Bundesligaabschlusstabellentipp

Angestachelt von Ned Fuller, der hier vor kurzem seine wunderbare Bundesligasaisonvorschau veröffentlicht hat, möchte auch ich meine diesbezügliche Prognose zum Besten geben. Wobei das im Grunde Quatsch ist: Ich bin nicht angestachelt, sondern eher daran erinnert worden, dass es ja mal wieder an der Zeit für (m)einen Blick in die Glaskugel wäre. Also bitte nicht falsch verstehen, ich meine das durchaus positiv.

Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es hier bei mir eine kleine Veränderung. Habe ich seinerzeit noch ein Geduldspiel aus meiner Tabelle gemacht, in dem ich mich eher stückweise zu den Vereinen geäußert und diese dann in das Tableau eingeordnet hatte, haue ich diesmal alles komplett heraus. Das hat verschiedene Gründe, unter anderem den, dass ich nicht Jahr für Jahr dasselbe machen möchte (so wie der HSV). Oder dass ich bald in den Urlaub fahre. Oder, oder, oder.

Entscheidende Faktoren für die Einordnung der Klubs in die Tabelle sind übrigens wie immer meine subjektive Bewertung der aus meiner Sicht relevanten Zu- und Abgänge, gewisse Sym- und Antipathien und vor allem mein Bauchgefühl. Dieser Mix führt mich zu folgender Prognose:

1.) Bayern München
Ja, es ist langweilig, die Bayern auf Platz eins zu tippen. Nein, es ist nicht zu vermeiden. Denn sie werden nun mal Meister. Die zehn Punkte, die der FCB 2014/15 Vorsprung hatte, waren einzig und allein deshalb nur zehn Punkte, weil die Saison eben so lief, wie sie lief. Die Münchner haben ihren Erfolg, der auch daraus resultierte, dass sich die „Konkurrenten“ die Punkte gegenseitig wegnahmen, am Ende verwaltet, taten nur noch das Nötigste und manchmal sogar noch weniger. Drei Niederlagen in Folge wie an den Spieltagen 31 bis 33 wird es in dieser Saison nicht nochmal geben. Die Verluste sind bis auf den Bastian Schweinsteigers sportlich irrelevant. Und mit Douglas Costa und Arturo Vidal kommen jetzt auch keine ganz Schlechten an die Isar. Und sowieso wird Julian Green einschlagen wie eine Bombe.

2.) VfL Wolfsburg
Weil es niemand anderer tut, klopfe ich mir selbst auf die Schulter: Ich habe den VfL schon vor der vergangenen Saison als Vizemeister gesehen. Auch diesmal holt er Platz zwei. Was fast ein wenig ärgerlich ist, denn die Mannschaft ist sehr ausgewogen und homogen zusammengestellt worden, verfügt über einen qualitativ hochwertigen Kader und hat diesen mit Max Kruse noch einmal verstärkt. Abzüge in der Karma-Wertung gibt’s für die Personalie Xizhe Zhang (Gedächtnisprotokoll: „Nein, das ist kein Marketing-Gag, er soll uns sportlich weiterhelfen.“).

3.) Bayer Leverkusen
Mein Freund Frank möge es mir verzeihen: Ich bin kein großer Leverkusen-Fan. Das liegt aber nicht daran, dass uns der Klub regelmäßig die Spieler wegkauft, sondern einzig und allein am schwer zu ertragenden Rudi Völler. Sollte er jemals den Verein verlassen, habe ich Leverkusen wieder lieb. Versprochen, Frank. Aus sportlicher Sicht sage ich: Gute Arbeit. Admir Mehmedi, Jonathan Tah, Kyriakos Papadopoulos (jetzt fest) und André Ramalho halte ich für starke Einkäufe. Hinzu kommt Weltmeister Christoph Kramer. Es geht auch schlechter. Abgegeben hat Leverkusen unter anderem einen unzufriedenen Gonzalo Castro, Stefan Reinartz, der nur in 17 Spielen zum Einsatz kam, und Josip Drmic. Simon Rolfes hat seine Karriere beendet. Die Qualität wurde enorm verbessert, weshalb ich Bayer auch die direkte Champions-League-Qualifikation zutraue.

4.) Borussia Mönchengladbach
Gladbach ist Gladbach: Lieb, freundlich, stört mich nicht. Dort wird hart und exzellent gearbeitet. Ich habe das Gefühl, dass Neuzugang Josip Drmic sehr gut ins System passt. Königstransfer für mich ist Lars Stindl, der in Hannover überragend gespielt und sich diesen persönlichen Aufstieg verdient hat.

