Der HSV in Köln

Ach, es war doch nicht alles schlecht!

Möchte ich wirklich jeden Fehlpass sezieren, jedes falsche Stellungsspiel und jeden unglücklich geführten Zweikampf kritisieren? Nein, das möchte ich nicht.

Ich möchte mich darüber freuen, dass Valon Behrami eine anständige Partie abgeliefert hat. Dass Johan Djourou gezeigt hat, warum man so viel Geld für ihn ausgegeben hat. Dass Heiko Westermann trotz aller Kritik, die auf ihn derzeit herniedergeht, alles gibt. Dass Ivo Ilicevic sich Torchancen herausarbeitet, die er irgendwann eventuell auch mal reinmacht. Dass Rafael van der Vaart offensichtlich fit ist. Körperlich und geistig. Dass der HSV zu Null gespielt hat – nun gibt es nur noch 33 Möglichkeiten, uns die Hütte vollzuhauen.

Insgesamt bin ich positiv überrascht, so darf es gern weitergehen.

Apropos: Auch meine kleine Statistik aus der vergangenen Saison geht weiter. Beziehungsweise: wird neu gestartet. Wie gut sind wir im Vergleich zum vorigen Jahr? Von Spieltag zu Spieltag, aber auch gegen den jeweiligen Gegner. Eine Spielerei, die gerade zu Saisonbeginn keinerlei Aussagekraft hat, später womöglich auch nicht. Mir aber Spaß bringt.

 

Saison 2013/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)

Saison 2014/15:
1. Spieltag: Köln (A) 0:0, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)

Veränderung: Punktgleich (torgleich)

 

Platzierung nach dem Spieltag:
2013/14: 8
2014/15: 12

Veränderung: vier Plätze schlechter

 

Saison 2013/14
Nürnberg – Hamburger SV 0:5

3 Punkt, 5:0 Tore

 

Saison 2014/15
1. FC Köln* – Hamburger SV 0:0

1 Punkte, 0:0 Tore

Veränderung: zwei Punkte weniger (fünf Tore weniger)

 

*Köln ersetzt in diesem Vergleich Nürnberg, Paderborn Braunschweig.

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Die 18 Ahnungslosen: 1. Spieltag

Aus! Aus! Aus! Die Saison ist aus!

Rechnete man unsere Tabelle auf die Wirklichkeit herunter, würde ich mir wünschen, die Saison wäre vorbei, ich könnte obiges in die Fußballwelt hinausschreien und der HSV stünde tatsächlich auf Platz fünf. Natürlich würde ich schnellstens beschwichtigen, Europa käme zu früh. Aber alles wäre besser als die Plätze 16, 17 und 18.

Erster Führender – herzlichen Glückwunsch – ist Hannover 96. Dessen Pate Tobi hatte auf den starken 96er Bittencourt (10 Punkte) gesetzt und wurde für diesen Mut belohnt. Hinzu gesellen sich mit Bicakcic, Maxim und Okazaki drei weitere Kicker in Tobis Elf, die zweistellig punkteten. Am Ende hatte Tobi 59 Punkte für Hannover 96 gesammelt. Eine erste Duftmarke. Aber: Umso tiefer kann Hannover auch wieder fallen.

Weitaus weniger Glück hatte Dan bei seiner Spielerauswahl: Nur zwei seiner elf Kicker haben gepunktet – immerhin positiv. Insgesamt kan Dan für den SC Freiburg so auf kümmerliche drei Zähler.

Dazwischen: viel hätte, wenn und aber. Sascha ließ für Gladbach dummerweise den Mainzer Koo auf der Bank und verspielte acht Punkte, ich traute Bellarabi nichts gegen Dortmund zu – zwölf Minuspunkte, wenn man so will. Und Anto hätte lieber Ujah aufstellen sollen, sie hätte neun Punkte mehr für Schalke geholt. Großartig übrigens, dass sie es geschafft hat, einen vereinslosen Spieler in ihrem Kader zu installieren. Chapeau. :-) Joey hatte zwei Spieler drin, die ihm wirklich Miese gebracht hatten – schade für Werder.

