Moin, Zoltan.

Der HSV hat einen neuen Spieler. Ungewöhnlicherweise habe ich diesmal nicht schon wochenlang vorher in den Gazetten dieser Stadt lesen müssen, dass er „ein interessanter Mann“ sei und man sich „mit der Personalie beschäftige“. Nein, gefühlt war es so: Kaum habe ich erstmals vom Interesse des HSV an ihm gelesen, war er auch schon da. Das hat mir sehr gut gefallen. (Ich möchte es vermeiden zu fragen: Ist das der neue HSV? Wünschen würde ich es mir sehr.)

Stieber wurde für eine Summe, die unser Noch-Aufsichtsrat abnicken musste, also 500.000 Euro plus x, von der SpVgg Greuther Fürth gekauft. Dort besaß er einen noch bis Juni 2015 laufenden Vertrag, was die siebenstellige Summe erklärt, die der HSV zu investieren bereit war.

Ich mag den Spielertyp, den Zoltan Stieber verkörpert. Er ist trickreich, schnell und hat ein Auge für den Mitspieler. Letzteres belegen seine elf Torvorlagen, die ihm in der vergangenen Saison in 32 Zweitligapartien gelungen sind. Darüber hinaus traf er neunmal selbst.

Zoltan Stieber ist im offensiven Mittelfeld variabel einsetzbar. Zumeist wurde er links aufgestellt, jedoch hat er auch keine Probleme damit, rechts oder in der Zentrale zu spielen. Von der Spielanlage und der Körpergröße (1,75 m) erinnert er mich an einen Spieler, den wir bereits im Kader haben: Ivo Ilicevic. Bei zwei Faktoren unterscheiden sich die beiden jedoch sehr: bei den Kosten und der Verletzungsanfälligkeit.

Für Zoltan Stieber musste der HSV dem Vernehmen nach rund 1,7 Millionen an Ablöse berappen. Durch die Personalkostenreduzierung und aufgrund der Tatsache, dass Stieber vor wenigen Tagen ein Zweitligaspieler war, schätze ich sein Jahresgehalt auf etwa eine Million. Das ist für einen Rackerer, der der Sorte „Durchspieler“ zuzuordnen ist, gut angelegtes Geld.

Ivo Ilicevic kostete seinerzeit rund vier Millionen Euro Ablöse. Sein Jahresgehalt schätze ich auf mindestens eine halbe Million Euro mehr als Stieber bekommen wird. Im Gegensatz zu Stieber ist Ilicevic aber sehr häufig verletzt. In der vergangenen Saison verpasste er wegen einer Zerrung, wegen Oberschenkelproblemen, wegen einer Oberschenkelzerrung und später wegen einer Innenbandzerrung sechzehn Spiele.

Ich glaube, dass der HSV genau hier angesetzt hat. Ilicevic hat unbestritten seine Fähigkeiten, nur kann er diese aus beschriebenen Gründen zu selten einsetzen. Mit Zoltan Stieber wird Ivo nun ein starker Konkurrent vor die Nase gesetzt. So befindet sich der HSV nun in einer exzellenten Ausgangsposition, wenn es um die nächste Vertragsverlängerung Ilicevic‘ geht. Dessen Vertrag läuft Ende der kommenden Saison aus.

Aber eigentlich soll es hier ja um Stieber gehen.

Bisher habe ich ihn eher aus der Entfernung beobachtet. Was ich sah, gefiel mir aber gut. Ob er Erstligaanforderungen genügt, muss sich natürlich noch zeigen. Denn so sehr er in der vergangenen Saison auch bei der SpVgg Greuther Fürth auftrumpfte: Er spielte in der Zweiten Liga. Die Bundesliga ist da immer noch ein anderer Schnack.

