WM-Blogstöckchen do Brasil

Schon vor ichweißnichtwievielen Tagen wurde ich höflich darum gebeten, doch mal ein bestimmtes Stöckchen eines bestimmten Bloggers aufzuheben.

Schande über mein Haupt, dass ich es erst jetzt geschafft habe. Was soll ich sagen? Es ging aus verschiedenen Gründen nicht früher. Es ist ja aber immer noch WM, und insofern haben die Fragen auch immer noch aktuellen Bezug. Ein Dank geht an ihn und ihn.

Also dann.

Mein erstes bewusstes WM-Erlebnis war?

Die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1982 gegen Algerien. Eingetrichtert wurde mir, Deutschland werde den Gegner schon bezwingen. Es kam anders. Es war kein großartiges Spiel, aber spannend und dramatisch, zumindest in meinen Augen. Funfact: Lakhdar Belloumi, der Torschütze des zweiten Treffers der Algerier wurde am gleichen Tag geboren wie ich. Bis heute ist diese Pleite übrigens die einzige Auftaktniederlage einer DFB-Elf bei Weltmeisterschaften.

Mit welcher WM-Legende würde ich gern einmal Doppelpass spielen?

Zinedine Zidane. Wir würden Diego Maradona ausspielen. Danach gäbe es einen Wechsel, und ich spielte Zidane mit Maradona aus. Für mich sind diese beiden die besten Fußballer aller Zeiten. Auf einer Stufe.

Welchem TV-Kommentator werde ich bei der WM gerne zuhören?

So vielen wie möglich. Oh, Moment: Da steht ja „gerne“ in der Frage. Dann: keinem. Zwar finde ich viele Kommentatoren gar nicht so schlimm, wie sie gemacht werden, aber von „gerne“ kann keine Rede sein. Ich bin kein Fan von Faktenablesern und solchen, die immer alles mies machen wollen. Ich habe nichts gegen Emotionen einzuwenden. Also: Lieber Buschi als Rethy oder Reif. Was nicht heißt, dass ich Buschmann für den betsen Kommentator halte. Ach, es ist schwer. Grundsätzlich sind Kommentatoren für mich aber nebensächlich.

Die Iren haben sich für die WM am Zuckerhut leider nicht qualifiziert. Welchem weiteren Land drücke ich neben Jogis Jungs als »Zweitteam« die Daumen?

Grundsätzlich: Brasilien, historisch geschuldet. Im Laufe eines Turniers kann sich das aber ändern, etwa, weil mir ein anderes Land positiv aufgefallen ist oder ich dessen Trikots so gern mag. Aktuell fiebere ich mehr oder minder mit Honduras und den Niederlanden mit.

Zu Jogis Jungs: Meine beiden Lieblingskicker aus dem deutschen Kader sind?

Shkodran Mustafi, der beim HSV zum Diamanten geschliffen wurde. Und Sami Khedira. Bungt.

Wie weit kommen Jogis Jungs?

Das Halbfinale ist drin. Mindestens.

(Wenn nicht Jogis Jungs:) Wer wird am 13.07.2014 im Maracanã Weltmeister?

Die Niederlande sind einfach mal dran. Und stark genug.

 

20 Dinge über mich

Ich habe mich breitschlagen lassen. Es hatten sich auf einen meiner Blogeinträge hin ein paar Menschen gemeldet und sich in netter Form darüber beschwert, dass ich keine „20 Dinge über mich“-Liste erstellen werde, weil ich nicht daran glaube, dass es so viele interessante Dinge über mich zu erzählen gibt.

Nun denn, ich bin jetzt doch ein bisschen in mich gegangen und in die Vergangenheit gereist, habe aber auch in der Gegenwart gesucht. Ich habe mich von einer Reihe lieber und interessanter Menschen inspirieren lassen. Und ich habe ein paar Sachen gefunden, die Euch eventuell doch interessieren. Und falls nicht: Ich habe es Euch doch gleich gesagt. Gleichwohl – bitte sehr:

1. Mich fasziniert alles, was mit Symbolen, Geheimnissen, Zeichen, Verstecken, Magie, Zaubereien, Illusionen, Verschwörungen, Rätseln etc. zu tun hat. Ich glaube, ich wäre ein guter Spion geworden. Es ist toll zu sehen, dass mein größerer Sohn in genau die selbe Richtung einzuschlagen scheint.

