Aufräumen

Einigen ist es aufgefallen, anderen nicht: Ich habe mich auf Twitter zuletzt oft geärgert und unglücklicherweise fast genauso oft aus der Reserve locken lassen. Dieses „aus der Haut fahren“ oder „dünnhäutig sein“ ist sonst nicht meine Art. Ich lebe gerne und lasse gerne leben.

Aber das, was ich in letzter Zeit so bei Twitter aushalten muss, und zwar ausschließlich, weil ich HSV-Fan bin, ist mir schlicht und einfach zuviel geworden. Dabei spreche ich nicht von feingeistigen Bonmots, liebsamen Frotzeleien und Pieksereien, die allesamt sein dürfen und die auch ich gern mal anbringe. Auch Fakten ärgern mich nicht, und sind sie mir noch so unliebsam.

Nein, mir geht es um diese geistigen Nachtfalter, die es sich offenbar zum Lebensziel gesetzt haben, andere zu nerven. Hauptsache dagegen. Mit denen eine „normale“ Twitterdiskussion schlicht nicht möglich ist, weil sie nicht in der Lage sind, andere Meinungen auch nur ansatzweise anzuerkennen oder zu respektieren. Weil sie verfahren nach dem Motto: „Du bist anderer Meinung als ich, deshalb hast Du Unrecht.“ Weil sie in ihrer Verbohrtheit nicht im Enferntesten darauf kommen, sich auch mal selbst zu hinterfragen. Weil sie mich auf den HSV reduzieren und inzwischen teils sogar Unwahrheiten über mich verbreiten, um ihr eigenes Gewissen zu beruhigen und sich selbst besser dastehen zu lassen.

Diese Art Twitterer habe ich lange Zeit ignoriert, dann zur Kenntnis genommen, später belächelt – inzwischen bemerke ich aber, wie sie mir mit ihren hohlen Aussagen, die nicht besser oder richtiger werden, nur weil sie sie immer wieder heraushauen, fast körperliche Schmerzen zufügen.

Deswegen ziehe ich eine Reißleine und räume meine Timeline auf. Das ist nicht als „Drohung“ oder ähnliches zu verstehen. Für so wichtig halte ich mich nicht. Aber es ist eine Erklärung. Ich möchte nur noch Leuten folgen, die ich gern lese; die es wert sind, gelesen zu werden. Und ich möchte mich nicht über Twitterer ärgern müssen und zu viel Zeit damit zu verbringen, mich diesen Twitterern gegenüber zu rechtfertigen, warum ich HSV-Fan bin. Ich freue mich auf spannende und lustige Zeiten bei Twitter und glaube, dass diese schneller eintreten, wenn ich diese faulen Tomaten aussortiere. That’s it.

Zurzeit folge ich 420 Twitter-Accounts. Schon bald werde ich ein erstes Großreinemachen hinter mir haben und die Zahl wird sicher deutlich kleiner sein. Darüber hinaus werde ich weiter entfolgen, wenn mir jemand dumm kommt. Und mit „dumm“ meine ich… Ihr wisst schon… das, was ich oben beschrieben habe.

Es ist schade, dass es so weit gekommen ist.

Danke fürs Lesen.

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