Es ist doch nur Fußball.

Mit den Menschen, und dazu zähle ich auch die durchaus besondere Gattung „Fußball-Fans“ und die weitaus besonderere Gattung „Twitterer“ und im ganz speziellen ihre Schnittmenge, ist es zuweilen so: Sie hören und lesen etwas und verstehen es. Und zwar so, wie sie es wollen.

Neulich war ich dankenswerterweise Gast in einem Fußballpodcast und sagte darin, angesprochen auf die nicht eben unprekäre Situation, in der sich der HSV gerade befindet: „Es ist doch nur Fußball.“

Was hatte ich damit nur angestellt? Fortan musste ich mir einige Dinge anhören. Nicht im Podcast, aber auf Twitter und anderen sozialen Medien. Unter anderem: Ich sei kein richtiger Fan (Wer mag das schon beurteilen? Oder, frei nach Herbert Grönemeyer: Wann ist ein Fan ein Fan?). Ich dürfe dann auch keine Emotionen zeigen (zum Beispiel zu twittern, dass ich ob eines bevorstehenden Relegationsspiels nervös sei.).

Es gibt diesen wunderbaren Satz, der besagt, dass es nicht reicht, Texte nur zu lesen – man müsse sie auch genau lesen. Gleiches gilt für mich für das gesprochene Wort: Man sollte es nicht nur hören, sondern eben auch genau hinhören. Und womöglich sogar darüber nachdenken, was derjenige denn damit gemeint haben könnte. Und im Zweifel: fragen.

Man kann mich dafür geißeln und mir jegliches Fantum absprechen, aber: Ich kann den Fußball nicht so nah an mich heranlassen, dass es mir seelische oder gar körperliche Schmerzen zufügt, wenn mein Verein verliert oder in Abstiegsnöte gerät. Und noch weniger werde ich deshalb anderen Menschen bewusst seelische oder körperliche Schmerzen zufügen. (Von den berühmten „Frotzeleien“ abgesehen, die selbstverständlich dazugehören.) Ich gehöre nicht zu der Gattung Fan, die nachts schlecht oder gar nicht schläft, weil es meiner Lieblingsmannschaft sportlich, finanziell oder sonstwie schlecht geht. Ich definiere mich auch nicht über meinen Verein und fühle mich nicht als ein besserer oder schlechterer Mensch als ein Fan eines anderen Vereins, nur weil mein Verein besser oder schlechter dasteht als seiner, oder weil mein Verein seinen zufällig gerade geschlagen hat.

Unabhängig davon ärgere ich mich über Niederlagen, freue ich mich über Siege und fiebere, bange und hoffe mit meinem Verein vor, während und nach Spielen mit. Weil ich Fußball-Fan bin, weil ich HSV-Fan bin. Nur offensichtlich einer der entspannten Sorte, für den es auch noch andere, weitaus wichtigere Dinge im Leben gibt.

Das meine ich mit „Es ist doch nur Fußball“.

 

 

Luft holen.

Als HSV-Fan ist man Kummer seit jeher gewohnt. Seit zwei Jahren gesellt sich zur außersportlichen Stümperhaftigkeit, die – man kann es Saison für Saison beobachten – ganz offensichtlich beliebig gesteigert werden kann, das, was auf dem Rasen gezeigt oder eben nicht gezeigt wird. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass viele Mannschaften uns links und rechts überholt haben – mit deutlich weniger finanziellem Aufwand.

Umso schöner ist es, wenn es, wie nun geschehen, zu einem versöhnlichen Saisonteilabschluss kommt. Ja, es ist peinlich, dass wir aus den Fehlern vergangener Zeiten nichts gelernt zu haben scheinen. Ja, fraglos hätten es andere Vereine durchaus mehr verdient, die Relegation spielen zu dürfen als der HSV – so behaupteten es viele. Und dennoch freue ich mich sehr darüber, dass wir noch immer die Chance haben, die Klasse zu halten.

Ich darf und möchte gestehen, dass ich lange Zeit nicht damit gerechnet habe, dass der HSV überhaupt noch mal die direkten Abstiegsränge verlassen würde. Dann kam Bruno Labbadia. Man kann über ihn sagen, was man will. Man muss ihn nicht mögen. Aber: Labbadia hat dem müden Haufen neues Leben eingehaucht, hat nach misslungenem Start in Bremen das Leistungsprinzip eingeführt und in der Folge auf die richtigen Pferde gesetzt. Bruno Labbadia hat bei seinem Amtsantritt gesagt, dass er in den letzten sechs Spielen zehn Punkte holen möchte. Das ist ihm gelungen, und dafür gebührt ihm höchster Respekt.