5.) Borussia Dortmund
Dortmund wird besser abschneiden als in der vergangenen Saison und am Ende sogar vor Schalke landen. Trotz Tuchel, den ich für überschätzt halte. Oder sage ich es so: Er hat noch nicht bewiesen, dass er der Trainer ist, den viele in ihm sehen wollen. Und nein, meine Meinung habe ich nicht deshalb, weil es mit dem HSV nicht geklappt hat. Dass Dortmund am Ende auf Rang fünf einlaufen wird, liegt zum einen daran, dass es „gewarnt“ ist und dort niemand mehr glauben wird, dass es irgendwann von selbst laufen wird, stimmen die Ergebnisse mal nicht. Und zum anderen daran, dass es durch die Abgänge nicht an Qualität eingebüßt hat. Ich bin gespannt, ob sich Jonas Hofmann endlich durchsetzen kann.

6.) Schalke 04
Die Gelsenkirchener machen mir in diesem Transfersommer besonders Spaß. Felipe Santana und seine Schussverletzung an der Hand, der verlorene Sohn Sidney Sam, der kommende Weltstar Thilo Kehrer – dagegen läuft beim HSV alles in geordneten Bahnen ab. Dann wird Sascha Riether verpflichtet, der mit seinen letzten drei Klubs abgestiegen ist. Wirklich gut ist der Kauf von Johannes Geis, der allerdings teuer war. Oh, und natürlich die Tatsache, dass Franco Di Santo nun nicht mehr in Bremen spielt. Ob André Breitenreiter der geeignete Trainer ist, wage ich zu bezweifeln. Immerhin: Er ist besser als sein Vorgänger, was aber wiederum kein Kunststück ist.

7.) 1. FC Köln
Dem Effzeh traue ich den größten Satz nach vorn zu. Das, was in Köln passiert, finde ich super. Sportdirektor Schmadtke tütet Transfers ein, ohne dass es jemand vorher mitbekommt. Und es sind nicht die schlechtesten. Leonardo Bittencourt kommt für wenig Geld aus Hannover, der meines Erachtens in Dortmund unterschätzte Milos Jojic bereichert das Mittelfeld, und wenn ein Anthony geht, kommt eben ein anderer. Dazu kommt Verteidiger Dominique Heintz aus Lautern – top. Genau wie Peter Stöger.

8.) 1899 Hoffenheim
Die TSG landet genau da, wo sie am Ende der Saison 2014/15 auch stand. Es ist halt schwer, einen Mann wie Roberto Firmino gleichwertig zu ersetzen. Aber: Markus Gisdol ist ein schlauer Mann. Ich nehme daher an, dass er diese Last auf mehrere Schultern verteilen wird. Einen 1:1-Ersatz hat er deshalb gar nicht erst holen lassen. Dafür den guten Jonathan Schmid aus Freiburg für die rechte Außenbahn, Fabian Schär und Pavel Kaderabek (für Andy „Kadera“ Beck, den es in die Türkei zog) für hinten. Mark Uth – auf den ich sehr gespannt bin – und der mir unbekannte, aber 2,2 Milioonen Euro teure Joelinton sollen vorn Anthony Modeste ersetzen, zudem erhält Kevin Volland eine noch offensivere Rolle. Kann alles hinhauen und für einen Sprung in der Tabelle sorgen. Muss aber nicht.

9.) VfB Stuttgart
Neben den Kölnern traue ich auch dem VfB einen Satz um fünf Plätze nach vorn zu – und damit habe ich hoffentlich die Meute der VfB-Fans ruhiggestellt, die mich vor einem Jahr lynchen wollten, als ich in ihrem Klub einen Absteiger sah. (So schlecht war das im Nachhinein gar nicht getippt, es fehlten ganze zwei Pünktchen.) Der VfB Stuttgart 2015/16 ist runderneuert. Auf der Torwartposition gab es zwei Wechsel. Folgerichtig, möchte ich meinen. Wenn ich sehe, dass sich Sven Ulreich lieber als Rentner betätigen möchte als im VfB-Tor zu stehen, ist ein Wechsel vonnöten. Und egal, ob zukünftig Tytom oder Langerak im Kasten steht: Stuttgarts Fans sehen einen motivierten Torwart. Auch auf dem Feld wurde kräftig ausgemistet: Haggui, Rausch, Sakai – weg. Romeu, Leitner, Sararer – weg. Tendenziell geht noch Antonio Rüdiger, wobei dessen Verletzunf für einen Verbleib spricht. Richten sollen es Exzweitligakicker Heise, Beinahezweitligakicker Rupp, der international erfahrene Insua sowie das 21-jährige, tschechische Talent Kliment. Das kann hinhauen, wenn sich auch alte Haudegen wie Martin Harnik oder Christian Gentner wieder auf ihre Qualitäten besinnen. Gut für Stuttgart: Alexandru Maxim wird wohl bleiben.