Alles in allem sieht die Ahnungslosen-Tabelle nach dem ersten Spieltag so aus:

1. Hannover 96 (Tobi)
2. Bayer Leverkusen (Frank und Eliano)
3. 1. FC Köln (Thomas)
4. Eintracht Frankfurt (Marvin)
5. Hamburger SV (Ich)
5. SC Paderborn (Stephan)
7. 1899 Hoffenheim (Julian)
8. Schalke 04 (Anto)
9.  VfL Wolfsburg (Patrick)
10. Mainz 05 (Michael)
11. Hertha BSC (Daniel)
12. Werder Bremen (Joey)
12. Bor. Dortmund (Stefan)
14. FC Bayern (Andreas)
15. Gladbach (Sascha)
16. VfB Stuttgart (Marcel)
17. FC Augsburg (Hage)
18. SC Freiburg (Dan)

Einzelne Punktzahlen gibt es hier.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Spannend wird’s auf jeden Fall: Erholen sich die Bayern von diesem Fehlstart? Kann Paderborn die dünne Luft da oben ab? Qualifiziert sich der Effzeh tatsächlich für die Champions League?

Bleibt dran!

Die 18 Ahnungslosen

Mögt Ihr Managerspiele? Ich ja. Und offensichtlich stehe ich nicht ganz allein da.

In Kürze geht die Bundesliga los. Das heißt für mich: Ich nehme traditionell am Managerspiel des kicker Sportmagazin mit, und dort in der Interactive-Variante. Für die kommenden Saison habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Spiele wie diese machen mir auch deshalb Spaß, weil man sich mit anderen messen kann: Wer hat den besten Kader zusammengestellt? Wer reagiert am geschicktesten auf Sperren, Formkrisen und Verletzungen? In dieser Saison möchte ich mich deshalb mit den Besten aller Besten und den größten Experten überhaupt messen: Twitterern.

Ich habe mir eine illustre Runde an Mitspielern zusammengetrommelt, in der jede bzw. jeder „ihren“ bzw. „seinen“ Verein repräsentiert.

Im Einzelnen sind dies:

Hage Hagaff für den FC Augsburg
Daniel für Hertha BSC
Joey für den SV Werder Bremen
Stefan für Borussia Dortmund
Marvin für Eintracht Frankfurt
Dan für den SC Freiburg
(Meine Wenigkeit für den HSV)
Tobi für Hannover 96
Julian für die TSG Hoffenheim
Thomas für den 1. FC Köln
Frank und Eliano für Bayer Leverkusen
Michael für den 1. FSV Mainz 05
Andreas für den FC Bayern München
Stephan für den SC Paderborn
Anto für den FC Schalke 04
Marcel für den VfB Stuttgart
Patrick für den VfL Wolfsburg

Hinzu gesellt sich Sascha für Borussia Mönchengladbach – leider habe ich trotz größter Anstrengungen keinen Gladbach-Fan gefunden, der hier mitspielen wollte. Deshalb habe ich eine Wildcard an den HSV-Fan Sascha vergeben, er wird die Fohlenelf repräsentieren.

Sie alle haben sich die Mühe gemacht, einen 22er-Kader zusammenzustellen, der ihrer Meinung nach die meisten Punkte holen wird. Dafür schon mal einen dicken Dank.

Hier in meinem Blog werde ich das Managerspiel begleiten und von Zwischenständen berichten. Und natürlich wird es stets eine Tabelle geben. Vor dem 1. Spieltag sieht sie so aus:

1. FC Bayern (Andreas)
1. Bor. Dortmund (Stefan)
1. Schalke 04 (Anto)
1. Leverkusen (Frank und Eliano)
1. VfL Wolfsburg (Patrick)
1. Bor. M’gladbach (Sascha)
1. Mainz 05 (Michael)
1. FC Augsburg (Hage)
1. 1899 Hoffenheim (Julian)
1. Hannover 96 (Tobi)
1. Hertha BSC (Daniel)
1. Werder Bremen (Joey)
1. Eintr. Frankfurt (Marvin)
1. SC Freiburg (Dan)
1. VfB Stuttgart (Marcel)
1. Hamburger SV (Ich)
1. 1. FC Köln (Thomas)
1. SC Paderborn (Stephan)

Ich bin gespannt, wo welcher Verein am Ende – und natürlich auch zwischendurch – landen wird. Vielleicht habt Ihr ja auch Lust, hier hin und wieder vorbeizuschauen und nachzusehen, ob Paderborn Tabellenführer ist und der FC Bayern die Klasse halten kann. Ich würde mich freuen.

Ach ja, einen Namen hat das Ganze natürlich auch. Wir sind „Die 18 Ahnungslosen“. Hierunter findet man uns wie erwähnt hier im Blog und drüben im kicker-Managerspiel.