Die letzten drei dieser zehn Zähler holte der HSV gegen die einzige Bundesligamannschaft, die ich zurzeit noch sonderbarer finde als uns selbst: Schalke 04. Es ist Wahnsinn, welches Potenzial diese Truppe verschenkt und ich hoffe, das nie jemand aus der Führungsriege dieses Vereins zu uns stoßen wird. Doch um Schalke soll es hier nicht gehen. Ich bin der Meinung, dass der HSV an diesem Tag gegen fast alle Mannschaften aus der Bundesliga gewonnen hätte. Weil seine Spieler den Willen zeigten, Zweikämpfe anzunehmen und keinen Zentimeter Platzherrschaft abzugeben. Weil jeder für den anderen lief – weil der HSV sich als Mannschaft präsentierte. Als eine teils ungestüm wirkende und oft limitierte, aber als eine Mannschaft. Das fehlte so häufig.

Es war schön und traurig zugleich zu sehen, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Denn so sehr ich mich freute, dass mein HSV eine solch engagierte Leistung abgerufen hat: Tragisch ist, dass er es so oft nicht gezeigt hat.

Wir müssen also nachsitzen. Wieder. Im Gegensatz zur vergangenen Saison gehe ich aber deutlich entspannter in die Relegation. Weil der HSV vielleicht noch rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt hat. Und weil er – auch hier geht ein Dank an den Trainer – wieder einigermaßen torgefährlich geworden ist. 1,5 Tore erzielten wir im Schnitt pro Spiel unter Brunos Leitung. Das ist eine zufriedenstellende Quote. Und deshalb kann ich nach vielen bangen Wochen endlich einmal wieder: Luft holen.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
25 Nürnberg (H) 2:1 (3 Punkte) Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte)
26 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) Hertha BSC (H) 0:1 (0 Punkte)
27 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) Leverkusen (A) 0:4 (0 Punkte)
28 Gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) Wolfsburg (H) 0:2 (0 Punkte)
29 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte)
30 Hannover (A) 1:2 (0 Punkte) Augsburg (H) 3:2 (3 Punkte)
31 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) Mainz 05 (A) 2:1 (3 Punkte)
32 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt)
33 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) Stuttgart (A) 1:2 (0 Punkte)
34 Mainz 05 (A) 2:3 (0 Punkte) Schalke (H) 2:0 (3 Punkte)
Gesamt 51:75 (27 Punkte) 25:50 (35 Punkte)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 8 Punkte besser und 1 Tor schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 16

Veränderung: Der HSV steht auf dem selben Platz wie am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
25 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
26 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
27 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) 0:4 (0 Punkte)
28 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
29 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
30 Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) 3:2 (3 Punkte)
31 Mainz 05 (A) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
32 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) 1:1 (1 Punkt)
33 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) 1:2 (0 Punkte)
34 Schalke (H) 0:3 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
Gesamt 51:75 (27 Punkte) 25:50 (35 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 8 Punkte besser und 1 Tor schlechter da als in der vorigen Saison.

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Der HSV nach der völlig berechtigten Niederlage gegen Stuttgart.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
25 Nürnberg (H) 2:1 (3 Punkte) Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte)
26 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) Hertha BSC (H) 0:1 (0 Punkte)
27 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) Leverkusen (A) 0:4 (0 Punkte)
28 Gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) Wolfsburg (H) 0:2 (0 Punkte)
29 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte)
30 Hannover (A) 1:2 (0 Punkte) Augsburg (H) 3:2 (3 Punkte)
31 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) Mainz 05 (A) 2:1 (3 Punkte)
32 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt)
33 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) Stuttgart (A) 1:2 (0 Punkte)
Gesamt 49:72 (27 Punkte) 23:50 (32 Punkte)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 5 Punkte besser und 4 Tore schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 17

Veränderung: Der HSV steht aktuell zeinen Platz schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
25 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
26 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
27 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) 0:4 (0 Punkte)
28 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
29 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
30 Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) 3:2 (3 Punkte)
31 Mainz 05 (A) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
32 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) 1:1 (1 Punkt)
33 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) 1:2 (0 Punkte)
Gesamt 61:73 (27 Punkte) 23:50 (32 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 5 Punkte besser und 5 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Ein Punktgewinn, der keine Rolle spielt.

