Bock auf den HSV

Ich hätte es kaum für möglich gehalten, dass ich das mal schreibe, aber: Herr van der Vaart und ich haben etwas gemeinsam.

Nach einer grottigen Bundesliga-Saison und dem verletzungsbedingten WM-Aus ließ sich van der Vaart interviewen und ließ in ebenjenem Interview ein Treuebekenntnis in Richtung HSV ab. Er habe sich, so las ich, weder vorzeitig von seinen bisherigen Mitspielern verabschiedet, noch habe er ein Angebot aus der Türkei erhalten. Und außerdem habe er – siehe Titel dieses Blogeintrags.

Das sind Worte, die ich gern lese. Und ich bin ganz ehrlich: Inzwischen glaube ich sie sogar. Lange Zeit war ich nicht gerade davon überzeugt, dass Herr van der Vaart uns immer die Wahrheit erzählt. Wer mag es mir übel nehmen nach der Valencia-Trikot-Präsentation? Nun aber ist es so. Denn: Morgen wird ein bekanntes Magazin ein Interview mit einem nun ehemaligen HSV-Übungsleiter auf seiner Homepage veröffentlichen. Dieses Interview las ich vorab. Der ehemalige HSV-Übungsleiter, der interviewt wird, ist ein sehr ehrlicher Mensch. Und er erzählt, wie sehr als Rafael van der Vaart als Mensch schätzt – als Spieler sowieso. Dass van der Vaart keine Zeitungen mit wirren Meldungen über sich liest, überhaupt über vielen Dingen steht und auch sonst ein angenehmer und sympathischer Mensch ist.

Ich will gar nicht weiter auf das Interview mit diesem ehemaligen HSV-Übungsleiter eingehen. Lest es einfach selbst, wenn es soweit ist. Ich will nur eines sagen: Herr van der Vaart hat bei mir ein bisschen Kredit gewonnen.

Bock auf den HSV also. Ja, den haben Herr vdV und ich. Seit gestern übrigens hat die Saison 2014/15 für mich begonnen. Ich weiß nun, dass es die Mannschaft von Energie Cottbus ist, die wir auf dem Weg nach Berlin weghauen werden in der ersten Runde des DFB-Pokals bezwingen müssen. Auch wenn einige Gazetten schon wieder von „Angstgegner Cottbus“ schreiben: Nein, Cottbus ist kein Angstgegner. Natürlich werden wir uns durchsetzen. Weil wir gegen einen Drittligisten kicken dürfen, der erstmal genug Spieler zusammenkratzen muss, um überhaupt antreten zu können.

Bis dahin hat Herr Kreuzer respektive dessen Nachfolger noch jede Menge zu tun. Sollte Hakan C. tatsächlich gehen (dürfen), muss Ersatz her. Und ich wünsche mir Vollzug in Sachen Ostrzolek. Und noch den einen oder anderen Offensiven. Und einen Ersatzmann für hinten rechts.

Doch egal, wer Mitte August bei uns auf dem Feld stehen wird: Ich habe jetzt schon Bock auf den HSV.

Noch jemand?

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6 Gedanken zu “Bock auf den HSV

  1. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, nach dieser total verkorksten Saison dachte ich, ich brauch erstmal Urlaub vom HSV. Pustekuchen, meinetwegen kann es wieder anfangen, am besten sofort.

    Ich hab Rafa eigentlich immer schon für recht ehrlich gehalten, nicht obwohl er die Valencia-Geschichte hatte, sondern gerade weil. Auch da ist er die ganze Zeit ehrlich gewesen und hat anschließend wieder ganz ehrlich weitergespielt.
    Ich denke, es sind viel mehr Profis ehrliche und aufrechte Leute, als weitläufig angenommen wird.

    Ich freu mich schon auf die neue Saison … ich glaub, ich hab nen Schaden

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