10.) FC Augsburg
Fünf Plätze nach unten geht es für den FC Augsburg. Begründen kann ich das leider nicht genau. Und wenn, dann vielleicht so: Ich glaube eben, dass die Belastung Europapokal dem Verein nicht gut tut und neun andere Teams mehr Punkte holen werden. In Augsburg wird toll gearbeitet, und als HSV-Fan bin ich neidisch darauf. Ich bin gespannt darauf, ob Piotr Trochowski seine Chance nutzt. Ich traue es Trainer Markus Weinzierl zu, auch Troche wieder hinzubekommen. Mögen alle die überrascht werden, die sich auch darüber gewundert hatten, warum Weinzierl sich Altintop antut. (Ich schließe mich da mit ein.)

11.) Hertha BSC
Ich wiederhole mich Jahr für Jahr gern: Ich finde Hertha BSC scheiße. Leider schafft es der Klub immer wieder, nicht abzusteigen. Diesmal wohl, weil man erkannt hat, dass Johnny Heitinga eben doch kein Heilsbringer ist. Und weil mit Vladimir Darida und Mitchell Weiser gute Männer fürs Mittelfeld kommen. Jedes weitere Wort über Berlin wäre zuviel.

12.) Werder Bremen
Fünf Jungs steigen aus der U23 auf. Viele Neulinge aus dem Unterbau gab es beim HSV in der vorigen Saison auch – mögen die Weseraner ähnliche Probleme bekommen. Allein: Ich glaube nicht dran. Ich befürchte, dass Anthony Ujah Davie Selke irgendwie ersetzen wird und Bremen auf einem gesicherten Mittelfeldplatz landet. Der Verlust Franco Di Santos allerdings kam unerwartet und könnte nachhaltig für Probleme sorgen. Aber im Zweifel wird es der Eishockeyfachmann richten.

13.) Hamburger SV
Tadaaaa! Nein, der HSV schafft das Triple nicht. Diesmal muss er deutlich kürzer um den Klassenerhalt bangen. Es wird schwer, und es wird jede Menge Mist über uns geschrieben werden (meistens wahrscheinlich wieder völlig zu Recht). Am Ende sind es aber wir, die lachen. Weil Schipplock und Lasogga jeweils die Zehn-Tore-Marke knacken und wir die Saison mit einem positiven Torverhältnis abschließen. Und mit Bruno Labbadia als Trainer.

14.) Mainz 05
Es wird schwer für Mainz. Der Wechsel Shinji Okazakis zu Leicester City und vor allem der Verkauf von Johannes Geis an Schalke 04 wiegen schwer. Für diese beiden überdurchschnittlichen Spieler wurden der Zweitligastürmer Florian Niederlechner und – tja, wer eigentlich? – verpflichtet. Fabian Frei, der vom FC Basel kam, soll wohl Geis‘ Rolle übernehmen. Ich bin skeptisch. Gespannt hingegen bin ich, ob Maxi Beister fit ist und wenn ja, ob er der Mannschaft weiterhelfen kann. Wenn die Mainzer immerhin Platz 14 erreichen, dann auch deshalb, weil andere Teams noch schlechter sind.

15.) Eintracht Frankfurt
Da isser wieder. Armin „Ich trainiere nie wieder einen Bundesligaklub“ Veh. Nach einem knappen Dreivierteljahr auf der heimiligen Couch hat er allen Ärger vergessen, den er damals in Frankfurt hatte und heuerte erneut bei den Hessen an. Der Eintracht stehen damit harte Zeiten bevor. Auch die Einkäufe helfen nicht wirklich, diesen Umstand zu verbessern: Königstransfer ist ein gewisser Luc Castaignos, der 2014/15 für Twente Enschede stürmte. Dazu wurde die Defensive mit Innenverteidiger David Abraham (Hoffenheim) und Stefan Reinartz (Leverkusen) solide verstärkt. Aber reicht das, zumal mit Jetzt-Ex-Keeper Kevin Trapp ein starker Schlussmann fehlt und auch Sturmtank Alex Meier nicht jünger und verletzungsunanfälliger wird? Ich wage es zu bezweifeln.