Als kleine Info am Rande für meine Mitspieler aka Gegner: Ich habe mir schon einen Preis für den Gesamtsieger ausgedacht (hin und wieder muss ich zuhause halt ausmisten). Und für die Plätze zwei und drei finde ich auch noch etwas. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich zu den besten drei Managern gehören sollte: Ich selbst spiele natürlich – was die Preise angeht – außer Konkurrenz mit.

Meine kleine Bundesligavorschau: Zieleinlauf

Nachdem der VfL Wolfsburg bekanntgegeben hatte, Lord Bendtner verpflichtet zu haben, hatte ich kurzzeitig überlegt, meine diesem Verein zugetane Platzierung noch einmal zu überdenken und die Wolfsburger nicht auf Platz zwei zu tippen. Nach reiflicher, sekundenlanger Überlegung kam ich zu dem Entschluss, dass ich den Deal zwar für ein deutliches Anzeichen dafür halte, dass Thomas Klaus Allofs bald wieder zu alter (und letzter) Bremenform aufläuft, aber selbst Bendtner es nicht schaffen kann, für so viel Unruhe zu sorgen, dass Wolfsburg nicht Zweiter wird.

In der vergangenen Zeit war ich unter anderem damit beschäftigt, meine kicker-Interactive-Kader zusammenzustellen. Hierbei fiel mir immer wieder auf, wie gut der VfL Wolfsburg auf vielen Positionen besetzt ist. Max Grün ist ein guter Vertreter Diego Benaglios im Kasten, in der Abwehr reihen sich Namen wie Naldo, Rodriguez, Jung und Knoche aneinander. Fällt davon jemand aus, stehen arrivierte Kräfte wie Träsch, Ochs, Schäfer und Klose bereit. Oder andersrum. Prunkstück der Wolfsburger ist das Mittelfeld: Arnold, De Bruyne, Hunt, Luiz Gustavo, Vierinha. Perisic, Junior Malanda, Caligiuri. Es gibt Schlimmeres. Und vorn? Ja, Bendtner. Aber auch Olic, den gefühlt 25-Jährigen. Naja, und Dost. Alles in allem sehe ich nur wenige Kader in der Bundesliga, die in punkto Ausgeglichenheit mithalten können.

Fazit: Ich glaube an eine Überraschung und tippe Wolfburg auf Platz zwei.

Zwei Positionen darunter reiht sich Schalke 04 ein, und ich weiß jetzt schon, dass allein diese Aussage dafür sorgen wird, dass mir der eine oder andere Gelsenkirchener Fan mindestens attestieren wird, dass ich keine Ahnung vom Fußball habe. Stimmt womöglich sogar. Aber ich sehe es nunmal so: Schalke hinter Bayern, Wolfsburg und ja, sogar Dortmund.

Ein Torwartproblem werden die Schalker nicht bekommen: Giefer und Wetklo kamen, gut eingekauft, fertig. Aber der Rest? Ich halte Maxim Choupo-Moting nicht für so stark, dass er Schalke qualitativ verbessern kann. Ebenso Sidney Sam. Nein, da spricht keine verletzte HSV-Seele, ich empfinde das einfach so. Für mich stellen sie Bundesligamittelmaß dar, wenngleich sie beide bereits Länderspiele absolviert haben. Der (vorübergehende Verlust) eines Kyriakos Papadopoulos wiegt in meinen Augen schwer. Wer ersetzt ihn? Santana? Matip? Ich weiß es nicht, und ich bin gespannt, ob Trainer Keller eine Antwort parat hält.

Fazit: Alles in allem finde ich den Kader Schalkes – auch nach dem Wechsel Adam Szalais nach Hoffenheim – etwas schwächer als zuvor, deshalb geht es runter. Ist natürlich alles „Jammern auf hohem Niveau“.

