Keine Zeit.

Es ist, wie es ist: Ich habe keine Zeit. Zumindest nicht, um meine Gedanken über das Spiel gegen Dortmund aufzuschreiben.

Wohl aber, um ein wenig zu lesen. Und das, was Baldrinho geschrieben hat, kommt dem, wie ich über den Kick (und den HSV in diesen Zeiten) denke, am nächsten. Lest hier.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
Gesamt 39:53 (20 Punkte) 16:33 (25 Punkte)

 

Vergleich: Der HSV steht aktuell 5 Punkte besser und drei Tore schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 15

Veränderung: Der HSV steht aktuell 1 Platz besser da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

 

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
Gesamt 44:51 (26 Punkte) 16:33 (25 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 1 Punkt und 10 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

 

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

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Der HSV in Dortmund

Nun sind schon ein paar Tage ins Land gezogen seit dem Kick beim BVB. Und egal, auf welche Homepages mit eingebundener Bundesligatabelle ich auch blicke, sie zeigen dasselbe: Wir haben gewonnen! Auswärts! In Dortmund!

Es ist also wirklich wahr. Und auch, wenn ich die Vereinsbrille für einen Augenblick abnehme, muss ich sagen: Der Sieg ist nicht unverdient. Klar hat Borussia Dortmund einen Haufen guter Torchancen vergeben. Doch das haben wir auch. Und kämpferisch haben wir sehr gut dagegen gehalten – und das sogar weitaus fairer. Als Negativbeispiele auf Dortmunder Seite hebe ich mal Kung-Fu-Schmelzer und das Kehl’sche Knie an Lasoggas Kopf hervor. Für beide Aktionen hätte es auch Rot geben können, und kein Dortmunder hätte sich beschweren dürfen.

Doch ich will keine Diskussionen starten oder Öl ins Feuer gießen, sondenr mich einfach nur freuen. Für meinen HSV, der sich nun endlich mal für das Engagement, das er seit vier Spielen zeigt, belohnt hat.

Es ist ein neuer HSV, den wir da sehen. Ich will nicht alles über den grünen Klee loben und Joe Zinnbauer als großen Zampano dastehen lassen. Aber der Mann hat in verdammt kurzer Zeit verdammt viel richtig gemacht und ich bin gespannt darauf, wie es unter seiner Leitung weitergeht. Klar wird es auch Rückschläge geben – aber hey: Wir reden über einen Abstiegskandidaten.

Mit einem Auswärtssieg in Dortmund, der dafür gesorgt hat, dass wir endlich Platz 18 verlassen und diesen auch noch an unsere Bremer Freunde weitergegeben haben, lässt sich die Länderspielpause und ein kleiner Urlaub meinerseits vortrefflich genießen.

Gehabt Euch wohl, wir lesen uns.

Sp.    Gegner 2013/14          Ergebnis                   Gegner 2014/15         Ergebnis

1        Schalke 04 (A)             3:3 (1 Punkt)            1. FC Köln (A)             0:0 (1 Punkt)
2        Hoffenheim (H)          1:5 (0 Punkte)          SC Paderborn (H)      0:3 (0 Punkte)
3        Hertha BSC (A)           0:1 (0 Punkte)          Hannover 96 (A)        0:2 (0 Punkte)
4        Braunschweig (H)      4:0 (3 Punkte)          FC Bayern (H)            0:0 (1 Punkt)
5        Dortmund (A)             2:6 (0 Punkte)          M’gladbach (A)          0:1 (o Punkte)
6        Bremen (H)                  0:2 (0 Punkte)          Frankfurt (H)             1:2 (0 Punkte)
7        Frankfurt (A)               2:2 (1 Punkt)           Dortmund (A)             1:0 (3 Punkte)

————————————————————————————————————————————

7                                             12:19 (5 Punkte)                                               2:8 (5 Punkte)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 0 Punkte und ein Tor besser da als in der vorigen Saison.