16.) Hannover 96
So bitter es ist: Ich glaube daran, dass Hannover 96 absteigen wird. Schon in der vergangenen Saison hatte ich das Gefühl, dass wenn die noch zwei Spieltage länger gedauert hätte, die 96er statt des HSV hätten in der Relegation spielen müssen. Michael Frontzeck gilt ja – warum auch immer – als unterschätzt. Ich finde dennoch, dass er nicht genug Qualität mitbringt, um einen Verein aus den unteren Tabellenregionen nach oben zu führen. Hinzu kommt, dass ich der Meinung bin, dass die die neuen Spieler die Abgänge nicht ansatzweise ersetzen können. Man verliert Joselu, Stindl und Bittencourt und holt dafür Erdinc, Klaus und Bech? Ok… Ein guter Einkauf ist Oliver Sorg. Aber ob ein neuer rechter Verteidiger die Probleme lösen kann, sei mal dahingestellt.

17.) FC Ingolstadt
Hallo Ingolstadt. Schau‘ Dich in aller Ruhe um und genieße die Saison. Du wirst nur ein Jahr hier bleiben. Wer Felgenralle keinen neuen Vertrag gibt, hat aus meiner Sicht eh‘ jegliche Sympathien verspielt. Nein, im Ernst: Ich kann Ingolstadt schwer einschätzen. Und genau das ist der Punkt. Der Verein ist mir, der ich zugegebenermaßen auch kein wirkliches Auge auf die Zweite Liga werfe, über weite Strecken nicht aufgefallen. Schlagzeilen wie „Ingolstadt mischt die Liga auf“ habe ich nicht registriert. Insofern habe ich es irgendwann überraschend zur Kenntnis genommen, dass der Tabellenführer der Zweiten Liga eben Ingolstadt ist. Aufsteiger haben es immer schwer, und ich freue ich für den FCI, sollte ich danebenliegen. Aber ich glaube, er hat es ganz schwer.

18.) Darmstadt 98
Für Darmstadt gilt dasselbe wie für Ingolstadt: Ich halte den Kader für zu schwach, um eine tragende Rolle in der Bundesliga zu spielen. Ich freue mich aus statistischen Gründen, die jeder HSV-Fan kennen dürfte, sehr darüber, dass Darmstadt in der Liga ist. Das war es dann aber auch schon. Um sich zu verstärken, wurden Vrancic, Caldirola, Rausch und Holland geholt. Tja. Ich wünsche den Lilien alles Gute.

 

Hier nochmal zum ausdrucken und Ins-Portemonnaie-stecken die kompakte Version:

1.) Bayern München
2.) VfL Wolfsburg
3.) Bayer Leverkusen
4.) Borussia Mönchengladbach
5.) Borussia Dortmund
6.) Schalke 04
7.) 1. FC Köln
8.) 1899 Hoffenheim
9.) VfB Stuttgart
10.) FC Augsburg
11.) Hertha BSC
12.) Werder Bremen
13.) Hamburger SV
14.) Mainz 05
15.) Eintracht Frankfurt
16.) Hannover 96
17.) FC Ingolstadt
18.) Darmstadt 98

 

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Der HSV-Kader (4)

Nichts ist älter als der Blogeintrag von gestern. Habe ich mich damals dazu hinreißen lassen, nach Tagen Pause mal wieder etwas über den HSV-Kader zu schreiben, war der Text schon Stunden nach Veröffentlichung hoffnungslos veraltet. Dank eines kleinen Austausches mit dem Übersteiger, der sich sicher freut, in einem HSV-Blog erwähnt zu werden, möchte ich zunächst erwähnen, dass ich im gestrigen Eintrag einen kleinen Zusatz zu Michael Gregoritsch eingebaut habe, den ich aber hier nochmal wiederhole: Möge er in den vergangenen Jahren charakterlich gereift sein. Und noch etwas: Gestern hatte ich Gregoritsch noch als Mittelfeldspieler eingestuft. Offiziell ist er aber wohl Stürmer.