Auch beim nächtsten KLub werden mir wahrscheinlich einige vorwefen, ich sehe das Ganze zu sehr durch die HSV-Brille. Aber: Ich halte den Kader des SV Werder Bremen für schwach. Sehr schwach. Fast so schwach wie den des HSV der vergangenen Saison, wobei ich glaube, dass der 16. der kommenden Saison mehr als 27 Punkte holen wird. Sebastian Mielitz ist weg, und das halte ich grundsätzlich für gar nicht so übel aus Bremer Sicht: Das Problem: Wolf ist da, und der ist meines Erachtens auch eher unteres Bundesliganiveau. Die Stützen der Abwehr sind Sebastian Prödl und Kapitän Clemens Fritz – auch das sagt einiges über die Qualität der Hintermannschaft aus. Garcia, Caldirola: laufen mit, ich halte sie ebenfalls nicht herausragend. Im Mittelfeld tummeln sich die beiden Königstransfers: Izet Hajrovic, von dem ich bis jetzt nur sein großes Selbstbewusstein kennengelernt habe, und der mich nicht nur wegen seiner Namensendung an Herrn Arnautovic erinnert. Und, hust, Fin Bartels. Daneben werden sich nach dem Wechsel von Aaron Hunt Spieler wie Kroos (der Kleine), Junuzovic (immerhin), Aycicek, Yildirim, Obraniak, Gebre Selassie, van Haacke, Makiadi oder Bargfrede gesellen. Angst macht mir das nicht, und wenn, dann höchstens um Werder. Und der Sturm? Da ging es qualitativ nach oben – weil Akpala weg ist. Elia wird kein Topstürmer mehr. Allerdigs gestehe ich, dass ich Petersen, di Santo und Selke, auf den ich sehr gespannt bin, als Mix gut finde.

Fazit: Vorn wird’s das eine oder andere Mal klingeln, ja. Hinter aber noch öfter. Bremen wird’s schwer haben und am Ende – auch, weil ich Robin Dutt und einen nur wenig bundesligareifen Trainer halte – den Platz einnehmen, den wir 2013/14 hatten. Viel Spaß in der Relegation gegen Greuther Fürth.

Kommen wir zum HSV.

Platzierungstechnisch erwarte ich keine große Steigerung, siehe unten. Erhoffen tue ich mir natürlich eine ganze Menge. Vom HSV und vom Umfeld. Unter anderem, dass wir mit einem erkennbaren System spielen, dass sich die Spieler den Allerwertesten aufreißen und dass „von außen“ Ruhe einkehrt.

Der HSV ist finanziell nicht auf Rosen gebettet (eine kühne Behauptung, ich weiß), gemessen daran finde ich die Neuzugänge gut, womöglich sogar sehr gut. Mit Matthias Ostrzolek kommt ein bissiger Linksverteidiger aus Augsburg, der schon Weltklasseszenen gegen den FC St. Pauli hatte und deshalb grundsympathisch ist. Sollte er Jansen nicht hinten links beerben, so wird er ihm zumindest Feuer unterm Hintern machen. Passt. Valon Behrami wurde, das habe ich zumindest gelesen, halb Europa angeboten, und landete beim HSV. Was das über die Qualität des Spielers aussagt, wird sich zeigen. Mir gefiel er bei den wenigen Auftritten, die ich gesehen habe (zugegebenermaßen in unwichtigen Testspielen), gut. Eventuell hat man den Schweizer im Vorfeld eines möglichen Transfers Milan Badeljs irgendwohin verpflichtet. Das fände ich schade, denn ich freue mich auf die gemeinsame Doppelsechs mit den beiden. Im Gegensatz zu Arslan hat Behrami – so meine ich – seine Nerven im Griff und verfügt über ein hohes Maß an Routine. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetungen. Zoltan Stieber muss seine Bundesligatauglichkeit dauerhaft unter Beweis stellen. Ich mag aber seine Skills: Er ist schnell und trickreich, tendenziell ein Instinktfußballer. Nicolai Müller ist meiner Meinung nach eine große Verstärkung. Auch er ist technisch versiert und hat nicht nur eine schnelle Auffassungsgabe, sondern ebensolche Beine. Ich freue mich auch ihn und hoffe, dass er nicht so viele kleine Nicklichkeiten bekommen wird, die ihn zu Pausen zwingen. So wie aktuell. Neulich bei n-tv sprach ich mich für folgende Stammstartelf aus: Adler – Diekmeier, Djourou, Tah, Ostrzolek – Behrami, Badelj – Jansen, van der Vaart, Müller – Lasogga. Momentan spielt Tah keine große Rolle, daher ersetze ich ihn durch – hmpf – Westermann.