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 17

Veränderung: ein Platz schlechter

 

Sp.    Mannschaft                                2013/14                    2014/15

1         Nürnberg/Köln* (A)                      5:0 (3 Punkte)           0:0 (1 Punkt)
2         Braunschweig/Paderborn (H)    4:0 (3 Punkte)           0:3 (0 Punkte)
3         Hannover 96 (A)                            1:2 (0 Punkte)            0:2 (0 Punkte)
4         FC Bayern (H)                                 1:4 (0 Punkte)            0:0 (1 Punkt)
5         M’gladbach (A)                               1:3 (0 Punkte)            0:1 (0 Punkte)
6         Frankfurt (H)                                  1:1 (1 Punkt)              1:2 (0 Punkte)
7         Dortmund (A)                                 2:6 (0 Punkte)            1:0 (3 Punkte)

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6                                                                 14:16 (7 Punkte)           2:8 (5 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht aktuell 2 Punkte und 4 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

 

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Meine kleine Bundesligavorschau: Borussia Dortmund

Auch für Borussia Dortmund wird es in der kommenden Saison abwärts gehen. Nicht entscheidend, nämlich nur einen Platz: Statt Rang zwei qualifizieren sich die Schwarz-Gelben nun eben dank Position drei direkt für die Champions League. Alles in allem schmerzt der Weg nach unten also nicht. Und doch: Die Saison wird für Dortmunder Verhältnisse unbefriedigend. Das liegt vor allem an der Personalie Robert Lewandowski.

Der polnische Stürmer ist ein Fußballsöldner vor dem Herrn und verfolgt einen strikten Karriereplan. Weil er da jedoch nie einen Hehl draus gemacht hat und zudem seine Leistung stets stimmte, haben ihn die Dortmunder Fans in ihr Herz geschlossen oder ihn wenigstens respektiert.

Ein Stürmer der Klasse Lewandowskis wird den Borussen nun fehlen, und ich glaube, dass sie es erst merken werden, wenn es zu spät ist, sich noch anständigen Ersatz zu besorgen. Ciro Immobile kann Lewandowski nicht ersetzen. Das hat selbst Jürgen Klopp bemerkt. „Ciro hat das Gefühl, in jedem Moment vom Trainerteam und von der Presse eingeschätzt zu werden“, sagt er und will dem Italiener so zentnerschwere Lasten von den Schultern nehmen, die dieser sich auch selbst aufgebürdet hat. Vergleichen mit seinem Vorgänger kann er aber nunmal nicht standhalten, gibt es doch auf dem gesamten Erdball nur eine Handvoll Stürmer, die dies könnten. Auch, wenn Immobile als amtierender Torschützenkönig der Serie A zum BVB wechselt. Was heißt das schon? Die Serie A ist eine Bonbonliga mit maximal vier guten Mannschaften – da fällt es leichter, Tore zu erzielen.

Und sonst?

Adrian Ramos kam aus Berlin – der Wechsel dürfte der Hertha eher geschadet haben als Dortmund genützt. Bitte nicht falsch verstehen: Ramos ist ein klasse Stürmer. Aber es bleibt abzuwarten, in welche Richtung seine Form- und Bockkurve zeigt, wenn er nicht mehr der unangefochtene Star einer Truppe ist, sondern nur einer von vielen guten Kickern. Die wertvollsten Neuzugänge kommen von „kleineren“ Vereinen: Weltmeister Matthias Ginter wechselte vom SC Freiburg zum BVB und wird sich mit Sokratis und Neven Subotic um den freien Platz in der Innenverteidigung streiten – das riecht nach dem „WM-Duo“ Ginter und Hummels. Vom FC Augsburg kommt der offensiv variable Dong-Won Ji, den ich vor Jahren schon beim HSV sehen wollte. Der wird den Dortmundern Spaß machen.

Fazit: Dortmund hat gut eingekauft, doch für Lewandowski kann immer nur EIN anderer spielen. Deshalb leidet die Qualität der ersten Elf ein wenig, und es geht minimal bergab. Eine nette Saison mit vielen Toren und schön anzusehendem Fußball wird’s dennoch geben.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6.
7.
8.
9.   1. FSV Mainz 05
10.
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17.
18. SC Paderborn

Das glaubt Ihr nicht? Dann kommentiert meine kleine Vorschau gern und gebt mir Saures.

Gewonnen.

