Tah.

Beim HSV scheint sich in Sachen Transfers und Kaderplanung endlich etwas zu bewegen. Leider ganz anders, als ich es mir erhofft habe. Jonathan Tah, so heißt es, möchte zu Bayer Leverkusen wechseln. So bitter dies auch ist: Alle Seiten würden profitieren, insofern hoffe ich, dass der Wechsel möglichst schnell vollzogen wird.

Der HSV verliert ein Talent. Jonathan Tah ist 19 Jahre alt. Er hat uns, als er in der Saison 2014/15 mehrfach eingesetzt wurde, Hoffnung gemacht. Hoffnung darauf, dass die Abwehr zukünftig weniger wackeln wird. Und Hoffnung darauf, dass der HSV eben doch imstande ist, Spieler aus der eigenen Jugend hochziehen zu können – eine Qualität, die dem Verein lange Zeit abging. Als ich ihn haben spielen sehen, habe ich mich auf die Zukunft mit ihm gefreut und dachte kurzfristig daran, mir ein Trikot mit seinem Namenszug zu kaufen. Daran änderten auch diverse Fehler, die zu Gegentoren führten, nichts. Junge Leute müssen Fehler machen dürfen. Auf die Umstände, die zu der Ausleihe nach Düsseldorf führten, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Wohl aber auf seine dortigen Leistungen. Die sollen erst den Erwartungen entsprechend, dann aber höchstens noch solide gewesen sein. Fernab aller mir unbekannten Dinge, die in seinem Umfeld passieren und mit denen er, der 19-Jährige, sich womöglich zu sehr beschäftigt, um seine gewohnten Qualitäten abrufen zu können, bleibt zu konstatieren, dass Stand heute niemand sagen kann, ob und in welchem Maße der Spieler Tah sich weiter entwickeln kann.

Leverkusen macht da weiter, wo es vor ein paar Jahren angefangen hat: Junge Spieler mit großem Potenzial vom HSV loszueisen. Damit das nicht falsch verstanden wird: Leverkusen hat das Recht dazu und darf das, und zu solchen Deals gehören immer mehrere Parteien. Sagt der HSV nein, wechselt der Spieler nicht. Sagt der Spieler nein, wechselt er auch nicht. Und da auch bei den Transfers von Heung-Min Son, Hakan Calhanoglu und Levin Öztunali alle Parteien ja gesagt haben, sollte sich niemand über auch nur einen dieser Deals als solchen beschweren. Bayer Leverkusen wildert im übrigen auch nicht bewusst beim HSV, um uns zu ärgern. Die Scoutingabteilung und Entscheider prüfen, welche Spieler den Verein weiterbringen. Dass dies in der jüngsten Vergangenheit Spieler des HSV betroffen hat, ist Zufall. (Ich glaube übrigens nicht, dass die Zwote vom FC Chelsea vor ein paar Jahren über uns gemosert hat, weil wir bei denen „gewildert“ haben.)

Jonathan Tah ist ein Hamburger Jung. Aber: Er ist auch Fußballprofi. Und warum sollte er in Hamburg bleiben, nur weil er hier geboren wurde und seine ersten Erfahrungen hier gemacht hat? Bei einem Verein, der ihn zwar mit einem guten Vertrag ausgestattet hat, dem – was man so liest und hört – die Personalie Tah in der Zeit, in der sich der Junge in Düsseldorf aufhielt, aber auch ziemlich egal gewesen sein soll? Welche Gründe sollten aus seiner Sicht ausschlaggebend sein, dass Tah lieber beim HSV bleibt, statt „den nächsten Schritt“ bei einem Verein zu machen, der international spielt, bei dem junge Spieler nicht weggeschoben, sondern eingesetzt werden und der zudem fürstlich zahlt?

Der HSV ist ein Ausbildungsverein. Dafür hat er in den vergangenen Jahren einiges getan. Insofern täte er gut daran, Jonathan Tah gehen zu lassen und dafür eine Summe X zu kassieren. Das Geld kann man sehr gut gebrauchen und ist derzeit wichtiger als das starre Festhalten an einem Talent, von dem man sich – siehe oben – nicht sicher sein kann, wie es sich entwickelt. Und wenn man ehrlich ist: Ein Ersatz wäre schnell gefunden, verhandelte man mit Boban Rajkovic einfach einen neuen Vertrag aus.