Fazit: Diese Elf (und ihre restlichen Mannschaftsmitglieder) werden stark genug sein, am Ende vor Werder und vor allem besser als in der vorigen Saison dazustehen. Wenn auch nicht viel: Platz 15 traue ich uns zu, wenngleich mit rund zwölf bis fünfzehn Punkten mehr als 2013/14.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.VfL Wolfsburg
3. Borussia Dortmund
4. Schalke 04
5.  Borussia Mönchengladbach
6. Bayer Leverkusen
7. 1899 Hoffenheim
8. SC Freiburg
9.   1. FSV Mainz 05
10. 1. FC Köln
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15. Hamburger SV
16. Heiner Bremer
17. VfB Stuttgart
18. SC Paderborn

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Meine kleine Bundesligavorschau: SC Freiburg, 1. FC Köln

Allmählich geht’s in den Endspurt meiner kleinen Bundesligavorschau. Von nun an werde ich meinen Senf zu jeweils zwei Teams abgeben. Heute über ausgewiesene Sympathmänner unter den Vereinen.

Der SC Freiburg qualifizierte sich mit Rang fünf in der Saison 2012/13 für die darauffolgende Europa League. Die Fans werden sich seinerzeit gefreut haben, Trainer Christian Streich sah das ganz anders. Er befürchtete und bezweifelte ob des logistischen Aufwandes der kommenden Donnerstagsspiele, dass man nicht mehr und ob man überhaupt noch vernünftig trainieren könne. Er sollte Recht behalten. Erst am 11. Spieltag gelang den Freiburgern der erste Sieg in der Bundesliga, die gesamte Saison lang ging es auch deshalb gegen den Abstieg. Die Doppelbelastung tat dem SCF einfach nicht gut: Als er aus dem internationalen Wettbewerb ausgeschieden war, lief es deutlich besser. Mit 22 Punkten in der Rückrunde rettete sich Freiburg klar und sicher vor dem Exitus.

Doppelbelastung gibt es diesmal keine (naja, eventuell im DFB-Pokal). Insofern glaube ich daran, dass der SC Freiburg eine deutlich bessere Rolle spielen wird als in der Saison 2013/14. Klar, der starke Keeper Oliver Baumann ist nicht mehr da, Weltmeister Matthias Ginter auch nicht. Aber Christian Streich, von dem ich von Berufs wegen viel halte, wenn er mir mit seiner Art auch mehr und mehr auf die Nerven geht, wird schon wieder für eine vernünftige Defensive sorgen, da bin ich sicher. Zur Not sind ja immer noch ein paar Taler da, die als Ablöse für die eben genannten Spieler kassiert wurden. Man spricht von rund 17 Millionen Euro. Ein Teil davon ist für die feste Vepflichtung Admir Mehmedis draufgegangen – eine gute Investition, wie ich meine. Gespannt bin ich auf Sascha Riether, der mit 31 Jahren nicht nur aus Fulham kommt, sondern auch in einem Alter ist, in dem er eine Mannschaft führen können sollte. Kann er das?

Fazit: Insgesamt halte ich die Freiburger Mannschaft für sehr homogen und traue ihr einen einstelligen Platz zu.

Was Köln angeht, muss ich zugeben: Es hat seine Platzierung abbekommen, weil diese schlicht und einfach übrig war. Ich wusste nicht genau, wo ich die Kölner einsortieren sollte. Zu gut (und zu sympathisch) für den Abstieg, zu schlecht für einstellige Plätze. Tja, das kam dabei raus.

Es gibt Leute, die Yuya Osako und Dusan Svento für talentiert und sogar bundesligareif halten – dazu kann ich nichts sagen, ich weiß es nicht. Ich habe aber Stimmen aus dem 1860er-Umfeld gehört, die Osako durchaus eine Träne hinterherweinten. Simon Zoller, der von Lautern kam, halte ich für einen guten Mann, ich bin gespannt, ob seine Entwicklungskurve weiter nach oben führen wird. Mit Kevin Vogt vom FC Augsburg kommt ein routinierter Defensivspezialist an den Rhein. Ach, und Mergim Mavraj (Greuther Fürth) halte ich auch nicht für den schlechtesten Innenverteidiger der Welt. Alles in allem hat Sportdirektor Jörg Schmadtke da wohl einen ganz guten Job gemacht. Auch, weil ich unter den Abgängen keinen wirklich wichtigen Spieler entdecken kann. Tja, lieber HSV, diesen Sportdirektor hättest Du auch haben können…

Fazit: Köln hält die Liga, egal, auf welchem Platz. Hier in meiner Aufrechnung eben auf dem zehnten.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6. Bayer Leverkusen
7. 1899 Hoffenheim
8. SC Freiburg
9.   1. FSV Mainz 05
10. 1. FC Köln
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17. VfB Stuttgart
18. SC Paderborn

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Meine kleine Bundesligavorschau: VfB Stuttgart

Ihr hättet es Euch denken können, oder? Wegen eines einzelnen Herrn in besonderer Form. Unabhängig davon: Mit unschönem Ende.