2. Ich bin ein Spätzünder und ein Angsthase, was Technisches angeht. Ich twittere erst seit kurzem, blogge seit noch viel kürzerer Zeit und erst jetzt, in meiner zweiten Lebenshälfte, beschäftige ich mich erstmals ernsthaft mit dem Gedanken, einen Podcast zu betreiben. Wahrscheinlich werde ich noch ein paar Monate darüber nachdenken und die Geschichte anschieben, bis ich sie zehn Jahre lang vergesse.

3. Ich mag Gitarrenmusik. Damit meine ich nicht James Blunt mit seiner Klampfe, sondern eher Aerosmith, Metallica und so. Und gerne härteres Zeug wie von Pantera und Sepultura oder Düsteres wie von Type O’Negative. Ich bin Guns ’n‘ Roses hinterhergereist und habe mich damals bei einem Konzert über Transvision Vamp und Billy Idol als Support mehr gefreut als über den Hauptact Simple Minds. Sehr gut leiden kann ich aber auch deutschen HipHop (Oder ist es Rap? Ihr wisst schon, diesen Sprechgesang.). Ganz, ganz selten höre ich Musik gern, die in den Top10 der Charts zu finden sind. Grundsätzlich hat sich mein Musikgeschmack in den vergangenen 30 Jahren nur marginal verändert.

4. Ich leide an chronischem Fernweh. Ich habe einige wirklich schöne Orte dieser Welt bereist, teils privat, teils beruflich, und schwelge in Erinnerungen an Madrid und Monaco, Kopenhagen und Kyoto, Hvide Sande und Venedig, Las Vegas und Los Angeles, Neuwerk und Neukölln, Tokio und Tampa, etc. In den vergangenen Jahren hat sich meine Reisefreudigkeit aus mehreren Gründen auf wenige Orte in der relativen Nähe meines Wohnortes beschränkt (denkt Euch einen 400-km-Umkreis um Hamburg, dann kommt das in etwa hin.).

5. Früher besaß ich eine stattliche Autogramm(karten)sammlung. Es waren wohl mehrere tausend Stück. Heute nenne ich nur noch einige wenige liebgewonnene Exemplare mein Eigen. Ein Autogramm von Muhammad Ali beispielsweise, oder eines von Jürgen Sparwasser. Lustig: Einmal habe ich sogar selbst schon Autogramme geben müssen.

6. Das erste Fußballspiel, das ich bewusst besucht habe, war die Partie Hamburger SV – SV Waldhof Mannheim am 17.11.1984. Ich war elf Jahre alt, es hat geschneit, und der HSV führte bereits nach zehn Minuten durch Tore von Thomas von Heesen, Mark McGhee und Michael Schröder 3:0. Am Ende hieß es 5:2, weil Günter Sebert ins eigene Tor traf und auch Wolfgang Rolff noch einnetzte, ehe Fritz Walter und Jürgen Makan für Mannheim Ergebniskosmetik betrieben. Zuvor hatte ich natürlich oft Fußball im Fernsehen verfolgt. Bei der WM 1982 durfte ich erstmals länger wach bleiben, um Fußball zu gucken. Das war der Startschuss für meine bis heute andauernde Begeisterung für diesen Sport.

7. Ich werde stets für jünger gehalten, als ich bin. Das hat mich früher geärgert, beispielsweise, als es darum ging, in Discos hineinzukommen. Heute ist es mir egal. Überhaupt ist mir Alter relativ egal.

8. Man sagt mir eine gewissene Affinität zu Sprachen nach. Ich schaue mir gern fremdsprachige Internetseiten (italienische, kroatische, welche auch immer) an und versuche, Details aus den Artikeln herauszulesen. Oft schaffe ich das auch. Französisch lesen, verstehen oder gar sprechen kann ich allerdings kaum.

9. Die längste Distanz, die ich bisher an einem Stück gelaufen bin, sind 21,1 Kilometer. Dafür benötigte ich 1:47:48 Stunden. Das war vor deutlich mehr als zwölf Jahren, und ich bin noch heute stolz darauf.