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In dieser Liga haben wir nichts verloren.

Zur aktuellen Lage des HSV diesmal nur ein kurzer Kommentar:

Wer erwartet hat, dass unter dem neuen „Trainer“ Peter Knäbel alles besser wird – tut mir leid – dem schreibe ich jegliches Fußballwissen ab, und sei es „nur“ das Fußballwissen eines Fans.

Es war abzusehen, dass sich der HSV in Leverkusen abschlachten lässt. Dass er nicht in der Lage ist, den Abstiegskampf anzunehmen – so bitter es ist nach der Horrorsaison 2013/14 und nach den bisher absolvierten Spielen der laufenden Saison ist. Dass er spätestens nach dem ersten Gegentor einbricht. Kurzum: Dass er einmal mehr entäuscht.

Der Trainer Knäbel hat schon jetzt auf ganzer Linie versagt. Er hat die Chance verpasst, etwas Neues auszuprobieren. Versprach er bei Amtsantritt noch vollmundig, „den Weg Joe Zinnbauers konsequent fortzuführen“, blieb davon spätestens bei Bekanntgabe der Startaufstellung gegen Bayer nichts mehr übrig. Junge Spieler wie Götz, Marcos, Gouaida: Fehlanzeige, sie standen nicht mal im Kader. Immerhin: Bei der Taktik blieb Knäbel konsequent – er ließ dasselbe System spielen, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren schon nicht funktioniert hat. Doppelsechs, „kreatives“ dreiköpfiges, offensives Mittelfeld, eine Spitze. Wäre jetzt nicht mal die Gelegenheit gewesen, etwas Neues auszuprobieren? Und wenn nicht jetzt: wann dann? (Jetzt bitte nicht an Handball denken…) Das ist alles in allem so enttäuschend wie vorhersehbar.

Ich habe mich auch in der vergangenen Saison frühzeitig auf einen Abstieg festgelegt und war später im Unrecht. Insofern kann das diesmal auch passieren, klar. Aber ganz ehrlich: Dieser HSV ist in dieser Spielzeit nicht nur viel zu schwach, um die Klasse zu halten, er hätte es auch nicht verdient. Ich weiß, dass wieder einige denken (und sogar schreiben) werden: Wie kann man denn nicht bis zuletzt an seine Mannschaft glauben? Ganz einfach: Ich bin Realist. Und ich weiß, dass die Chance, dass eine derart leblose, ungefährliche und desinteressiert wirkende Interessengemeinschaft (ich finde das Wort „Mannschaft“ in diesem Zusammenhang unpassend) die Klasse hält, geringer ist als ein Sechser im Lotto. Ich sehe trotz des derzeitigen Tabellenstandes keine zwei Teams, die noch schwächer sind als mein HSV, so leid es mir tut. Natürlich ändert das nichts daran, dass ich weiter Fan dieser Truppe bin. Warum sollte es? Aber die Fakten sprechen nunmal für sich, und die lauten: Der HSV bricht in dieser Saison so ziemlich jeden Negativrekord und befindet sich in einer tiefen Krise, aus der ich ihm Stand jetzt nicht zutraue herauszufinden.

Ich kann mich zwar noch nicht recht mit dem Gedanken anfreunden, dass der HSV in der Saison 2015/16 nur noch in der Zweiten Liga spielt, aber das wird schon noch. Es ändert sich ja nicht so viel: Gegen München, Frankfurt und Berlin spielen wir weiterhin. Hinzu kommen Duelle gegen Traditionsclubs wie Fortuna Düsseldorf, VfL Bochum, 1. FC Nürnberg. Und wir haben eventuell auch die Chance, eine gewisse Schmach von 2011 auszumerzen. Es ist also nicht alles schlecht.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
25 Nürnberg (H) 2:1 (3 Punkte) Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte)
26 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) Hertha BSC (H) 0:1 (0 Punkte)
27 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) Leverkusen (A) 0:4 (0 Punkte)
Gesamt 42:56 (24 Punkte) 16:41 (25 Punkte)

 

Vergleich: Der HSV steht aktuell 1 Punkt besser und elf Tore schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 16

Veränderung: Der HSV steht aktuell keinen Platz besser oder schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

 