Die Qualität des HSV-Kaders hebt Zoltan Stieber aber meiner Meinung nach dennoch an. Und das ist schon mal viel wert. Jeden Tabellenplatz über dem 16. würde ich sofort nehmen, und ich bin mir sicher, dass Stieber seinen Teil dazu beitragen wird, dass der HSV dieses (mein) Minimalziel am Ende der nächsten Saison erreicht.

Vielleicht schlägt der HSV ja nun den richtigen Weg ein. Weg von der Denke, es müssen immer Stars den Weg nach Hamburg finden. Stieber ist ein solider Spieler, dessen Charakter – aus der Entfernung beobachtet – zu stimmen scheint. Skandale konnte ich jedenfalls keine ausmachen.

Ich freue mich auf den Kerl. Steiber links, van der Vaart (oder eben Calhanoglu) in der Mitte, Beister rechts. Das könnte Spaß machen.

Herzlich willkommen, Herr Stieber, oder wie wir in Hamburg zu sagen pflegen:

Moin, Zoltan.

 

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Gewinnspiel: die Auflösung

Das ging schnell. Viel schneller, als ich erwartet hatte. Ich bedanke mich aufs Herzlichste bei denen, die ein bisschen Werbung für mein kleines Spielchen gemacht  und natürlcih vor allem bei denen, die sogar Lösungsvorschläge eingereicht haben.

Und wie es immer so ist: Erst im Nachhinein und durch das Wissen der Mitspieler wurde mir bewusst, dass sich weit mehr als nur zwanzig Bundesligaspieler in dem Text versteckt hatten. Viele Namen hatte ich gar nicht auf der Pfanne bzw. unbewusst in den Text bugsiert. Dazu zählen unter anderem Namen wie (Valentin) Herr, (Friedel) Reuther, (Dirk) Heinen, (Benjamin) Auer.

Natürlich muss und möchte ich diese Vorschläge gelten lassen, wenngleich ich andere Spielernamen ausgewählt und eingebaut hatte.

Als Erste/r, nämlich um 21.45 Uhr, meldete sich eine gewisse oder ein gewisser „meine Wenigkeit“, die oder der 20 richtige Namen fand und mir in der richtigen Reihenfolge zukommen ließ. Damit steht die/der Sieger/in fest. Herzlichen Glückwunsch, und: bitte melde Dich!

Um 22.02 Uhr brachte „phornic“ seinen Lösungsvorschlag an. Alle 20 genannten Namen, die sich teils von denen von „meine Wenigkeit“ unterschieden, waren richtig, jedoch nicht in der richtigen Reihenfolge. Wenn es die werten Mitspieler erlauben, möchte ich aber nicht so piefelig sein und phornic dennoch auf Platz zwei heben.

Um 22.38 Uhr war Herr Kamke dann soweit und übertraf mal wieder alle. Er nannte gleich 38 richtige Namen, darunter 19, die ich mir ausgesucht hatte. Da siehste mal.

Nur zehn Minuten später kamen die endgültigen Tipps von Trainer Baade an. Auch hier: 20 richtige Namen.

Schlussendlich kam Jörg Fischer um 23.22 Uhr auf 21 Namen. Zwei dabon entsprachen nicht den Kriterien (mindestens vier Buchstaben), so dass er im Grunde nur 19 Namen abgeliefert hatte. Was aber wurscht ist, da er „nur“ sich als Fünftschnellster gemeldet hatte. Aber auch hier gilt: Ich möchte nicht päpstlicher sein als der Pope, und wer sich Mühe gibt, soll belohnt werden.

Es ergibt sich folgende Rangliste:

1) meine Wenigkeit
2) phornic
3) Heinz Kamke
4) Trainer Baade
5) Jörg aka @thetruemilhouse

Für mich seid Ihr alle Sieger, deshalb bekomt ihr alle etwas.

Meiner Beschreibung zufolge darf sich die/der Gewinner/in einen Preis aussuchen, dann phornic, dann… Ihr wisst schon. Bis runter zu Jörg. Bitte meldet Euch entweder in den Kommentaren hier oder per Mail.