Der eigentliche Grund meines erneuten Bloggens ist aber Sven Schipplock, der als nächster Neuzugang vorgestellt wurde. Was mich bei diesem Transfer über alle Maßen freut: Kein Experte hat ihn vorausgesehen, niemand hat etwas „gerochen“. Jüngst hatten alle Jörg Schmadtke völlig zu Recht dafür gelobt, dass er Leonardo Bittencourt ohne Nebengeräusche von Hannover zum 1. FC Köln lotste. Der Transfer Schipplocks zum HSV lief ganz ähnlich und ich zolle Sportdirektor Peter Knäbel meinen Respekt dafür. Das erste Pflichtspiel, das ich in der vergangenen Saison live gesehen habe – und hier gilt mein besonderer Dank dem werten Julian – war die DFB-Pokal-Erstrundenpartie USC Paloma vs. 1899 Hoffenheim, die 0:9 endete. Ich stand in der Gästekurve, musste aus nächster Nähe teils widerliche Sprüche tumber und besoffener Paloma-Fans auch über mich ergehen lassen und sah, wie Schipplock fünf Tore schoss. Zwar haben fünf gegen einen Amateurklub erzielte Treffer nur bedingt Aussagekraft hinsichtlich der Qualität eines Stürmers. In diesem Fall habe ich mich aber für den Spieler mitgefreut, galt er doch – zumindest habe ich dies stets so empfunden – in seiner Hoffenheimer Zeit nie als gesetzter Stürmer. Hier schoss er sich nun einen eventuellen Frust von der Seele und legte die Basis für seinen ersten persönlichen Titel: Mit insgesamt sechs Treffern im Wettbewerb wurde er (gemeinsam mit Stefan Kießling von Bayer Leverkusen) Torschützenkönig des Wettbewerbs. Rückblickend viel wichtiger für mich: Ab da hatte ich – wenn man so will – ein besonderes Auge auf Schipplock, fragte mich hier und da, ob er nicht öfter hätte spielen können, zumal mich die Leistungen seiner Konkurrenten nicht immer vom Hocker rissen. Nun ist Sven Schipplock hier, und darüber freue ich mich. Ich weiß nicht, ob er nun die neue Nummer eins im Zentrum wird. Aber das Angriffsspiel des HSV wird variabler, Bruno Labadia hat mehr Möglichkeiten.

Wie geht es nun weiter? Ich finde: Bevor es weitere neue Spieler geben soll (und ich bin nicht mal der Meinung, dass diese unbedingt vonnöten sind), sollte der Kader verkleinert werden. Stand jetzt haben wir 33 Mann – das ist viel. Ich hoffe, dass beispielsweise Jacques Zoua und Artjoms Rudnevs neue Klubs finden. Nicht, dass ich irgendetwas gegen diese Spieler hätte. Ich glaube nur nicht mehr daran, dass sie Chancen auf Einsätze haben. Die Spieler Mickel, Hirzel, Götz, Marcos, Cigerci und Philipp Müller verstärken wohl eher die U23. Somit stehen wir am Ende noch immer bei 25 Akteuren für elf Plätze. Ein, zwei weitere Verkäufe außer den eben genannten wären aus meiner Sicht notwendig. Insofern bin ich gespannt, ob sich beispielsweise bei Petr Jiracek etwas tut.

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny, Tom Mickel, Andreas Hirzel

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Gojko Kacar, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic, Albin Ekdal

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Michael Gregoritsch, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas, Sven Schipplock

Der HSV-Kader (3)

Dass sich Torwart Tom Mickel einen Vertrag erkämpft hat, hatte ich beim letzten Mal schon in einem kleinen Nachtrag erwähnt. Hier aber nochmal: Herzlich willkommen zurück!

Auf derselben Position gab es außerdem einen weiteren Zugang, nämlich den Schweizer Andreas Hirzel. Dessen bisherige Vereinshistorie ist bemerkenswert: Hirzel ist 22 Jahre alt, hat im Herrenbereich aber bereits für neun verschiedene Klubs gespielt. Beziehungsweise: nicht immer gespielt. Nach acht Partien für das Team Aargau, laut Wikipedia einem „Zusammenschluss zur Talentförderung der drei Verein FC Aarau, FC Baden und FC Wohlen“, das in der fünften Liga angesiedelt war, wurde er, um Spielpraxis zu bekommen (Ein für Torhüter kein unbekanntes Leid: mangelnde Spielpraxis.), zum SC Zofingen verliehen. 2012 zu seinem Stammverein FC Aarau (nicht verwechseln mit Team Aargau) zurückgekehrt, verlieh ihn auch dieser ganze vier Mal, ehe sich Hirzel 2014 dem liechtensteinischen FC Vaduz anschloss – der ihn zwischenzeitlich wiederum an den FC Tuggen (3. Liga) auslieh. Ich hoffe, dass diese ganze Verleiherei ein Ende gefunden hat und Andreas Hirzel nun seine sportliche Heimat gefunden hat. Auch Dir sein ein herzlicher Willkommensgruß entgegengebracht, lieber Andreas.