Es ist das alte Problem, dass jeder HSV-Fan kennt: Zu schnell sind unsere Lieblinge da unten auf dem Feld davon überzeugt, dass sich das Spiel schon von allein gewinnen wird – schließlich hat man ja (in diesem Falle) die vorangegangenen beiden Partien gewonnen, man ist also wieder wer. Und wer ist schon der SC Freiburg?

Der HSV hätte aufgrund der jüngsten Ergebnisse mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ins Spiel gehen können und sollen – leider habe ich nur einen pomadigen, fast herablassenden Auftritt gesehen. Der HSV gegen Freiburg war sich zu fein, in die Zweikämpfe zu gehen und im Spiel nach vorn unfassbar ideenlos.

Trainer Bruno Labbadia ist dies nicht im Verborgenen geblieben, und so wird er in der Halbzeitpause das eine oder andere passende Wort gefunden haben, mit dem er seine Schützlinge doch noch dazu bewegen konnte, dass Spiel einfach mal anzunehmen und mitzumachen.

Will heißen: In der zweiten Halbzeit gestalteten wir die Begegnung ausgeglichener. Was insgesamt immer noch unbefriedigend ist, denn mit einem Sieg hätte sich der HSV zwar nicht aller Abstiegssorgen entledigt, wohl aber eine weitaus bessere Ausgangssituation für die letzten beiden Spiele der Saison gehabt. Der Punktgewinn, denn als nichts anderes ist dieses 1:1 zu bezeichnen, spielt insgesamt keine Rolle. Wichtig ist aber, um etwas Positives aus dieser Partie zu ziehen, dass Freiburg nicht gewonnen hat und damit auf Distanz gehalten werden konnte. Abstiegskämpfe werden ja auch oft im Kopf entschieden, und ein Unentschieden, das so zustand gekommen ist, stabilisiert das Nervenkostüm der Freiburger auch nicht gerade immens.

Hier und da werden die Taschen- und Tabellenrechner gezückt und mal hoffnungsvolle, mal düstere Prognosen über den Saisonausgang erstellt. Daran möchte ich mich noch nicht beteiligen. So viel aber sei gesagt: Der HSV hat sein Schicksal immer noch selbst in der Hand.

Ich bin gespannt, was er daraus macht.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
25 Nürnberg (H) 2:1 (3 Punkte) Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte)
26 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) Hertha BSC (H) 0:1 (0 Punkte)
27 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) Leverkusen (A) 0:4 (0 Punkte)
28 Gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) Wolfsburg (H) 0:2 (0 Punkte)
29 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte)
30 Hannover (A) 1:2 (0 Punkte) Augsburg (H) 3:2 (3 Punkte)
31 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) Mainz 05 (A) 2:1 (3 Punkte)
32 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt)
Gesamt 48:68 (27 Punkte) 22:48 (32 Punkte)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 5 Punkte besser und 6 Tore schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 14

Veränderung: Der HSV steht aktuell zwei Plätze besser da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
25 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
26 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
27 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) 0:4 (0 Punkte)
28 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
29 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
30 Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) 3:2 (3 Punkte)
31 Mainz 05 (A) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
32 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) 1:1 (1 Punkt)
Gesamt 61:72 (27 Punkte) 22:48 (32 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 5 Punkte besser und 11 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Gute Besserung, Elkin Soto.

Wenn sich ein Spieler, ganz gleich, ob der eigenen oder der gegnerischen Mannschaft, sich eine derart schwere und schmerzende Verletzung zuzieht wie Elkin Soto, dann ist alles andere erstmal egal und der Anstand und die Erziehung gebieten es, ihm die ersten, wichtigsten Worte zu widmen. Deshalb wünsche ich Elkin Soto, der laut Vereinssprecherin Silke Bannick einen „Komplettschaden“ davongetragen hat, von Herzen alles Gute und eine schnelle und vollständige Genesung.

