Meine kleine Bundesligavorschau: Borussia Dortmund

Auch für Borussia Dortmund wird es in der kommenden Saison abwärts gehen. Nicht entscheidend, nämlich nur einen Platz: Statt Rang zwei qualifizieren sich die Schwarz-Gelben nun eben dank Position drei direkt für die Champions League. Alles in allem schmerzt der Weg nach unten also nicht. Und doch: Die Saison wird für Dortmunder Verhältnisse unbefriedigend. Das liegt vor allem an der Personalie Robert Lewandowski.

Der polnische Stürmer ist ein Fußballsöldner vor dem Herrn und verfolgt einen strikten Karriereplan. Weil er da jedoch nie einen Hehl draus gemacht hat und zudem seine Leistung stets stimmte, haben ihn die Dortmunder Fans in ihr Herz geschlossen oder ihn wenigstens respektiert.

Ein Stürmer der Klasse Lewandowskis wird den Borussen nun fehlen, und ich glaube, dass sie es erst merken werden, wenn es zu spät ist, sich noch anständigen Ersatz zu besorgen. Ciro Immobile kann Lewandowski nicht ersetzen. Das hat selbst Jürgen Klopp bemerkt. „Ciro hat das Gefühl, in jedem Moment vom Trainerteam und von der Presse eingeschätzt zu werden“, sagt er und will dem Italiener so zentnerschwere Lasten von den Schultern nehmen, die dieser sich auch selbst aufgebürdet hat. Vergleichen mit seinem Vorgänger kann er aber nunmal nicht standhalten, gibt es doch auf dem gesamten Erdball nur eine Handvoll Stürmer, die dies könnten. Auch, wenn Immobile als amtierender Torschützenkönig der Serie A zum BVB wechselt. Was heißt das schon? Die Serie A ist eine Bonbonliga mit maximal vier guten Mannschaften – da fällt es leichter, Tore zu erzielen.

Und sonst?

Adrian Ramos kam aus Berlin – der Wechsel dürfte der Hertha eher geschadet haben als Dortmund genützt. Bitte nicht falsch verstehen: Ramos ist ein klasse Stürmer. Aber es bleibt abzuwarten, in welche Richtung seine Form- und Bockkurve zeigt, wenn er nicht mehr der unangefochtene Star einer Truppe ist, sondern nur einer von vielen guten Kickern. Die wertvollsten Neuzugänge kommen von „kleineren“ Vereinen: Weltmeister Matthias Ginter wechselte vom SC Freiburg zum BVB und wird sich mit Sokratis und Neven Subotic um den freien Platz in der Innenverteidigung streiten – das riecht nach dem „WM-Duo“ Ginter und Hummels. Vom FC Augsburg kommt der offensiv variable Dong-Won Ji, den ich vor Jahren schon beim HSV sehen wollte. Der wird den Dortmundern Spaß machen.

Fazit: Dortmund hat gut eingekauft, doch für Lewandowski kann immer nur EIN anderer spielen. Deshalb leidet die Qualität der ersten Elf ein wenig, und es geht minimal bergab. Eine nette Saison mit vielen Toren und schön anzusehendem Fußball wird’s dennoch geben.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6.
7.
8.
9.   1. FSV Mainz 05
10.
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17.
18. SC Paderborn

Das glaubt Ihr nicht? Dann kommentiert meine kleine Vorschau gern und gebt mir Saures.

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9 Gedanken zu “Meine kleine Bundesligavorschau: Borussia Dortmund

  1. Fakt ist, das es schwierig sein wird Lewandowski adäquat zu ersetzen..Immobile alleine wird es sicherlich nicht richten können. Doch die Vergangenheit hat gezeigt das Dortmund immer Lösungen gefunden hat um Abgänge wie (Sahin,Kagawa,Götze) zu kompensieren.
    Ich bin gespannt… und hab bock auf die Liga!

  2. Toll geschriebener Kommentar!
    Wie Du schon sagtest, einen Lewandowski erstzt man nicht so leicht. Hätte hier gerne einen Benzema, oder vielleicht sogar Torres gesehen. Aber an die „großen Namen“ scheint sich der BVB noch nicht so recht ranzutrauen.

    Ich denke Dortmund muss einiges an seiner Transferpolitik ändern, denn sollte es dazu kommen, dass Reus den Verein nächstes Jahr verlässt, haben die Schwarz-Gelben ein riesen Problem. Denn ein Marco Reus, der nunmal einer der besten Fußballer Deutschlands ist – aber noch keinen nennenswerten Titel holen konnte – wird sich auf lange Sicht nicht mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

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