Verabschieden müssen wir uns dagegen von Matti Steinmann. Der Mittelfeldspieler wird an den Drittligisten Chemnitzer FC verliehen. Aus dieser Personalie werde ich nicht ganz schlau. Natürlich werde ich sowieso nicht mehr schlau, aber was ich meine, ist: Der 20-jährige Steinmann spielt, seit er 14 Jahre alt ist, beim HSV, durchlief von der U15 bis zur U20 sämtliche DFB-Nationalmannschaften – und man kann einen solchen Mann dennoch nicht im Kader gebrauchen? Verdient er so viel Geld, dass man ihn nicht einfach behalten und ihm endlich eine faire Chance geben kann, sondern ihn verleihen muss, damit er woanders Spielpraxis sammeln soll? Die Spielpraxis kann er auch hier in der U23 bekommen – wenn man denn nach all den Jahren immer noch unsicher ist, ob er den Bundesligakader bereichert oder nicht. Oder andersrum: Wenn man ihm das tatsächlich noch nicht zutraut – was soll dann eine Leihe, und warum verkauft man ihn nicht gleich? Andere mögen anders denken, selbstverständlich. Tschüß, Matti, komm‘ bald wieder.

Endlich durch ist der Wechsel von Michael Gregoritsch vom VfL Bochum zu uns. Prima, dass es sich sämtliche Verantwortlichen nicht doch noch anders überlegt haben. Über die genauen Ablosemodalitäten herrscht noch Uneinigkeit, nichts Genaues weiß man nicht. Da muss ich mich erst noch informieren. Unabhängig davon: Ich heiße Michael herzlich willkommen und freue mich auf einen jungen, entwicklungsfähigen Linksfuß für die Offensive. (Zusatz, 23.7., nachmittags: Möge er in den vergangenen Jahren charakterlich gereift sein.)

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny, Tom Mickel, Andreas Hirzel

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Gojko Kacar, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Michael Gregoritsch, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic, Albin Ekdal

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas

Wenige Worte zum #fubacamp

Wer in seiner Twittertimeline auch nur einen Fußballbegeisterten hat, konnte es nicht überlesen: Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg das fubacamp statt. Das Event: eine Premiere im doppelten Sinn – weder gab es in Deutschland jemals zuvor ein reines Barcamp zum Thema Fußball, noch habe ich je ein Barcamp besucht.

 

Völlig vorurteilsfrei nahm ich also teil und darf sagen: Für mich hat es sich gelohnt.

 

Ich…

… hörte zu, wie ein Vogel aus dem Nähkästchen eines Bezahlsenders plauderte – ohne dabei freilich zu viel zu verraten.

… erfuhr, wie es geschehen kann, dass ein Gärtner Moderator einer Fußballshow wird.

… wurde von WerderFans in die Geheimnisse der Spielermarktwertberechnung einer einschlägigen Plattform eingeweiht.

… sah aus nächster Nähe, wie ein Bademantel-Fan in höflicher Form ein zukünftiges Weltunternehmen niederbügelte.

… lauschte dem Meister der Spielverlagerung, der mich binnen weniger Sekunden schlauer als Béla Réthy werden ließ.

… trug einen (denkbar geringen, aber immerhin) Anteil am Gelingen einer Livesession bei.

… fühlte mit einem von zu hohen Eintrittspreisen geplagtem Paderborner mit.

… sorgte dafür, dass Werder Bremen in der kommenden Saison keinen einstelligen Tabellenplatz erreicht.

 

Davor, dazwischen und danach gab es leckeres Essen, noch wochschmeckendere Getränke, jede Menge guter Gespräche mit tollen Menschen (Beispiele, die vorher nicht erwähnt wurden: a, aa, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k, l, m, n, o, p, q, r, s, t, u, v, w, x, y, und, ja, auch z. Und außerdem – sorry, das Alphabet zu wenige Buchstaben – 1, 2, 3, 4 und 5), kurzum: Mein Wochenende hätte nicht besser laufen können. Ermöglicht haben mir dieses Erlebnis Gerhard (der selbstverständlich auch schon in meiner Auflistung der tollen Menschen hätte Platz finden müssen) und seine Mitstreiter, aber auch die Sponsoren und Partner wie transfermarkt.de, meinsportradio.de, 1337mate, socialmediawall.me, die hochschule macromedia und wahrscheinlich noch so einige andere, die ich eventuell vergessen haben mag. Euch allen: Vielen Dank. Und: Bis zum nächsten Mal.

Der HSV-Kader (2)

Neulich hatte ich ja hier schon mal etwas zu den bis dato feststehenden Neuzugängen geschrieben.