10. Ich habe mal mit Linda Perry von den 4 Non Blondes getanzt.

11. Ich mag Serien. Sitcoms, Krimis, Dramen. Vor allem aus den USA. Da steckt kein Plan dahinter, das ist einfach so. Früher war ALF ganz toll, später die Bundys. Inzwischen auch etwas anspruchsvoller, Breaking Bad und so. Dazwischen: Ganz viel anderes Zeugs. Im Moment schaue ich „24“.

12. Überhaupt die Glotze: Ich liebe Trash. Ich wäre ein hervorragender Telefonjoker bei Herrn Jauch, ginge es um die Geissens, die Glööcklers und die von Bauern gesuchten Frauen dieser Welt. Ich kann mich nicht daran sattsehen, wenn alte Damen Schwiegertöchter suchen oder blonde Damen Vermisste suchen und finden. Oder wenn Peter Zwegat zwar andauernd den Kopf schüttelt, seine Schützlinge dann aber doch irgendwie von ihren Schulden befreit. Die erste „Big Brother“-Staffel könnte ich sowohl nochmals ansehen als auch auswendig nacherzählen.

13. Ich mag die Filme Klaus Kinskis und seine immer wiederkehrenden Wutausbrüche ebenso. Leider scheint er privat ein dummes Arschloch gewesen zu sein. Ich hoffe noch immer, dass der ganze Mist nicht wahr ist und seine Tochter Pola irgendwann gesteht, dass das alles eine große PR-Lüge für ihr Buch war – glaube aber nicht dran. Traurig. Neben Kinski gibt es einen weiteren Schauspieler, den ich sehr mag. Diejenigen, die mich etwas näher kennen, dürften kaum Schwierigkeiten haben zu erraten, welcher Schauspieler das sein könnte.

14. Ich habe einen Rückversicherungskomplex (so hat das mal jemand genannt, und ich mag dieses Wort): Wenn ich aus dem Haus gehe, in eine Bahn steige, aus einer Bahn aussteige, also irgendwo an einer Tür vorbeikomme, muss ich überprüfen, ob ich mein Handy, meine Schlüssel und meine Geldbörse immer noch bei mir habe.

15. Ich liebe alles, was mit Disney zu tun hat.

16. Ich mache gern Komplimente und meine diese immer ernst. Und ich freue mich darüber, wenn man sich über meine Komplimente freut.

17. Ich bin HSV-Fan und habe Titelgewinne meiner Lieblingsmannschaft tatsächlich bewusst erlebt!

18. Ich besitze ein paar Fußballschuhe von Dennis Aogo, die mir 1a passen und die ich hin und wieder zum Buffen anziehe.

19. Mein Lieblingssatzzeichen ist das Interrobang.

20. Eines dieser Dinge, vielleicht auch nur ein Teil eines Dinges, ist erstunken und erlogen.

20 Dinge über mich?

Ihr kennt die gute Tradition des Blogstöckchens und des Werfens desselbigen. Ich hatte immer Zweifel, ob ich diese von vielen Seiten geworfenen Stöckchen wirklich auffangen soll. Derzeit geistert ein ganz besonderes umher, nämlich die „20 Dinge über mich“.

Ich mag es, wenn mir bekannte Twitterer und Blogger und Menschen ein paar seit vielen Jahren gut gehütete Geheimnisse preisgeben und/oder einfach nur Döntjes aus der heutigen Zeit erzählen. Mike hat ebenso Interessantes geschrieben wie Sarah, Heinz, Marco oder Tim und nochmals Tim. Erstaunlicherweise erkenne ich sehr häufig Parallelen zu mir.

Nun habe ich mich entschieden, auch mal eine solche Liste anzufertigen. Sie ist aus bestimmten Gründen etwas kürzer geworden als die Listen der oben erwähnten. Bitte sehr:

1. Ich liebe diese Listen, wie sie gerade wieder zuhauf in den Weiten des Internets zu finden sind. Und gern würde ich auch eine solche Liste über mich erstellen. Aber ich finde mich nicht halbwegs so interessant wie die Personen, deren Listen ich gelesen habe, und ich befürchte, andere würden genauso über mich denken. Deshalb lasse ich es sein.

Ob wohl irgendjemand dieses Stöckchen aufnimmt?