Es war eine der bewegenderen Wochen in der langen Historie des HSV – und die nähere Zukunft betreffend vielleicht auch eine entscheidende.

Am Montag stellte sich mit Mirko Slomka der neue Trainer vor. Zwar hätte er sich den einen oder anderen Satz in seiner Vorstellungs-PK sparen dürfen („Der HSV gehört in die Top5“), dennoch hatte ich nach langer Zeit mal wieder das Gefühl, dass der rechte Mann zur rechten Zeit am rechten Platz ist. Slomka wirkte aufgeräumt, sympathisch und schien einen Plan zu haben.

Am Dienstag geriet alles Sportliche in Vergessenheit. Wir mussten traurigerweise Abschied von Hermann Rieger nehmen. Sein Tod kam letztlich nicht unerwartet; dennoch hatte man in diesen Tagen nicht unbedingt mit ihm gerechnet. Es mag etwas zynisch klingen, und ich möchte gewiss nicht falsch verstanden werden, doch wenn es einen richtigen Zeitpunkt für einen Tod gibt, dann war es wohl dieser. Die unendliche Traurigkeit der HSV-Fans aller (zerstrittenen) Lager einte sie, und gemeinsam gingen sie die Wege, die zu gehen sind. Der Trauermarsch zu Ehren Hermanns war eine ganz starke Geschichte, die Choreografie am Samstag dürfte in die Geschichte eingehen. Das war wirklich sensationell.

Von den Spielern, die gegen Dortmund auf dem Feld standen, hat kein einziger mehr in den Genuss kommen dürfen, von Hermann behandelt zu werden. Einige aber haben ihn kennengelernt, und vielleicht sind sie für ihn (unterbewusst) ein Stück mehr gelaufen als sonst.

Ob es nun an Hermann lag oder daran, dass Mirko Slomka deutlich mehr als besser hat trainieren lassen als es seine Vorgänger in der Vergangenheit getan hatten: Ich hatte richtig Spaß, dem HSV zuzusehen. Das war zuletzt ein verdammt seltenes Vergnügen. Wir waren auf Augenhöhe mit einer Mannschaft, die in den vergangenen drei Jahren zweimal Meister war, die im Champions-League-Finale stand, den DFB-Pokal gewann – und wir haben ihr den Schneid abgekauft und uns auch von rüden Attacken (warum Herr Aubameyang für seine Aktion an Arslan nur Geld sah, wird für immer das Geheimnis des Schiedsrichters bleiben) nicht aus dem Konzept brigen lassen. Lewandowski wurde noch vor der 70. Minute ausgewechselt, und auch Reus blieb wirkungslos.

Dass Trainer Slomka den Mut hatte, Petr Jiracek und Slobodan Rajkovic aufzustellen, rechne ich ihm hoch an. Ohne mich sonderlich brüsten zu wollen: Ich habe im Laufe der Saison mehr als einmal gehofft, dass diese Jungs ran dürfen und bin meist enttäuscht worden. Slomka hat meine Wünsche nun erhört. Vielleicht versteht er einfach nur mehr vom Fußball als seine beiden Vorgänger bzw. kann Spielertypen besser einschätzen.

Die Verletzung Rafael van der Vaarts erwies sich wie von mir erwartet als Glücksfall. Hakan Calhanoglu, der nur wegen des Ausfalls von Ivo Ilicevic von Beginn an ran durfte, brillierte und durfte Ecken und Freistöße schießen. Sie waren allesamt gefährlich. Hoffentlich hat van der Vaart dies mitbekommen.

Und so gewannen an diesem Samstag viele Menschen: Fans, die in letzten Wochen aufgrund verschiedenster Aktionen Kredit verloren hatten; die Spieler, weil sie endlich wieder gezeigt haben, was in ihnen steckt; und der Trainer, der allen wieder ein großes Stück Hoffnung auf bessere Zeiten gegeben hat.