 

Abschließend der Text, in den nun relevante Links aller von mir ausgewählten 20 Spieler eingepflegt sind:

Wie immer, wenn Herr Halmackenreuther in seinem Lieblingsrestaurant saß, entspannte er sich am allerbesten bei der Lektüre eines guten Buchs. Hans-Marcus Krawinski las am liebsten Krimis von Agatha Christie oder Henning Mankell. Mangas waren sein Ding nicht. Das verkürzte ihm auch die Wartezeit aufs Essen. Bestellt hatte sich der ehemalige Kaminkehrer, dem die Menschen, die ihn dauernd betatschten, in der Hoffnung, dies bringe Glück, ein Dorn im Auge waren, wieder einmal eine ganze Menge. Er konnte fressen wie ein Löwe: Eine frische, in Butter gebratene Scholle, ein Fladenbrot, eine Portion Borschtsch und eine Handvoll Karotten. Die Menge mochte auf den ersten Blick ein wenig wunderlich sein, zumal Herr Halmackenreuther eine eher kleine Person war. Aber das Radler, dass er dazu bestellt hatte, sorgte dafür, dass das Essen gut in den Magen floss. Nachdem er sein Essen genossen hatte, traute der Mann seinen Augen nicht: Nadja lief an ihm vorbei – seine ehemalige Nachbarin, deren körperlichen Vorzüge durch einen Angorapullover zur vollen Geltung kamen. Herr Halmackenreuther tagträumte davon, mit Nadja auf einer Wiese zu sitzen, umringt von grünem Klee, den Klängen eines Dompfaffs oder mehrerer Stare lauschend. Ein dumpfer Schmerz brachte ihn zurück in die Realität. Sein Mitbewohner Uwe trat ihn kräftig vors Schienbein und sagte: Du hast mich beim Karten spielen reingelegt. Zuhause fand ich ein Spiel mit sechs Assen.

Wer findet alle Bundesligaspieler?

Die Bundesligasaison ist vorüber, das DFB-Pokalfinale sowieso, das Champions-League-Finale ist mir (und einigen anderen auch) egal.

Zwangsläufig fragt sich der geneigte Fußballfan, womit er die Zeit bis zur Weltmeisterschaft wohl am schnellsten totschlägt.

Ich habe die Lösung: Mit meinem kleinen Spiel!

Im unten stehenden Text sind die Nachnamen verschiedener (ehemaliger und aktueller) Bundesligaspieler versteckt. Wer findet sie und sahnt einen Mini-Gewinn ab?

Bevor der Text beginnt, möchte ich ein paar Hinweise loswerden.
1.) Es sind 20 Nachnamen versteckt.
2.) Die gesuchten Namen sind immer mindestens vier Buchstaben lang.
3.) Die Buchstaben können durch Satzzeichen oder Leerschritte voneinander getrennt sein, ebenso können die Namen Teile ganzer Wörter sein (etwa: „Sie sah den Müll, er nicht.“ oder „Völlerei“).
4.) Wer glaubt, die 20 Nachnamen gefunden zu haben, postet diese bitte als Kommentar unter diesen Beitrag. Die ersten drei Teilnehmer, die die 20 richtigen Nachnamen in der richtigen Reihenfolge (einfach durch Kommata getrennt) posten, gewinnen.
5.) Das Spiel geht bis zum 31.5., 12.00 Uhr. Danach gepostete Lösungsvorschläge kann ich leider nicht mehr berücksichtigen.
6.) Zu gewinnen gibt es hauptsächlich den Spaß an der Sache, aber auch ein bisschen etwas mit Fußballbezug. Ich habe ein Autogrammfoto von Jean-Pierre-Papin in Diensten des AC Mailand, eine noch ungeöffnete Panini-Sammeltüte der WM 1998 und einen Stoß alter Americana-Sammelbilder. Der erste Sieger darf sich zuerst einen Preis aussuchen, danach wäre der zweite dran, und der Drittplatzierte muss nehmen, was übrigbleibt.
7.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Ganze soll nur ein wenig Freude machen, also bitte: kein Streit.

