20 Dinge über mich

Ich habe mich breitschlagen lassen. Es hatten sich auf einen meiner Blogeinträge hin ein paar Menschen gemeldet und sich in netter Form darüber beschwert, dass ich keine „20 Dinge über mich“-Liste erstellen werde, weil ich nicht daran glaube, dass es so viele interessante Dinge über mich zu erzählen gibt.

Nun denn, ich bin jetzt doch ein bisschen in mich gegangen und in die Vergangenheit gereist, habe aber auch in der Gegenwart gesucht. Ich habe mich von einer Reihe lieber und interessanter Menschen inspirieren lassen. Und ich habe ein paar Sachen gefunden, die Euch eventuell doch interessieren. Und falls nicht: Ich habe es Euch doch gleich gesagt. Gleichwohl – bitte sehr:

1. Mich fasziniert alles, was mit Symbolen, Geheimnissen, Zeichen, Verstecken, Magie, Zaubereien, Illusionen, Verschwörungen, Rätseln etc. zu tun hat. Ich glaube, ich wäre ein guter Spion geworden. Es ist toll zu sehen, dass mein größerer Sohn in genau die selbe Richtung einzuschlagen scheint.

2. Ich bin ein Spätzünder und ein Angsthase, was Technisches angeht. Ich twittere erst seit kurzem, blogge seit noch viel kürzerer Zeit und erst jetzt, in meiner zweiten Lebenshälfte, beschäftige ich mich erstmals ernsthaft mit dem Gedanken, einen Podcast zu betreiben. Wahrscheinlich werde ich noch ein paar Monate darüber nachdenken und die Geschichte anschieben, bis ich sie zehn Jahre lang vergesse.

3. Ich mag Gitarrenmusik. Damit meine ich nicht James Blunt mit seiner Klampfe, sondern eher Aerosmith, Metallica und so. Und gerne härteres Zeug wie von Pantera und Sepultura oder Düsteres wie von Type O’Negative. Ich bin Guns ’n‘ Roses hinterhergereist und habe mich damals bei einem Konzert über Transvision Vamp und Billy Idol als Support mehr gefreut als über den Hauptact Simple Minds. Sehr gut leiden kann ich aber auch deutschen HipHop (Oder ist es Rap? Ihr wisst schon, diesen Sprechgesang.). Ganz, ganz selten höre ich Musik gern, die in den Top10 der Charts zu finden sind. Grundsätzlich hat sich mein Musikgeschmack in den vergangenen 30 Jahren nur marginal verändert.

4. Ich leide an chronischem Fernweh. Ich habe einige wirklich schöne Orte dieser Welt bereist, teils privat, teils beruflich, und schwelge in Erinnerungen an Madrid und Monaco, Kopenhagen und Kyoto, Hvide Sande und Venedig, Las Vegas und Los Angeles, Neuwerk und Neukölln, Tokio und Tampa, etc. In den vergangenen Jahren hat sich meine Reisefreudigkeit aus mehreren Gründen auf wenige Orte in der relativen Nähe meines Wohnortes beschränkt (denkt Euch einen 400-km-Umkreis um Hamburg, dann kommt das in etwa hin.).

5. Früher besaß ich eine stattliche Autogramm(karten)sammlung. Es waren wohl mehrere tausend Stück. Heute nenne ich nur noch einige wenige liebgewonnene Exemplare mein Eigen. Ein Autogramm von Muhammad Ali beispielsweise, oder eines von Jürgen Sparwasser. Lustig: Einmal habe ich sogar selbst schon Autogramme geben müssen.

6. Das erste Fußballspiel, das ich bewusst besucht habe, war die Partie Hamburger SV – SV Waldhof Mannheim am 17.11.1984. Ich war elf Jahre alt, es hat geschneit, und der HSV führte bereits nach zehn Minuten durch Tore von Thomas von Heesen, Mark McGhee und Michael Schröder 3:0. Am Ende hieß es 5:2, weil Günter Sebert ins eigene Tor traf und auch Wolfgang Rolff noch einnetzte, ehe Fritz Walter und Jürgen Makan für Mannheim Ergebniskosmetik betrieben. Zuvor hatte ich natürlich oft Fußball im Fernsehen verfolgt. Bei der WM 1982 durfte ich erstmals länger wach bleiben, um Fußball zu gucken. Das war der Startschuss für meine bis heute andauernde Begeisterung für diesen Sport.

7. Ich werde stets für jünger gehalten, als ich bin. Das hat mich früher geärgert, beispielsweise, als es darum ging, in Discos hineinzukommen. Heute ist es mir egal. Überhaupt ist mir Alter relativ egal.