Saison 12/13:

1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)
13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf (A) 0:2, 17 Punkte (-4)
14. Spieltag: FC Schalke 04 (H) 3:1, 20 Punkte (-2)
15. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 21 Punkte (-2)
16. Spieltag: 1899 Hoffenheim (H) 2:0, 24 Punkte (0)
17. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 0:3, 24 Punkte (-3)
18. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 1:1, 25 Punkte (-3)
19. Spieltag: Bremen (H) 3:2, 28 Punkte (-2)
20. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 0:2, 28 Punkte (-4)
21. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 4:1, 31 Punkte (-1)
22. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (H) 1:0, 34 Punkte (0)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 3:5, 12 Punkte (-3)
13. Spieltag: Hannover 96 (H) 3:1, 15 Punkte (-1)
14. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 16 Punkte (-1)
15. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 16 Punkte (-2)
16. Spieltag: FC Bayern (A), 1:3, 16 Punkte (-4)
17. Spieltag: FSV Mainz (H) 2:3, 16 Punkte (-5)
18. Spieltag: Schalke 04 (H) 0:3, 16 Punkte (-8)
19. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 0:3, 16 Punkte (-11)
20. Spieltag: Hertha BSC (H) 0:3, 16 Punkte (-14)
21. Spieltag: Eintracht Braunschweig (A) 2:4, 16 Punkte (-16)
22. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:0, 19 Punkte (-13)

Veränderung: 15 Punkte schlechter (13 Tore schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 6
2013/14: 16

Veränderung: Zehn Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 9:2
Hamburger SV – FSV Mainz 1:0
Hamburger SV – Schalke 04 3:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Greuther Fürth – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – Borussia Dortmund  3:2

37 Punkte, 33:34 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
Hamburger SV – Schalke 04 0:3
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hertha BSC* 0:3
Eintracht Braunschweig* – Hamburger SV 4:2
Hamburger SV – Borussia Dortmund 3:0

19 Punkte, 38:51 Tore

Veränderung: 18 Punkte schlechter, 12 Tore schlechter

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.

Dortmund.

Das Transferfenster ist in alle Richtungen geschlossen, und auch die Zeit der FreundschaftsWM-Qualifikationsspiele des DFB ist vorbei – endlich kann man sich also wieder den wichtigen Dingen zuwenden. Der Bundesliga, und speziell dem HSV.

Was mein Verein auch in der spielfreien Zeit perfekt beherrscht, ist das „im Gespräch bleiben“. Das ist eigentlich gar nicht so übel – wenn es mal etwas positives wäre, was den Gazetten und der Welt der sozialen Medien zu entnehmen wäre. Dem ist eher nicht so, weshalb ich das, was in den vergangenen zehn Tagen über den HSV geschrieben wurde, hier und jetzt einfach mal NICHT kommentiere.

Stattdessen werfe ich den Blick in die Zukunft. In die nähere und sportliche, sprich: auf die Partie in Dortmund.

Was darf ich vom HSV erwarten? Nun, Einsatz bis zum Schlusspfiff wäre schon mal nicht schlecht, und dass man sich nach dem ersten Gegentor (das eventuell ja mal nicht in den ersten Spielminuten fallen mag) nicht anpfeift oder gar aufgibt, sondern eine Jetzt-erst-recht-Mentalität an den Tag legt. Damit wäre ich schlimmerweise schon zufrieden.

Denn ehrlich gesagt: Ich glaube nicht daran, dass wir unsere Superserie gegen den BVB (zuletzt zwei Siege mit sieben geschossenen Toren) fortsetzen werden. Ich befürchte, dass uns Dortmund unsere Grenzen aufzeigen wird. Rafael van der Vaart und Marcell Jansen werden sich fit melden und eingesetzt werden – nur um zu merken, dass sie eben doch noch nicht hätten spielen und der Trainer lieber auf Calhanoglu und Lam hätte bauen sollen. Heiko Westermann wird wieder mindestens einen großen Bock schießen, der angesichts der hervorragenden Dortmunder Offensive zu einem Gegentor führen wird. Tomas Rincon wird, so lieb ich ihn habe, Milan Badelj nicht gleichwertig ersetzen können. Und, seien wir ehrlich, René Adler ist noch längst nicht in der Form der vergangenen Saison.