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
25 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
26 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
27 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) 0:4 (0 Punkte)
Gesamt 47:63 (26 Punkte) 16:41 (25 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 1 Punkt und 6 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Der HSV gegen Leverkusen

Wenn man aus einer Partie, die so geführt wurde, wie das Spiel HSV gegen Leverkusen eben geführt wurde, als Sieger hervorgeht, dann sagt man wohl so etwas wie: „Das war mal eine kampfbetonte Partie“ oder eventuell auch „So macht Fußball Spaß“. Bayer-Trainer Roger Schmidt und -Sportdirektor Rudi Völler hatten andere Worte gefunden. „Am Ende der ersten Hälfte war es mehr Treibjagd als Fußball. Wie Hamburg hier spielen wollte, war von der ersten Sekunde an klar zu sehen. In den ersten fünf Minuten waren schon Fouls dabei, die überaus aggressiv waren, die durchgewunken wurden“, sagte Schmidt. „Von der ersten Minute war das nicht nur ein Spießrutenlaufen für Hakan, der Schiri hätte uns besser schützen müssen“, erzürnte sich Völler.

Abgesehen davon, dass ich Schmidt bezüglich seiner Aussage, dass von der ersten Sekunde an klar zu sehen war, wie der HSV hier spielen wollte (nämlich so, dass die Punkte in Hamburg bleiben und einem Abstiegskandidaten entsprechend eher kampfbetont als mit spielerischen Mitteln zum Ziel kommen wollend – was erwartet der Herr denn?) zustimme, bin ich persönlich anderer Meinung, nämlich der, dass es weniger eine Treibjagd als eine von beiden Seiten kompromisslos geführte Partie gewesen ist. Und was Rudi Völler angeht: Diesen Menschen verstehe ich schon längst nicht mehr. Rudi war früher ein Vorbild, ein Idol, einer, wegen dem man als Kind abends heimlich aus dem Zimmer geschlichen ist und durch einen Türspalt hindurch und unbemerkt von den Eltern ein paar Minuten Deutschland geguckt hat. Eben, weil Rudi mitgespielt hat. Heute kann ich mich für diesen Mann nur noch fremdschämen. Wenn ich höre, dass „der Schiri uns besser schützen müsste“, frage ich mich wo er hingesehen hat, als Toprak Lasogga in den Rücken gesprungen ist, als Spahic in die Knöchel diverser HSV-Spieler sprang. Oder war es umgekehrt? Und ganz nebenbei: Wer einen Mann wie Donati in seinen Reihen hat, der mehrere Sekunden nach dem Schiedsrichterpfiff wie ein wildgewordener Ochse einen Gegner umpflügt, sollte sich nicht über harte Gangarten beschweren, sondern zunächst einmal sein eigenes Treiben hinterfragen. Das aber wiederum ist nun wirklich keine Eigenschaft, die man Rudi Völler zuschreiben kann. Schön insofern, dass er sich nicht verbiegt und sich stattdessen treu bleibt.

Darüber hinaus müssen sich Schmidt und Völler fragen, welchen Anteil ihr Verein an einer eventuell vergifteten Atmosphäre auf den Rängen und womöglich auch auf dem Feld hat. Als Stichworte werfe ich da mal das gesamte Gebahren bei den Transfers von Levin Öztunali und Hakan Calhanoglu in den Raum (wobei nahezu jeder HSVer betont hat, dass es kein „Rache wegen Calhanoglu“-Spiel war, sondern einzig darum ging, drei Punkte in Hamburg zu behalten, es Spielern und Trainer also vollkommen egal war, ob der Gegner nun Leverkusen oder Klein-Kleckersdorf hieß).

Leverkusen hat verloren, weil das gesamte Team an diesem Tag keine Eier in der Hose hatte. Weil es den Kampf nicht angenommen hat, wie es einer Spitzenmannschaft würdig gewesen wäre. Und weil beim HSV Einstellung und Tagesform passten – ein seltenes Gut in dieser Saison.