Binnen weniger Tage hat sich unser Kader stark verändert. Valon Behrami hat sich dem FC Watford angeschlossen, Jonathan Tah wechselt zu Bayer Leverkusen. Natürlich schmerzt der Abgang Tahs. Wie ich diesen aber schlussendlich bewerte, lässt sich hier ablesen. Mit dem Verkauf dieser beiden Spieler, die zusammen 38 Spiele für den HSV bestritten haben, hat Sportdirektor Peter Knäbel ordentlich Platz im Kader geschaffen und – viel wichtiger – den Spieleretat immens entlastet. Nicht zuletzt dadurch konnten weitere Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ein gewisser Salifu Seidu, über den ich nichts, aber auch gar nichts sagen kann, ist da. Herzlich willkommen, lieber Salifu. Auf welcher Position spielst Du? (Kleiner Scherz, ich habe es aber nachsehen müssen.)

Für die wichtigere Personalie halte ich Albin Ekdal. Auch dieser Mann war mir bis vor ein paar Wochen unbekannt, das gebe ich gern zu. Und der einzige Albin, den ich vorher kannte, sprang Wasser. Aber ich habe mich informiert. Und nun weiß ich: Albin Ekdal sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern hatte aufgrund seiner Spielanlage schon im Jugendalter ein Angebot des FC Chelsea, das er aber ausschlug. Als 19-Jähriger konnte er der Verlockung Juventus Turin nicht widerstehen und verließ seine Heimat. Auch wenn er bei diesem Spitzenklub kein Fuß fasste: In den Folgejahren setzte er sich bei anderen Vereinen in der Serie A durch und wurde ein gestandener Profi, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist. Ekdal ist Schwede – für Hater und sonstige Beobachter ist das Grund genug, Vergleiche zu Marcus Berg zu ziehen, einem der größten Fehleinkäufe des HSV der vergangenen Jahre. Was soll ich davon halten? Vielleicht entgegne ich mit: Wir hatten auch schon mal deutsche Fehleinkäufe, viele sogar – und dennoch haben wir immer wieder deutsche Spieler verpflichtet, die einschlugen. So what?

So ganz offiziell ist der Wechsels Ekdals zum HSV nicht. Aber: Der Klub hat via Twitter mitgeteilt, dass der Spieler morgen zum Medizincheck erwartet wird. Das reicht mir erstmal, um auch ihn herzlich willkommen zu heißen.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht – ein paar Taler, um Michael Gregoritsch vom VfL Bochum loszueisen, hat der HSV ja nun noch in der Tasche.

*** Nachtrag: Am 16.7. hat Tom Mickel einen Einjahresvertrag unterschrieben. Schön, dass Du wieder da bist, Tom. ***

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny, Tom Mickel

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Gojko Kacar, Matti Steinmann, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic, Saifu Seidu, Albin Ekdal

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas

Der HSV-Kader

In der letzten Zeit ist es etwas stiller hier geworden, was der eine oder andere eventuell bemerkt hat. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Im Gegenteil: nichts wäre schlimmer, als Leser, die sich darüber ärgern, dass es nichts zu lesen gibt. Insofern: Schön, wenn niemand bemerkt hat, dass ich eine längere Zeit gar nicht gebloggt habe.

Aus HSV-Sicht betrachtet gab es auch längere Zeit gar nichts, über das man sich hätte auslassen können. Querelen und Analysen über Unfähigkeiten innerhalb des Vorstands können andere deutlich besser als ich, und auch die üblichen Tiraden über Geschäftsmodelle unseren maroden Klubs erspare ich mir. Wer tumbes Draufhauen haben möchte und hochnäsiges Gewäsch, der surfe und lese bitte woanders – man weiß ja, wo.

Seit ein paar Tagen gibt es einen Grund, warum ich hier wieder ein paar Worte loswerden möchte: unsere Neuzugänge. Auch wenn es den Anschein erwecken musste: Ich gehe nicht davon aus, dass unser Sportvorstand in den vorherigen Wochen Däumchen gedreht hat. Ich bin sicher, er hat hart gearbeitet und tut dies noch jetzt. Gab es in den Wochen zuvor keine Ergebnisse, wurde in den vergangenen Tagen ordentlich geliefert. Zumindest in der Quantität.

Um es vorweg zu nehmen: Die Spieler Ivo Ilicevic, Gojko Kacar, Kerem Demirbay, Jacques Zoua, Lewis Holtby, Ronny Marcos, Mohamed Gouaida und Jonathan Tah ordne ich aus verschiedenen Gründen nicht als Neuzugänge ein. Nein, hier geht es nur um die „richtig Neuen“, die zuvor noch nicht beim HSV spielten.