Die großartigste Szene der Partie gab es dann nach Schlusspfiff, als Mainz-Manager Christian Heidel vor laufenden Kameras unmissverständlich erklärte, dass Soto, dessen Vertrag eigentlich nicht nur ausläuft, sondern nicht verlängert werden sollte, nun doch ein weiteres Jahr in Mainz bleiben darf, wenn er denn möchte. Es käme gar nicht infrage, dass man ihm keinen neuen Vertrag anbiete, so etwas gäbe es in Mainz nicht, sagte Heidel, und: „Wir werden doch jetzt den Jungen nicht im Stich lassen!“ Gäbe es doch nur mehr Menschen seines Schlages.

Die Aktion, die zu dieser schweren Verletzung Sotos führte, erhitzte die Gemüter, vor allem drüben bei Twitter. Von einem durchgeknallten Irren war da die Rede (auch wenn diese Meinung später revidiert oder zurückgenomen wurde), und Rafael van der Vaart, der an dieser schlimmen Szene maßgeblichen Anteil hatte, musste noch viel mehr und viel schlimmere Bemerkungen über sich ergehen lassen, wenngleich er sie natürlich nicht gelesen haben dürfte. Dazu möchte ich dies loswerden: Ich bin gewiss kein Freund und Fürsprecher Rafael van der Vaarts. Aber ich habe mir die Szene mehrfach angesehen, aus verschiedenen Blickwinkeln und in verschiedenen Geschwindigkeiten und sage: Es war kein Foul. Im Gegenteil: Van der Vaart spielt sogar den Ball, wie man erkennen kann. Zugegebenermaßen in der Superzeitlupe, aber Geschwindigkeit hin oder her: es ist nunmal Fakt, dass er den Ball gespielt hat, während Soto van der Vaart traf – insofern kann man eher von einem Foulspiel Sotos ausgehen, gewiss einem unabsichtlichen.

Natürlich war diese Szene spielentscheidend. Das bis dahin gut spielende Mainz wirkte konsterniert, verständlicherweise waren die 05er in Gedanken bei ihrem verletzten Mitspieler. Wohl auch deshalb bekam Heiko Westermann nur wenige Minuten später auf der rechte Seite genug Zeit für eine Flanke, die der Mainzer Julian Baumgartlinger ins eigene Tor einköpfte. Der Rest ist schnell erzählt. In der zweiten Hälfte wurde Mainz stärker – so stark wie erwartet – und erspielte sich ein optisches Übergewicht, das dann irgendwann zwangsläufig zum Ausgleich führen musste. Doch der HSV unter Labbadia scheint Gegentore gut wegstecken zu können. Mit einer starken Moral und einem Schuss Glück sicherten wir uns doch noch drei sehr wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Und wie schon beim Sieg gegen den FC Augsburg in der vergangenen Woche waren es die Aussortierten, die letztlich wieder die entscheidenden Männer auf dem Feld waren: Heiko Westermann spielte auf der Position des rechten Verteidigers besser, als es Dennis Diekmeier je getan hat; Slobodan Rajkovic war ein zuverlässiger und, ja, souveräner Abräumer; Gojko Kacar überzeugte auf der Sechs und krönte seine ansprechende Leistung mit dem Siegtor. Dass der HSV nun auf Platz 14 steht und damit so gut wie seit dem 22. Spieltag nicht mehr, ist ein großes Verdienst dieses Trios, und ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht, wenn es mit dem HSV so weitergeht. Der Fußball schreibt ja manchmal wundersame Geschichten.

 