Als Argumente, die für den HSV sprechen, finde ich leider nur Plattitüden. „In 90 Minuten kann viel passieren“ zum Beispiel. Klar. „Der Ball ist rund“. Logisch. Die Jungs können theoretisch über sich hinauswachsen, oder die Borussia kann einfach das Tor nicht treffen. Ich glaube nur leider nicht daran. Deswegen stelle ich mich schon jetzt darauf ein, dass die Punkte in Dortmund bleiben werden. Und hoffe darauf, dass sich der HSV als Mannschaft präsentiert und nicht als müder Haufen wahllos zusammengekaufter Arbeitskollegen. Wünschenswert wäre, dass ich mit meiner Einschätzung komplett daneben liege (die Chance dafür steht nicht mal schlecht, schließlich verstehe ich nicht so viel von Fußball), der HSV mich überrascht und tatsächlich punktet. Aber Ihr wisst ja, wie das mit Wünschen ist…

Apropos Wünsche: Wenn es nach mir ginge, würde der HSV wie folgt starten.
Adler – Diekmeier, Sobiech, Djourou, Lam – Rincon, Jiracek – Beister, Calhanoglu, Zoua – Rudnevs* Lasogga.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen…

Nur der HSV!

*Rudnevs hat, wie ich inzwischen weiß, Adduktorenprobleme und steht nicht im Kader.

Schein, trügender.

Vom HSV gab es im sportlichen Bereich – die Causa Öztunali mal beiseite gelassen, aber von Jugendfußball spreche ich jetzt auch gar nicht – in den letzten Tagen fast nur Positives zu lesen.

„Top-Torjäger Artjoms Rudnevs vom Hamburger SV ist nach überstandener Muskelquetschung im Oberschenkel anscheinend bereit für einen Einsatz bei Meister BVB.“ (RevierSport, vorgestern)

„BVB-Talent Demirbay will bei den HSV-Profis durchstarten“ (Hamburger Abendblatt, gestern)

„Überzeugendes Comeback von Rene Adler im DFB-Dress“ (MoPo, gestern)

Hinzu kam gestern eine weitere Meldung des Hamburger Abendblattes, laut der der BVB um sechs Spieler bangen muss: Marcel Schmelzer wegen einer phonetisch spektakulären Sprunggelenk-Kontusion, Kevin Großkreutz wegen schlechter Blutwerte. Roman Weidenfeller wegen eines grippalen Infekts, Mario Götze wegen eines viralen Infekts (hat das was mit Werbung im Internet zu tun?). Schließlich noch Marco Reus wegen einer Adduktorenzerrung und Lukasz Piszczek, dessen Grund für ein mögliches Fehlen das Blatt nicht nannte.

Alles in allem scheint es so, als sei der HSV für das Duell gegen den amtierenden Meister gerüstet bzw. der Meister eben nicht. Und dennoch bin ich der Meinung, dass mein Lieblingsklub am Samstagnachmittag so richtig schön auf den Allerwertesten kriegt. Denn:

1.) Die Schwatz-Gelben dürften das Hinspiel noch nicht vergessen haben. Als Roman Weidenfeller die schlechteste Leistung der kompletten Saison zeigte – die noch ausstehenden Partien schon eingerechnet – und erheblichen Anteil an mehreren Gegentoren hatte. Das schreit förmlich nach Wiedergutmachung.

2.) Mit einem Sieg würde Dortmund Verfolger Leverkusen abschütteln, der zeitgleich – da bin ich sicher – in Mönchengladbach verliert. Da abends auch die Bayern daheim gegen die Keller-Truppe Schalke 04 verlieren, wären es somit nur noch neun Punkte bis Rang eins. Das setzt nochmal Extrakräfte frei.

3.) Dortmund hat zuletzt in der Saison 2007/08 zweimal gegen den HSV verloren. Ratet mal, wie viele HSVer von damals im heutigen Kader zu finden sind? Richtig: einer. Rafael van der Vaart. Ihr wisst schon: der, der zurzeit in bestechender Form spielt.

Einziger, kleiner Hoffnungsschimmer: Der Doppeltorschütze der Dortmunder aus dem Hinspiel ist nicht mehr dabei. Ivan Perisic spielt inzwischen für VW Wolfsburg. Es ist also keiner mehr da, der in der Lage ist, ein Tor gegen den HSV zu erzielen. Fast.