Erster Neuzugang war der Japaner Gotoku Sakai. Das war zwar ein sehr später, aber meines Erachtens guter Start. In seinem ersten Jahr beim VfB Stuttgart hat mir Sakai außerordentlich gut gefallen. Ich glaubte, einen gewissen Esprit und Spielverständnis ausgemacht zu haben. Danach zeigte seine Leistungskurve nach unten – Sakai konnte nie mehr an die Leistungen der ersten Saison anknüpfen. Und genau deshalb  freue ich mich so sehr über ihn: Am stärksten war er unter seinem zukünftigen Trainer Bruno Labbadia. Im Allgemeinen werde ich das Gefühl nicht los, als scheine Labbadia die Fähigkeit zu besitzen, aus gewissen Spielern mehr herausholen zu können als andere Trainer. Als jüngste Beispiele seien hier Ilicevic und Kacar genannt, die regelrecht unter ihm aufblühten. Ilicevic nicht zum ersten Mal – das „Duo“ funktionierte auch schon damals in der Regionalliga bei Darmstadt 98 und in der Zweiten Liga bei der SpVgg Greuther Fürth. Meine Hoffnung ist groß, dass auch Sakai unter Labbadia aufblüht. Sakai ist jung (24), spricht deutsch und ist beidfüßig und somit sowohl als Rechts- als auch als Linksverteidiger einsetzbar.

Weiter ging es mit Batuhan Altintas. Monate vor der offiziellen Verkündung des Transfers posaunter der erst 19-Jährige seinen Wechsel dzum HSV schon mal via Instagram heraus. Ein klassischer Fehlstart in meinen Augen. Und auch die Tatsache, dass sein ehemaliger Verein Bursaspor ihn ein Jahr lang hat auf der Tribüne versauern lassen, machte mir diese Personalie nicht eben schmackhafter. Aber: „Batu“, wie ich ihn nennen möchte, weil der kleine, niedlich Sohn meiner türkischen Nachbarsfamilie genauso heißt, entspringt einer Fußballerdynastie. Der Opa war Profi, der Papa war Profi, der Onkel war Profi. Er wird etwas auf dem Kasten haben. Ich lasse mich überraschen, wieviel.

Mit der Verpflichtung von Emir Spahic setzt der HSV gleich mehrere liebgewonnene Traditionen fort: Nicht nur, dass wie bereits in der vorigen Transferperiode ein „Balkankicker“ in den Mittdreißigern verpflichtet wurde, nein, es handelt sich auch noch um einen behramischen Charakterkopf. Zumindest in der Außendarstellung. Ich möchte Spahic nicht Unrecht tun und kenne ihn nicht persönlich, schon gar nicht näher – deshalb kann ich mir kein Urteil über Intellekt und Sympathiefaktor erlauben. Als Spieler vermittelte er mir den Eindruck eines Kompromisslosen, der lieber einmal zu viel als zu wenig den Ellbogen ausfährt; der zwar eine gute Spieleröffnung, aber seine Nerven nicht immer im Griff hat. Tja, und dann ist da noch die Sache mit dem Ordner. Ich bin nicht begeistert von diesem Transfer. Was für ein Zeichen ist es für beispielsweise Cleber Reis, wenn ein Platz in der Innenverteidigung eh durch den zukünftigen Kapitän (da lege ich mich mal fest) besetzt ist und Spahic von Labbadia als „wichtiger Bestandteil unserer Achse“ bezeichnet wird?

 

Der aktuelle HSV-Kader sieht wie folgt aus (fettgedruckt: die Elf, die ich im ersten Punktspiel erwarte):

Tor:
Rene Adler, Jaroslav Drobny

Abwehr:
Dennis Diekmeier, Ashton Götz, Jonathan Tah, Johan Djourou, Emir Spahic, Cleber Reis, Matthias Ostrzolek, Gotoku Sakai, Ronny Marcos, Gideon Jung

Mittelfeld:
Valon Behrami, Gojko Kacar, Matti Steinmann, Petr Jiracek, Marcelo Diaz, Kerem Demirbay, Tolgay Cigerci, Lewis Holtby, Zoltan Stieber, Mohamed Gouaida, Nicolai Müller, Ahmet Arslan, Ivo Ilicevic

Angriff:
Philipp Müller, Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs, Ivica Olic, Jacques Zoua, Batuhan Altintas