Natürlich gibt es auch etwas, was mir beim HSV nicht gefiel. Hier muss und möchte ich Josef Zinnbauer nennen, der nach der Rudelbildung vor Ende der ersten Spielhälfte wie ein HB-Männchen herumsprang und in Richtung Roger Schmidt krakeelte. Zwar bin ich sicher, dass er allen Grund dazu gehabt hat, dennoch sollte er in einer solchen Situation – auch als Vorbild und Wegweiser für seine Spieler – seine Nerven besser im Griff haben, Emotionen hin oder her. Mit Aktionen wie solchen bringt er den HSV kein Stück weiter, noch wirkt er in irgendeiner Weise deeskalierend. Ein schlechter Schiedsrichter hätte ihn womöglich auf die Tribüne gesetzt, worüber sich Zinnbauer nicht hätte beschweren dürfen. Doch das war im Grunde alles, was mich störte. Und sowieso überwog die Freude darüber, dass Zinnbauer seine Mannschaft wieder saustark eingestellt hat und die richtige Taktik gewählt hat. Wenn sogar Spieler wie Marcell Jansen dahin gehen, wo es wehtut (und das letztlich zum Erfolg führt), hat er schon mehr geschafft als viele seiner Vorgänger. Das schwache Spiel bei der Hertha scheint doch nur ein Ausrutscher gewesen zu sein.

Gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen – drei Teams, die sicher zu den sechs besten der Liga zählen – haben wir sieben Punkte geholt und sind dabei ohne Gegentor geblieben. Das ist Fakt und etwas, worauf sich aufbauen lässt. Jetzt gilt es, sich etwas gegen spielschwächere und auf Konter lauernde Teams einfallen zu lassen. Gelingt das, und eventuell sogar bald, könnte ich mir vorstellen, dass wir die Klasse in dieser Saison nicht erst im Rückspiel der Relegation halten werden.

 

Sp.    Gegner 2013/14          Ergebnis                   Gegner 2014/15         Ergebnis

1        Schalke 04 (A)             3:3 (1 Punkt)            1. FC Köln (A)             0:0 (1 Punkt)
2        Hoffenheim (H)          1:5 (0 Punkte)          SC Paderborn (H)      0:3 (0 Punkte)
3        Hertha BSC (A)           0:1 (0 Punkte)          Hannover 96 (A)        0:2 (0 Punkte)
4        Braunschweig (H)      4:0 (3 Punkte)          FC Bayern (H)            0:0 (1 Punkt)
5        Dortmund (A)             2:6 (0 Punkte)          M’gladbach (A)          0:1 (o Punkte)
6        Bremen (H)                  0:2 (0 Punkte)          Frankfurt (H)             1:2 (0 Punkte)
7        Frankfurt (A)               2:2 (1 Punkt)           Dortmund (A)             1:0 (3 Punkte)
8        Nürnberg (A)               5:0 (3 Punkte)         Hoffenheim (H)          1:1 (1 Punkt)
9        Stuttgart (H)                3:3 (1 Punkt)           Berlin (A)                     0:3 (0 Punkte)
10      Freiburg (A)                 3:0 (3 Punkte)        Leverkusen (H)           1:0 (3 Punkte)

————————————————————————————————————————————

10                                           23:22 (12 Punkte)                                            4:12 (9 Punkte)

 

Vergleich: Der HSV steht aktuell 3 Punkte und neun Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 12
2014/15: 14

Veränderung: zwei Plätze schlechter

 

Sp.    Mannschaft                                2013/14                    2014/15

1         Nürnberg/Köln* (A)                      5:0 (3 Punkte)           0:0 (1 Punkt)
2         Braunschweig/Paderb.* (H)       4:0 (3 Punkte)           0:3 (0 Punkte)
3         Hannover 96 (A)                            1:2 (0 Punkte)            0:2 (0 Punkte)
4         FC Bayern (H)                                 1:4 (0 Punkte)            0:0 (1 Punkt)
5         M’gladbach (A)                               1:3 (0 Punkte)            0:1 (0 Punkte)
6         Frankfurt (H)                                  1:1 (1 Punkt)              1:2 (0 Punkte)
7         Dortmund (A)                                 2:6 (0 Punkte)            1:0 (3 Punkte)
8         Hoffenheim (H)                              1:5 (0 Punkte)            1:1 (1 Punkt)
9         Berlin (A)                                         0:1 (0 Punkte)            0:3 (0 Punkte)
10       Leverkusen (H)                              2:1 (3 Punkte)             1:0 (3 Punkte)

————————————————————————————————————————-

10                                                              17:23 (10 Punkte)          4:12 (9 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht aktuell 1 Punkt und 2 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