Sp. Gegner 2013/14 Ergebnis Gegner 2014/15 Ergebnis
1 Schalke 04 (A) 3:3 (1 Punkt) 1. FC Köln (A) 0:0 (1 Punkt)
2 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) SC Paderborn (H) 0:3 (0 Punkte)
3 Hertha BSC (A) 0:1 (0 Punkte) Hannover 96 (A) 0:2 (0 Punkte)
4 Braunschweig (H) 4:0 (3 Punkte) FC Bayern (H) 0:0 (1 Punkt)
5 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) M’gladbach (A) 0:1 (0 Punkte)
6 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) Frankfurt (H) 1:2 (0 Punkte)
7 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) Dortmund (A) 1:0 (3 Punkte)
8 Nürnberg (A) 5:0 (3 Punkte) Hoffenheim (H) 1:1 (1 Punkt)
9 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) Berlin (A) 0:3 (0 Punkte)
10 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) Leverkusen (H) 1:0 (3 Punkte)
11 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) Wolfsburg (A) 0:2 (0 Punkte)
12 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) Heiner Bremer (H) 2:0 (3 Punkte)
13 Hannover (H) 3:1 (3 Punkte) Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte)
14 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) Mainz 05 (H) 2:1 (3 Punkte)
15 FC Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) Freiburg (A) 0:0 (1 Punkt)
16 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) Stuttgart (H) 0:1 (0 Punkte)
17 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) Schalke 04 (A) 0:0 (1 Punkt)
18 Schalke 04 (H) 0:3 (0 Punkte) 1. FC Köln (H) 0:2 (0 Punkte)
19 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) Paderborn (A) 3:0 (3 Punkte)
20 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) Hannover 96 (H) 2:1 (3 Punkte)
21 Braunschweig (A) 2:4 (0 Punkte) FC Bayern (A) 0:8 (0 Punkte)
22 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) Gladbach (H) 1:1 (1 Punkt)
23 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) Frankfurt (A) 1:2 (0 Punkte)
24 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) Dortmund (H) 0:0 (1 Punkt)
25 Nürnberg (H) 2:1 (3 Punkte) Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte)
26 Stuttgart (A) 0:1 (0 Punkte) Hertha BSC (H) 0:1 (0 Punkte)
27 Freiburg (H) 1:1 (1 Punkt) Leverkusen (A) 0:4 (0 Punkte)
28 Gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) Wolfsburg (H) 0:2 (0 Punkte)
29 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte)
30 Hannover (A) 1:2 (0 Punkte) Augsburg (H) 3:2 (3 Punkte)
31 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) Mainz 05 (A) 2:1 (3 Punkte)
Gesamt 47:65 (27 Punkte) 21:47 (31 Punkte)

Vergleich: Der HSV steht aktuell 4 Punkte besser und 8 Tore schlechter da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 16
2014/15: 14

Veränderung: Der HSV steht aktuell zwei Plätze besser da als am gleichen Spieltag der vorigen Saison.

Sp. Mannschaft 2013/14 2014/15
1 Nürnberg/Köln* (A) 5:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
2 Braunschweig/Paderb.* (H) 4:0 (3 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
3 Hannover 96 (A) 1:2 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
4 FC Bayern (H) 1:4 (0 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
5 M’gladbach (A) 1:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
6 Frankfurt (H) 1:1 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
7 Dortmund (A) 2:6 (0 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
8 Hoffenheim (H) 1:5 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
9 Berlin (A) 0:1 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
10 Leverkusen (H) 2:1 (3 Punkte) 1:0 (3 Punkte)
11 Wolfsburg (A) 1:1 (1 Punkt) 0:2 (0 Punkte)
12 Heiner Bremer (H) 0:2 (0 Punkte) 2:0 (3 Punkte)
13 Augsburg (A) 1:3 (0 Punkte) 1:3 (0 Punkte)
14 Mainz 05 (H) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
15 Freiburg (A) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
16 Stuttgart (H) 3:3 (1 Punkt) 0:1 (0 Punkte)
17 Schalke (A) 3:3 (1 Punkt) 0:0 (1 Punkt)
18 Nürnberg/Köln* (H) 2:1 (3 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
19 Braunschweig/Paderb.* (A) 2:4 (0 Punkte) 3:0 (3 Punkte)
20 Hannover 96 (H) 3:1 (3 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
21 FC Bayern (A) 1:3 (0 Punkte) 0:8 (0 Punkte)
22 Gladbach (H) 0:2 (0 Punkte) 1:1 (1 Punkt)
23 Frankfurt (A) 2:2 (1 Punkt) 1:2 (0 Punkte)
24 Dortmund (H) 3:0 (3 Punkte) 0:0 (1 Punkt)
25 Hoffenheim (A) 0:3 (0 Punkte) 0:3 (0 Punkte)
26 Hertha BSC (H) 0:3 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
27 Leverkusen (A) 3:5 (0 Punkte) 0:4 (0 Punkte)
28 Wolfsburg (H) 1:3 (0 Punkte) 0:2 (0 Punkte)
29 Heiner Bremer (A) 0:1 (0 Punkte) 0:1 (0 Punkte)
30 Augsburg (H) 0:1 (0 Punkte) 3:2 (3 Punkte)
31 Mainz 05 (A) 2:3 (0 Punkte) 2:1 (3 Punkte)
Gesamt 60:71 (26 Punkte) 21:47 (31 Punkte)

Veränderung: Der HSV steht im Direktvergleich aktuell 5 Punkte besser und 15 Tore schlechter da als in der vorigen Saison.