Hier nun also der Text, der auf den ersten Blick gar nichts mit Fußball zu tun hat:

 

Wie immer, wenn Herr Halmackenreuther in seinem Lieblingsrestaurant saß, entspannte er sich am allerbesten bei der Lektüre eines guten Buchs. Herr Halmackenreuther las am liebsten Krimis von Agatha Christie oder Henning Mankell. Mangas waren sein Ding nicht. Das Lesen verkürzte ihm auch die Wartezeit aufs Essen. Bestellt hatte sich der ehemalige Kaminkehrer, dem die Menschen, die ihn dauernd betatschten, in der Hoffnung, dies bringe Glück, ein Dorn im Auge waren, wieder einmal eine ganze Menge. Er konnte fressen wie ein Löwe: Eine frische, in Butter gebratene Scholle, ein Fladenbrot, eine Portion Borschtsch und eine Handvoll Karotten. Die Menge mochte auf den ersten Blick ein wenig wunderlich sein, zumal Herr Halmackenreuther eine eher kleinere Person war. Aber das Radler, das er sich dazu bestellt hatte, sorgte dafür, dass das Essen gut in den Magen floss. Nachdem er das große Mahl genossen hatte, traute der Mann seinen Augen nicht: Nadja lief an ihm vorbei – seine ehemalige Nachbarin, deren körperlichen Vorzüge durch einen Angorapullover zur vollen Geltung kamen. Herr Halmackenreuther tagträumte davon, mit Nadja auf einer Wiese zu sitzen, umringt von grünem Klee, den Klängen eines Dompfaffs oder mehrerer Stare lauschend. Ein dumpfer Schmerz brachte ihn zurück in die Realität. Sein Mitbewohner Uwe trat ihn kräftig vors Schienbein und sagte: Du hast mich beim Karten spielen reingelegt. Zuhause fand ich ein Spiel mit sechs Assen.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Suchen und Finden.

 

Bitte geh‘, Hakan

Er ist ein junger Mann, zweifellos talentiert und auf dem Weg, ein Star zu werden. Und am liebsten hätte ich gesehen, dass er noch ein paar Jahre beim HSV geblieben wäre. Nun aber wünsche ich mir nichts mehr, als dass Hakan Calhanoglu so schnell wie möglich den Verein verlässt.

Zumindest, wenn das so stimmt, was man seit kurzem auf http://www.transfermarkt.de lesen kann: „Ich möchte den HSV verlassen.

Calhanoglu, so heißt es, äußerte sich wie folgt: „Meine Perspektive für die kommende Saison sehe ich ganz klar bei Bayer Leverkusen.“ Und: „Ich bin mit großer Hoffnung hierhergekommen, aber ich habe sie verloren. Auch nach dem schlechten Start habe ich noch an das Potenzial geglaubt, aber es wurde immer schlimmer. Für mich als junger Spieler war das schwer wegzustecken.“

Wenn Du das wirklich so gesagt hast, lieber Hakan: Verschwinde.

Wir HSV-Fans hatten auch mal große Hoffnungen. Nämlich die, dass Du unseren Verein wieder in erfolgreichere Zeiten führen könntest. Platz zehn in der nächsten Saison wäre zum Beispiel ein solcher Erfolg.

Oder die, dass Deine Worte bei der Vertragsverlängerung neulich – wieviel Kohle hast Du Monat für Monat vom HSV kassiert? –  nicht nur dumme Lippenbekenntnisse („Ich gehe notfalls auch in die 2. Liga. Ich bin dem Verein dankbar und will ein Signal setzen.“) waren.