 

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Meine kleine Bundesligavorschau: Bayer Leverkusen

Nein, Bayer Leverkusen gehört nicht zu meinen Lieblingsmannschaften in der Bundesliga. Eine Zeit lang fand ich den Klub mal ganz knorke, es muss Ende der 80er Jahre gewesen sein, als Tita und Konsorten dort spielten und Calli noch nicht platzte. Eventuell auch, als Christoph Daum dort Trainer war undbevor er so wurde, wie er ist. Ach, und apropos Veränderung: Früher war Rudi Völler für mich ein echter Sympathmann; als Spieler eh, als Teamchef der Nationalmannschaft zunächst auch. In Leverkusen (was nicht bedeuten muss, dass der Klub etwas damit zu tun hat) muss irgendetwas mit ihm passiert sein. Inzwischen halte ich Rudi Völler für einen unsympathischen, ewig nörgelnden Fatzke. Was das mit meiner Bundesligavorschau zu tun hat? Nichts. Ich wollte es nur loswerden. :-)

Leverkusen also. 2013/14 ist der Werksklub Vierter geworden, in der kommenden Saison reicht es meines Erachtens nur noch für die Europa League. Das liegt nicht etwa am neuen Trainer. Ich halte Roger Schmidt für einen ausgezeichneten Fachmann, dem ich durchaus zutraue, auch mit Stars umgehen zu können. Schmidt holte eine Menge aus dem SC Paderborn heraus und bewies seine Klasse auch beim FC Salzburg. In seinen beiden Jahren in Österreich brach er Rekorde mit den Roten Bullen.

Nein, das Umfeld ist schuld am „Absturz“. Scoutingpapst Michael Reschke durfte zu den Bayern gehen, stattdessen bleibt Geschäftsführer Schade – ein Insider hat ihn mir gegenüber kürzlich als dumm, eitel und ahnungslos bezeichnet, was ich mal so stehen lassen möchte. Das ist schlecht für Leverkusen. Die Führungsetage ist deutlich geschwächt, und was das bedeuten kann, weiß niemand besser als ein HSV-Fan. Klar wird es die Leverkusener nicht dahin führen, wo der HSV herumkrebst – dafür muss mehr, viel mehr passieren. Aber eben: nach unten.

Immerhin: Gut eingekauft haben die Leverkusener. Als Hamburger bedanke ich mich herzlich für 14 Millionen Euro für einen zwar sehr talentierten, aber doch sehr einfach gestrickten Spieler, der zudem kein wirklicher Teamplayer ist und darüberhinaus weiß, wie man sich Freunde schafft: Über sein Gebaren beim HSV möchte ich keine Worte mehr verlieren, doch auch nach dem Transfer zu Bayer äußerte sich Hakan Calhanoglu dahingehend, dass er „zwei, drei Jahre“ hier bleiben möchte – wie gesagt: kurz nach seiner Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag. Viel Spaß, Bayer. Die Transfers von Josip Drmic (vom 1. FC Nürnberg) und Wendell (Gremio Porto Alegre) finde ich allerdings stark. Darüberhinaus spielt Kyriakos Papadopoulos leihweise für ein Jahr bei Bayer. Auch stark.

Die Abgänge dürften zu verschmerzen sein: Emre Can konnte sich aus der Ferne betrachtet nie als der starke Zugang präsentieren, als den man ihn eingeplant hat. Er geht für viele, viele Millionen zum FC Liverpool. Darüber hinaus gehen Sidney Sam (Schalke) und Jens Hegeler (Hertha BSC). Auch von diesen beiden Spielern hat man sich weit mehr versprochen.

Fazit: An den Transfers liegt es nicht, dass Leverkusen abrutscht. Ein Mix aus Bauchgefühl und Erfahrung als Fan eines Vereins, der seit Ewigkeiten führungsschwach ist (bzw. war), sagt mir, dass es zwei Plätze nach unten geht. Das ist ja aber immer noch viel mehr als andere Vereine schaffen werden. Also Kopf hoch, ihr Leverkusener. Sortiert Euch wieder in der Führungsetage, dann geht’s wieder weiter nach oben.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6. Bayer Leverkusen
7.
8.
9.   1. FSV Mainz 05
10.
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17.
18. SC Paderborn

Das glaubt Ihr nicht? Dann kommentiert meine kleine Vorschau gern und gebt mir Saures.