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

Manchmal wünscht man sich ein bisschen mehr.

Und das lieben und schätzen viele (also: zumindest ich) so am Kamke: Dass er es nicht nur zu verstehen weiß, Geschichten und Gedanken wunderschön in Worte zu fassen, sondern dass diese so wunderschön in Worte gefassten Geschichten und Gedanken niemanden (also: zumindest mich nicht) so richtig loslassen wollen.

So kam es, dass ich lange (ein jeder möge sich hier bitte die Zeitspanne denken, die er als lang bzw. lange erachtet), nachdem ich diesen Text gelesen habe, meiner Meinung nach lobende Worte über ebendiesen fand und diese wiederum der Twitterwelt preisgab, um Werbung für diese besonders schöne Art des Zeitvertreibs zu trommeln: Den Text einfach auch mal zu lesen. Oder nochmal. Kamke sah dies – was durchaus gewollt war, und das im doppelten Sinne – und führte eine kurze, aber für ihn typische Unterhaltung mit mir:

kamke

So angestachelt, oder, etwas galanter und damit durchaus Kamke-esker ausgedrückt: angespornt, oder eben auf höfliche, aber bestimmte Art gebeten, zu erklären, warum ich mich in seinem Text wiederfand, gebe ich mich dieser Aufforderung nun hin:

Wie jeder Junge, der schon mehr als einmal in seinem Leben Fußball gespielt hat, und besonders in einem Verein und damit nicht nur zum eigenen Spaß, sondern auch, um der Mannschaft, deren Teil man war, zu weiterem oder größeren Erfolg zu verhelfen, fragte ich mich oft genug, welche Skills ich denn habe und vor allem: welche nicht. Und wie ich mir die fehlenden welchen aneignen und die dezent vorhandenen verbessern könne, um die, die ich aus verschiedensten Gründen nicht haben konnte, vergessen zu machen, beziehungsweise: es egal werden zu lassen, dass ich nicht in deren Besitz war.

Hierbei half es mir, dass ich mindestens jeden zweiten Sonntag die Spiele, nämlich Heimspiele, unsere Vorzeigemannschaft des Vereins, der 1. Herren, ansah, die es zeitweise bis in die 4. Liga schaffte. Es gab durchaus auch Zeiten, in denen unser Verein in Deutschlands höchster Spielklasse spielte, aber Vati möchte nicht vom… Nun ja, das lag deutlich vor meiner Zeit.

Die Spiele unserer 1. Herren also. Oft von Erfolg gekrönt. Immer voller Leidenschaft, teils technisch hochklassig, kämpferisch immer topeingestellt. Ich sah Spieler, die später Profi wurden. Einer sogar Nationalspieler. Einer ist ein aktueller Bundesligaprofi – den wiederum habe ich natürlich erst spielen sehen, als ich längst erwachsen war und immer noch gern der 1. Herren zusah. Ich tue das heute noch, in vollem Bewusstsein darüber, dass die Spieler rein altersmäßig meine Söhne sein können. Einer ist mein Neffe. Aber sind wir mal ehrlich: Bei den Herren Bundesligaprofis verhält sich das nicht anders. Außer, dass keiner von denen mein Neffe ist, versteht sich.

Und da gab es diesen einen Spieler, nennen wir ihn Thorsten. Thorsten war klein. Deutlich kleiner als seine Mitspieler. Einen etwaigen Nachteil, der sich daraus ergab, machte er durch Einsatz wett. Und mit seiner Pferdelunge. Und mit der regelmäßigen Verwendung seines schwächeren linken Fußes, der, weil er ihn so häufig benutzte, eigentlich, wann immer es ging, schon bald gar kein wirklich schwächerer Fuß war. Das machte Thorsten flexibel, wenn es darum ging, teils knifflige Spielsituationen aufzulösen – und oft zum Wohlgefallen seiner Mitspieler und den Fans am Rande. Aber das nur am Rande.