Bitte geh‘, Hakan, und werde in Leverkusen glücklich. Dort wirst Du allerdings sehen, dass Du einer von vielen bist. Wirst merken, wie hart eine Ersatzbank sein kann und Dich wundern, dass Dir plötzlich nicht mehr jeder zu Füßen liegt. Ich rate Dir, an Deiner Einstellung zu arbeiten. Sätze wie „Ich weiß nicht, ob ich (beim HSV) weiter so locker und leicht spielen könnte“, die Du angesichts der Tatsache, dass Du eventuell beim HSV bleiben musst, getätigt hast, kommen nirgends gut an. Nicht mal in Leverkusen.

Da Du ja so nett warst und Deinen Vertrag bis 2018 verlängert hast, dürfte uns Dein Wechsel ein paar Taler bringen. Dafür bin ich Dir dankbar. Ansonsten: Sieh‘ zu, dass Du Land gewinnst.

Wir dürfen weitermurksen.

Der HSV hat es tatsächlich geschafft und mit Nachsitzen und viel, viel Glück die Klasse gehalten.

Wie ich nach dem Hinspiel schon schrieb: Das einzig Positive an ebenjenem Hinspiel war die Tatsache, dass wir zu Null gespielt haben – das sollte sich nun als Trumpf herauskristalisieren.

Ich empfinde es übrigens als besonders großen Wink der Ironie, dass unser Treffer – Kopfball Lasogga nach einer van-der-Vaart-Ecke – bei einer Standardsituation fiel. Wo hier doch die Truppe mit der schlechtesten Abwehr nach Standards auf ausgewiesene Experten des ruhenden Balles traf.

Im Gegensatz zum Hinspiel war der HSV diesmal von Anfang an wach. Das hat mich sehr gefreut, denn das war in dieser Saison nun wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Dementsprechend wenig gelang den Fürthern zu Beginn. Das war für mich letztlich spielentscheidend. Nicht auszudenken, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte es ein frühes Gegentor gegeben.

Ich kenne den Kader der Fürther nicht sehr gut, bin aber der Meinung, dass Trainer Kramer einen taktischen Fehler begangen hat, in dem er Baba hinten links spielen ließ. Der Mann hat am Donnerstag so viel Dampf im Mittelfeld gemacht. Und nun wurde er hinten „verschenkt“. Mir soll es recht sein. So hatten wir phasenweise sogar spielerisches Übergewicht. Wir!

Großartig anzusehen war einmal mehr Milan Badelj. Ich habe selten einen Spieler gesehen, der seinen Gegnern so geschickt und so elegant die Bälle abnimmt. Und als er zum taktischen Mittel „Jarolim-Gedächtnis-Faller“ griff, musste ich herzlich lachen. Da war sie wieder, unsere 14.

Die von vielen so gehasste und von mir seit jeher nur als nette Randnotiz zur Kenntnis genommene Uhr tickt also weiter. Und über ein neues Maskottchen müssen wir uns auch noch keine Gedanken machen. Sorry, werte HSV-Hasser. Macht Euch eine Flasche Holsten auf und spült Euren Frust damit herunter. Wir haben den Abstieg verschoben. Stolz bin ich auf das Gezeigte nicht, aber der Fakt, dass wir weiter in der Bundesliga spielen dürfen, macht mich froh.

Ab sofort kann es für unseren Sportdirektor nur ein Motto geben: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Herr Kreuzer muss am Kader für die nächste Saison feilen, und zwar mit Hochdruck. Wenn schon ein Pierre-Michel Lasogga gehen muss, dann sorgen sie schnell und zielgerichtet für Ersatz, Kreuzer! Auf der Gegenseite lief ein gewisser Azemi herum, der gefiel mir ganz gut. Aber ich will gar nicht groß ins Detail gehen, welche Spieler nun bleiben sollen, gehen müssen oder kommen dürfen. Im Endeffekt soll eine homogene Mannschaft gefunden werden, mit genügend Ersatzleuten auf den Außenverteidigerpositionen und im Sturm.