Bitte geh‘, Hakan

Er ist ein junger Mann, zweifellos talentiert und auf dem Weg, ein Star zu werden. Und am liebsten hätte ich gesehen, dass er noch ein paar Jahre beim HSV geblieben wäre. Nun aber wünsche ich mir nichts mehr, als dass Hakan Calhanoglu so schnell wie möglich den Verein verlässt.

Zumindest, wenn das so stimmt, was man seit kurzem auf http://www.transfermarkt.de lesen kann: „Ich möchte den HSV verlassen.

Calhanoglu, so heißt es, äußerte sich wie folgt: „Meine Perspektive für die kommende Saison sehe ich ganz klar bei Bayer Leverkusen.“ Und: „Ich bin mit großer Hoffnung hierhergekommen, aber ich habe sie verloren. Auch nach dem schlechten Start habe ich noch an das Potenzial geglaubt, aber es wurde immer schlimmer. Für mich als junger Spieler war das schwer wegzustecken.“

Wenn Du das wirklich so gesagt hast, lieber Hakan: Verschwinde.

Wir HSV-Fans hatten auch mal große Hoffnungen. Nämlich die, dass Du unseren Verein wieder in erfolgreichere Zeiten führen könntest. Platz zehn in der nächsten Saison wäre zum Beispiel ein solcher Erfolg.

Oder die, dass Deine Worte bei der Vertragsverlängerung neulich – wieviel Kohle hast Du Monat für Monat vom HSV kassiert? –  nicht nur dumme Lippenbekenntnisse („Ich gehe notfalls auch in die 2. Liga. Ich bin dem Verein dankbar und will ein Signal setzen.“) waren.

Bitte geh‘, Hakan, und werde in Leverkusen glücklich. Dort wirst Du allerdings sehen, dass Du einer von vielen bist. Wirst merken, wie hart eine Ersatzbank sein kann und Dich wundern, dass Dir plötzlich nicht mehr jeder zu Füßen liegt. Ich rate Dir, an Deiner Einstellung zu arbeiten. Sätze wie „Ich weiß nicht, ob ich (beim HSV) weiter so locker und leicht spielen könnte“, die Du angesichts der Tatsache, dass Du eventuell beim HSV bleiben musst, getätigt hast, kommen nirgends gut an. Nicht mal in Leverkusen.

Da Du ja so nett warst und Deinen Vertrag bis 2018 verlängert hast, dürfte uns Dein Wechsel ein paar Taler bringen. Dafür bin ich Dir dankbar. Ansonsten: Sieh‘ zu, dass Du Land gewinnst.

Ein wenig Hoffnung keimt auf

Mannomann, lieber HSV, was machst Du da bloß?

Da habe ich Dich nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison abgeschrieben. Schon wieder endgültig, obwohl ein kleiner Teil von mir das nicht wahrhaben wollte. Ich frug mich und die Leser dieses Blogs aber: Gegen wen sollst Du denn noch punkten, gar gewinnen?

Du hast eine schöne Antwort geliefert: Gegen Leverkusen, zum Beispiel. In einer unterhaltsamen Partie zumal, die viel vom dem bot, weshalb ich immer mal wieder ins Stadion pilgere. Ein frühes Tor durch einen Strahl von Hakan, ein dummes, wirklich saudummes Gegentor, an dem Rene Adler nicht ganz schuldlos ist. Überhaupt Adler: Wahnsinn, wie oft er zwischen Welt- und Kreisklasse hin- und herswitcht. Und das ganz häufig im selben Spiel. Ein Traumtor Heiko Westermanns. Heiko Westermanns! HEIKO WESTERMANNS! Das alles war so umwerfend. Und wichtig. Bei einer Niederlage wärest Du Tabellenletzter gewesen!

Einmal mehr betätigtest Du Dich als Trainer-Rasierer. Sami Hyypiä musste gehen. Und wenn es ganz schräg läuft, könnte es am nächsten Wochenende wieder so weit sein: Tayfun Korkut steht bei Hannover 96 in der Kritik. Man stelle sich vor, Du, lieber HSV, gewönnest nun gegen den kleinen HSV. Er, der Trainer, wäre wohl weg, und Du stündest sogar vor Hannover. So schräg ist der Abstiegskampf der Bundesliga.