Ich selbst war schnell. Das mag man sich, musterte man mich heute (und hierzu reichte schon ein kurzer Blick), kaum mehr vorstellen, hat sich doch im Laufe der Zeit das eine oder andere Gramm zu meinem Idealgewicht hinzugesellt. Damals, in der Jugendzeit, über die ich hier größtenteils schreibe, war dem aber noch nicht so. Ich war also schnell. Und man sagte mir nach, dass ich ein Auge für die Mitspieler gehabt hätte. Und dass ich mit dem Ball am (rechten) Fuß umzugehen vermochte und sogar das Spiel ohne Ball zufriedenstellend interpretierte. Aber: Das reichte mir nicht. Wie oben beschrieben, versuchte ich, meine Skills zu verbessern und meine verborgenen Fähigkeiten zu entdecken. Und diese eine Fähigkeit, die angesprochener Thorsten hatte – die wollte ich auch haben. Nicht die Pferdelunge. Nicht die geringe Körpergröße (obwohl ich die habe – aber Thorsten war und ist noch kleiner). Nein, ich begann im Training immer öfter ausschließlich mit links zu schießen, zu passen, zu stoppen. Doch das reichte mir nicht. Ich hatte die fixe Idee, dass ich erst dann ein in meinen Augen passabler Linksfußspieler sein würde, wenn ich den linken Fuß intuitiv wählte, nicht, wenn ich vorher darüber nachgedacht hätte, ob ich den Ball lieber mit links oder mit rechts spielte. Wer zuviel denkt, verliert. Also bestritt ich bald den nichtfußballerischen Alltag mit links. Ich öffnete Portemonnaies mit links und stopfte sie, wieder geschlossen, in die linke Gesäßtasche (was ich noch heute mache). Ich öffnete Getränkeflaschen mit links. Wenn ich Klamotten anzog, dann vornehmlich mit links (Zumindest war die linke Hand federführend. Ihr wisst, was ich meine: viele Kleidungsstücke lassen sich mit einer Hand eben weder an- noch ausziehen, also braucht man beide. Aber eine Hand macht mehr.). Ich schrieb mit links – was ich schnell wieder aufgab. Aber Tischtennis oder Boccia, eben das, womit man sich so die Zeit vertrieben hatte, bevor es Handys gab (nicht, dass ich als Teenager ein Handy hätte haben dürfen, aber das ist eine andere Geschichte), spielte ich mit links.

Mein Vorhaben ging auf. Zumindest für mich. Ich halte meinen linken Fuß, auch heute noch, in einer Zeit, in der ich erwähnten Ballast mit mir herumschleppe und der Zahn der Zeit nach meinem Verständnis auch sonst ein wenig zu heftig an mir herumgenagt hat, passabel, vielleicht sogar gut. Auf jeden Fall besser als der schwächere Fuß der meisten meiner Mitspieler, mit denen ich mich auch heute noch messe. Und deshalb fand ich mich wieder. Im Kamke-Text. Und was das im obigen Twitterdialog angesprochene „lieber schnell und klug abspielen statt schmerzende Zweikämpfe eingehen“ angeht: Ich habe irgendwann mit mir selbst ausgemacht, dass ich meiner Mannschaft mehr helfen kann, wenn ich eben keine in meinen Augen überflüssigen Zweikämpfe führe, aus denen ich eh als zweiter Sieger (ähem) gehen würde, zudem eventell noch mit schmerzenden Knochen oder anderen Blessuren. Sondern zwar mit Bedacht, aber zügig und zuweilen einen Spielzug vorausdenkend abzuspielen, ehe der Gegner in Versuchung kommen könnte, mir den Ball mit fairem oder unfairem Körpereinsatz abzunehmen. Was nicht heißt, dass ich keine Zweikämpfe um den Ball geführt hätte und deshalb nicht oft genug körperliche Schmerzen ertragen musste. Nur die Zweikämpfe, bei denen ich mir von vornherein sicher war, dass sie nichts bringen würden außer eventuellem Aua und/oder einen Ballverlust respektive der Gewissheit, einen Ball, den wir noch nicht im Besitz hatten, gar nicht erst erkämpfen zu können – die ließ ich sein. Ich halte das für schlau: unnützen Zweikämpfen aus dem Wege zu gehen. Nicht nur im Fußball. Und seine Schwächen abzustellen, beziehungsweise es wenigstens zu versuchen: auch. (HSV-Inhalt gibt’s das nächste Mal wieder.)