 

Labbadia und später Herr Schneider
trugen erstmal des Headcoaches Kleider.
Lage spitzte sich zu:
Stevens kam noch hinzu.
Nun ist Veh da (und viele so: leider).

Der Wechsel von I. Traoré
zu den Fohlen tat einigen weh.
Hlousek spielt auch gern links,
doch wohl nicht so – hier, dings –
offensiv. Denn das kann er nicht. Nee.

Ist ’n Kracher, doch recht oft verletzt:
Ginczek hat schon sehr häufig genetzt.
Doch so sehr er sich müht
und im Training aufblüht:
Ganz weit vorn ist der Ibi gesetzt.

Und dann sind da noch zwei für die Breite.
Romeu sucht aus Chelsea das Weite.
Von den Bullen kam Klein,
ja, wie kann das denn sein?
Sind die nicht eher was für die Zweite?

Fazit:
Man mag mir mein Urteil verzeihen.
Mancher VfB-Fan wird wohl speien.
Dank Veh und den Neuen
– mög‘ ich es bereuen –
wird’s Unterhaus sich Stuttgart „leihen“.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6. Bayer Leverkusen
7. 1899 Hoffenheim
8.
9.   1. FSV Mainz 05
10.
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17. VfB Stuttgart
18. SC Paderborn

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Meine kleine Bundesligavorschau: 1899 Hoffenheim

Ihr mögt die Hoffenheimer ja alle nicht (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Ich bin da ein wenig anders. Ich stehe dem Verein neutral gegenüber. Als HSVer habe ich eh inzwischen das Gefühl, dass ich mich über das Geschäftsmodell der Hoffenheimer nicht mehr beschweren darf. Und dafür, dass der Verein noch keine in dem Maße gewachsene Fankultur wie „die guten“ Vereine der Bundesliga hat, können die aktuellen Trainer und Spieler nichts. Meine ich.

In der vergangenen Saison kassierte Hoffenheim 70 Tore. Nur eine Mannschaft war in dieser Statistik noch schlechter, Ihr wisst, welche. Damit die Abwehr sattelfester wird, investierte die TSG den einen oder anderen Euro in die Defensive. Der Königstransfer: Torwart Oliver Baumann wurde für sieben Millionen Euro vom SC Freiburg losgeeist. Desweiteren kamen der Südkoreaner Jin-Su Kim für hinten links aus Japan und WM-Teilnehmer Ermin Bicakcic vom Absteiger Eintracht Braunschweig für die Innenverteidigung. Eine Kröte mussten die Hoffenheimer Abwehrreihe allerdings schlucken: Fabian Johnson wechselte ablösefrei nach Gladbach.

Etwas weiter vorn verstärkt Pirmin Schwegler das defensive Mittelfeld, in dem mit Eugen Polanski 2013/14 ein für mich überraschend starker Akteur aufdrehte. Und für ganz vorn hat 1899 bei Schalke 04 ins Einkaufsregal gegriffen: Edeljoker Adam Szalai, der in Gelsenkirchen nie richtig Fuß fassen konnte, kam für sechs Millionen Euro. Ich glaube, dass der Junge eine sehr gute Ergänzung zu Roberto Firmino sein kann. Überhaupt, Firmino: Was hat der Mann für eine überragende Saison gespielt? Gut für Hoffenheim, dass er noch bleibt. Mal sehen, wie lang. Ein Spieler seiner Klasse dürfte auch für Hoffenheim trotz Vertrags bis 2017 nur schwer zu halten sein. Und dann ist dann ja auch noch Kevin Volland. Heidewitzka, die Hoffenheimer Offensive zählt wohl zu den fünf besten der Liga.

Fazit: Die eben erwähnte Offensive und der Glaube daran, dass Hoffenheim nicht noch einmal 70 Tore einfangen wird, lässt mich glauben, dass die TSG zwei Plätze nach oben rutscht und am Ende auf Rang sieben landen wird.

 

Und so wird die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag aussehen:

1. FC Bayern
2.
3. Borussia Dortmund
4.
5.  Borussia Mönchengladbach
6. Bayer Leverkusen
7. 1899 Hoffenheim
8.
9.   1. FSV Mainz 05
10.
11. Hannover 96
12. Hertha BSC
13. FC Augsburg
14. Eintracht Frankfurt
15.
16.
17.
18. SC Paderborn

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