr Routine und das Essen schmeckt wieder.

Wenn ich den neuen Koch aber nun bepöbel, dann hat er doch beim nächsten Mal schon Angst, wenn er weiß, dass ich im Restaurant sitze und dem Kellner lautstark sage, dass ich hoffentlich nicht solch einen Fraß wie beim letzten Mal vorgesetzt bekomme. Und nun will es der Koch natürlich besonders gut machen, damit ich ja nicht enttäuscht bin und wieder komme. Am Ende ist das Essen total versalzen.

Was ich euch mit auf den Weg geben möchte: Wir sind in der aktuellen Situation die Einzigen neben der Mannschaft, die kurzfristig zur Verbesserung beitragen können. Bei anderen beteiligten Protagonisten fehlt zum Teil der Wille, oder auch die Möglichkeit etwas zu ändern.

Es soll für die Spieler eine Ehre sein mit der Raute auf der Brust aufzulaufen, kein Spiessrutenlauf. Lasst es sie doch auch spüren und beschimpft sie nicht.

Nur der HSV!