Schwer wird es aber: Milan Badelj fällt verletzt aus. Und auch, wenn die Kollegen schreiben, dass Pierre-Michel Lasogga am Wochenende fit ist: Glauben möchte ich es zwar gern, tue es aber noch nicht. Wie auch immer: Neulich schrieb ich, dass, um punkten zu können, möglichst niemand aus der Reihe Badelj, Calhanoglu, van der Vaart und Lasogga fehlen sollte. Nun fehlt wieder mindestens einer.

Zeig‘ mir, HSV, dass es trotzdem geht. Strafe mich Lügen. Gern lasse ich mit dem Finger auf mich zeigen: „Er war derjenige, der nicht mehr an den HSV geglaubt hat.“

Ein wenig Hoffnung keimt auf.

 

Saison 12/13:

1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)
13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf (A) 0:2, 17 Punkte (-4)
14. Spieltag: FC Schalke 04 (H) 3:1, 20 Punkte (-2)
15. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 21 Punkte (-2)
16. Spieltag: 1899 Hoffenheim (H) 2:0, 24 Punkte (0)
17. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 0:3, 24 Punkte (-3)
18. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 1:1, 25 Punkte (-3)
19. Spieltag: Bremen (H) 3:2, 28 Punkte (-2)
20. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 0:2, 28 Punkte (-4)
21. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 4:1, 31 Punkte (-1)
22. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (H) 1:0, 34 Punkte (0)
23. Spieltag: Hannover 96 (A), 1:5, 34 Punkte (-4)
24. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth (H) 1:1, 35 Punkte (-4)
25. Spieltag: VfB Stuttgart (A) 0:1, 38 Punkte (-3)
26. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 38 Punkte (-4)
27. Spieltag: FC Bayern (A) 9:2, 38 Punkte (-11)
28. Spieltag: SC Freiburg (H) 0:1, 38 Punkte (-12)
29. Spieltag: Mainz 05 (A) 2:1, 41 Punkte (-11)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A) 3:5, 12 Punkte (-3)
13. Spieltag: Hannover 96 (H) 3:1, 15 Punkte (-1)
14. Spieltag: VfL Wolfsburg (A) 1:1, 16 Punkte (-1)
15. Spieltag: FC Augsburg (H) 0:1, 16 Punkte (-2)
16. Spieltag: FC Bayern (A), 1:3, 16 Punkte (-4)
17. Spieltag: FSV Mainz (H) 2:3, 16 Punkte (-5)
18. Spieltag: Schalke 04 (H) 0:3, 16 Punkte (-8)
19. Spieltag: 1899 Hoffenheim (A) 0:3, 16 Punkte (-11)
20. Spieltag: Hertha BSC (H) 0:3, 16 Punkte (-14)
21. Spieltag: Eintracht Braunschweig (A) 2:4, 16 Punkte (-16)
22. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:0, 19 Punkte (-13)
23. Spieltag: Heiner Bremer (A) 0:1, 19 Punkte (-14)
24. Spieltag: Eintracht Frankfurt (H) 1:1, 20 Punkte (-14)
25. Spieltag: 1. FC Nürnberg (H) 2:1, 23 Punkte (-13)
26. Spieltag: VfB Stuttgart (A) 0:1, 23 Punkte (-14)
27. Spieltag: SC Freiburg (H) 1:1, 24 Punkte (-14)
28. Spieltag: Bor. Mönchengladbach (A) 1:3, 24 Punkte (-16)
29. Spieltag: Bayer Leverkusen (H) 2:1, 27 Punkte (-15)

Veränderung: 14 Punkte schlechter (vier Tore schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 8
2013/14: 16

Veränderung: Acht Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 9:2
Hamburger SV – FSV Mainz 1:0
Hamburger SV – Schalke 04 3:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Greuther Fürth – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – Borussia Dortmund  3:2
Heiner Bremer – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 0:2
Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 0:1
VfB Stuttgart – Hamburger SV 0:1
Hamburger SV – SC Freiburg 0:1
Bor. Mönchengladbach – Hamburger SV 2:2
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 0:1

41 Punkte, 36:43 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – FC Augsburg 0:1
FC Bayern – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
Hamburger SV – Schalke 04 0:3
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 3:0
Hamburger SV – Hertha BSC* 0:3
Eintracht Braunschweig* – Hamburger SV 4:2
Hamburger SV – Borussia Dortmund 3:0
Heiner Bremer – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:1
Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 2:1
VfB Stuttgart – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – SC Freiburg 1:1
Bor. Mönchengladbach – Hamburger SV 3:1
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 2:1

27 Punkte, 45:60 Tore

Veränderung: 14 Punkte schlechter, acht Tore schlechter

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.