Den Rest erledigt der Trainer dann schon, an den ein großer Dank geht: Mirko Slomka hat eine wunderbar unaufgeregte Art, egal ob auf dem Trainingsplatz, an der Seitenlinie oder auf Pressekonferenzen. Das ist alles sehrhübsch anzusehen. Deshalb wünsche ich mir, dass wir noch viel von Ihnen haben werden, Herr Slomka.

 

Auf ein weiteres Jahr Bundesliga. Wie immer dabei:

NUR DER HSV!

 

PS: Johan Djourou soll eine Gehirnerschütterung davongetragen haben. Gute Besserung, lieber Johan.

PPS: Hat Stephan Fürstner eigentlich nochmal „Buh“ zu Rafael van der Vaart gesagt?

Mehr nicht.

Zu Null.

Damit wären die positiven Dinge aus dem Relegationshinspiel des HSV gegen die SpVgg Greuther Fürth erwähnt.

 

Schade, dumm und/oder schlecht ist, dass…

… wir kein Tor geschossen haben.
… der Gegner uns in allen Belangen überlegen war.
… weder Spieler noch Funktionäre dies nach Schlusspfiff erkannt haben.

Die Fürther haben sich hinten reingestellt, Herr Lasogga? Nein. Sie haben aus einer gestärkten Defensive heraus ihr Spiel gespielt. Ein schnelles, technisch ansprechendes, im übrigen.

Wir haben Sonntag noch alle Chancen, Herr van der Vaart? Ja. Aber die hatten sie gegen Bremen, Hannover und Augsburg auch. Und gegen Hertha, Frankfurt und Mainz auch. Ich könnte weitere Beispiele nennen. Immer blieb unterm Strich zu wenig.

Ich möchte keinen Zweckoptimismus und keine Durchhalteparolen. Ich will Leistung. Für die Putzfrauen und Büroangestellten, für die Zeugwarte und Busfahrer, die unter einer Zäsur deutlich mehr leiden müssten als die Herren Spieler. Für die Fans, die bedingungslos hinter der Mannschaft stehen und für die der Verein viel mehr bedeutet als manchem Spieler. Ich möchte, dass Ihr alles in Eurer Macht stehende tut, um den Abstieg zu verhindern. Dass Ihr einen Meter mehr lauft als sonst, ein Kopfballduell mehr bestreitet und einen Zweikampf mehr gewinnt. Und mindestens genauso viele Tore schießt wie die SpVgg Greuther Fürth.

Mehr nicht.

Jansen.

Nun ist es amtlich: Der Bundes-Jogi hat Marcell Jansen aus dem WM-Kader gestrichen und nimmt somit keinen einzigen HSVer mit nach Brasilien. Ich finde das: hervorragend.

Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft standen bei HSV-Spielern zuletzt eh unter keinem guten Stern. Oft kamen sie mit Verletzungen zurück – das können wir nun wirklich nicht gebrauchen. Insofern freue ich mich als HSV-Fan über die Nichtnominierungen sämtlicher Hamburger, die in der letzten Zeit für den DFB aufgelaufen sind. Kein Adler, kein Westermann, kein Lasogga, kein Jansen. Für den Fall, dass sie über die bevorstehenden Relegationsspiele hinaus bleiben, hätten sie somit genug Gelegenheit zur Regeneration.

Im übrigen kann ich auch durchaus verstehen, dass Marcell Jansen nicht in Brasilien spielen wird. Sein Einsatz und seine fußballerischen Fähigkeiten in allen Ehren, aber für die Weltspitze reicht es meiner Meinung nach dann doch nicht.

Einzig der Zeitpunkt der Bekanntgabe wundert mich dann doch. Wieso nominiert Löw ihn erst für den 30-Mann-Kader, um ihn dann im Länderspiel gegen Polen nicht einzusetzen und anschließend zu entscheiden, dass es doch nichts wird? Vielleicht hat jemand ja die Erklärung parat – ich würde mich freuen, es zu erfahren.