 

 

Ich habe etwas gesehen.

Neulich spielte unser HSV bei Bayer Leverkusen.

Ich habe eine Hamburger Mannschaft gesehen, die in punkto Laufbereitschaft bereit war, an ihre Grenzen und vielleicht auch ein bisschen darüber hinaus zu gehen. Ich habe gesehen, wie Marcell Jansen ein Hackentrick gelingt. Ich habe gesehen, welch‘ feines Auge Hakan Calhanoglu besitzt, und welche Abschlussqualitäten die Herren Beister und Lasogga haben. Insgesamt habe ich einen HSV gesehen, der sich nicht vor dem großen Favoriten Bayer Leverkusen – zumal in dessen Stadion – versteckte und den Schwanz einzog, sondern ihm Paroli zu bieten versuchte. Ich habe gesehen, dass fast ausnahmslos alle Hamburger Spieler versucht haben, Fehler (auch die der Mitspieler) auszubügeln. Und ich habe gesehen, dass Heiko Westermann ackerte und rackerte, obwohl er ein unschönes Rendezvous mit einem Pfosten hatte. Und obwohl er einen der schlechtesten Auftritte im Rautentrikot zeigte. Alles in allem habe ich eine HSV-Truppe gesehen, deren Spiel mich erfreut hat, die mich begeistert hat.

Und das mit dem Tore verhindern klappt auch irgendwann.

Saison 12/13:
1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)
5. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (A) 2:2, 4 Punkte (-3)
6. Spieltag: Hannover 96 (H) 1:0, 7 Punkte (-2)
7. Spieltag: Greuther Fürth (A) 1:0, 10 Punkte (-1)
8. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 0:1, 10 Punkte (-2)
9. Spieltag: FC Augsburg (A) 2:0, 13 Punkte (0)
10. Spieltag: Bayern München (H) 0:3, 13 Punkte (-3)
11. Spieltag: SC Freiburg (A) 0:0, 14 Punkte (-3)
12. Spieltag: Mainz 05 (H) 1:0, 17 Punkte (-2)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)
5. Spieltag: Borussia Dortmund (A) 2:6, 4 Punkte (-5)
6. Spieltag: Werder Bremen (H) 0:2, 4 Punkte (-7)
7. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A) 2:2, 5 Punkte (-7)
8. Spieltag: 1. FC Nürnberg (A) 5:0, 8 Punkte (-2)
9. Spieltag: VfB Stuttgart (H) 3:3, 9 Punkte (-2)
10. Spieltag: SC Freiburg (A) 3:0, 12 Punkte (1)
11. Spieltag: Bor. M’gladbach (H) 0:2, 12 Punkte (-1)
12. Spieltag: Bayer Leverkusen (A), 3:5, 12 Punkte (-3)

Veränderung: Fünf Punkte schlechter (ein Tor schlechter)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 9
2013/14: 14

Veränderung:
Fünf Plätze schlechter

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth* 1:1
Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4
Hamburger SV – Werder Bremen 3:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1
Hamburger SV – VfB Stuttgart 0:1
SC Freiburg – Hamburger SV 0:0
Hamburger SV – Bor. M’gladbach 1:0
Bayer Leverkusen– Hamburger SV 3:0
15 Punkte, 15:18 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
Borussia Dortmund – Hamburger SV 6:2
Hamburger SV – Werder Bremen 0:2
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 2:2
1. FC Nürnberg – Hamburger SV 0:5
Hamburger SV – VfB Stuttgart 3:3
SC Freiburg – Hamburger SV 0:3
Hamburger SV – Bor. Mönchengladbach 0:2
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 5:3
12 Punkte, 26:29 Tore

Veränderung:
Drei Punkte schlechter, gleichschlechtes Torverhältnis

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.