8. Man sagt mir eine gewissene Affinität zu Sprachen nach. Ich schaue mir gern fremdsprachige Internetseiten (italienische, kroatische, welche auch immer) an und versuche, Details aus den Artikeln herauszulesen. Oft schaffe ich das auch. Französisch lesen, verstehen oder gar sprechen kann ich allerdings kaum.

9. Die längste Distanz, die ich bisher an einem Stück gelaufen bin, sind 21,1 Kilometer. Dafür benötigte ich 1:47:48 Stunden. Das war vor deutlich mehr als zwölf Jahren, und ich bin noch heute stolz darauf.

10. Ich habe mal mit Linda Perry von den 4 Non Blondes getanzt.

11. Ich mag Serien. Sitcoms, Krimis, Dramen. Vor allem aus den USA. Da steckt kein Plan dahinter, das ist einfach so. Früher war ALF ganz toll, später die Bundys. Inzwischen auch etwas anspruchsvoller, Breaking Bad und so. Dazwischen: Ganz viel anderes Zeugs. Im Moment schaue ich „24“.

12. Überhaupt die Glotze: Ich liebe Trash. Ich wäre ein hervorragender Telefonjoker bei Herrn Jauch, ginge es um die Geissens, die Glööcklers und die von Bauern gesuchten Frauen dieser Welt. Ich kann mich nicht daran sattsehen, wenn alte Damen Schwiegertöchter suchen oder blonde Damen Vermisste suchen und finden. Oder wenn Peter Zwegat zwar andauernd den Kopf schüttelt, seine Schützlinge dann aber doch irgendwie von ihren Schulden befreit. Die erste „Big Brother“-Staffel könnte ich sowohl nochmals ansehen als auch auswendig nacherzählen.

13. Ich mag die Filme Klaus Kinskis und seine immer wiederkehrenden Wutausbrüche ebenso. Leider scheint er privat ein dummes Arschloch gewesen zu sein. Ich hoffe noch immer, dass der ganze Mist nicht wahr ist und seine Tochter Pola irgendwann gesteht, dass das alles eine große PR-Lüge für ihr Buch war – glaube aber nicht dran. Traurig. Neben Kinski gibt es einen weiteren Schauspieler, den ich sehr mag. Diejenigen, die mich etwas näher kennen, dürften kaum Schwierigkeiten haben zu erraten, welcher Schauspieler das sein könnte.

14. Ich habe einen Rückversicherungskomplex (so hat das mal jemand genannt, und ich mag dieses Wort): Wenn ich aus dem Haus gehe, in eine Bahn steige, aus einer Bahn aussteige, also irgendwo an einer Tür vorbeikomme, muss ich überprüfen, ob ich mein Handy, meine Schlüssel und meine Geldbörse immer noch bei mir habe.

15. Ich liebe alles, was mit Disney zu tun hat.

16. Ich mache gern Komplimente und meine diese immer ernst. Und ich freue mich darüber, wenn man sich über meine Komplimente freut.

17. Ich bin HSV-Fan und habe Titelgewinne meiner Lieblingsmannschaft tatsächlich bewusst erlebt!

18. Ich besitze ein paar Fußballschuhe von Dennis Aogo, die mir 1a passen und die ich hin und wieder zum Buffen anziehe.

19. Mein Lieblingssatzzeichen ist das Interrobang.

20. Eines dieser Dinge, vielleicht auch nur ein Teil eines Dinges, ist erstunken und erlogen.

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6 Gedanken zu “20 Dinge über mich

  1. Na also, geht doch! Was mich allerdings ein bisschen enttäuscht: das ist ja gar kein Tanzvideo von Euch beiden.

    Und wenn ich noch eine Bitte äußern dürfte: bekomme ich bei Gelegenheit ein Autogramm von Dir?

    • Den Wunsch nach einem Autogramm kann ich nicht nachvollziehen. Erfüllen würde ich ihn dennoch; wer könnte Dir einen Wunsch abschlagen? Was das von Dir erhoffte Video angeht: Das Ansehen hätte sich nicht gelohnt. Ein langhaariger Grunger und eine zugegebenermaßen ansehnliche Dame in einem schlecht ausgeleuchteten Raum. Man hätte kaum etwas erkannt. (Ich hätte natürlich sinnvoller verlinken können, vielleicht nur ihren Namen; ich gebe zu, die Tatsache, dass überhaupt gelinkt wurde, schürt gewisse Erwartungen.)

  2. 3. Hach. Transvision Vamp fand ich damals ganz ganz toll, da bin ich schon ein wenig neidisch. Guns’n’Roses habe ich 92 in Hannover gesehen, hatte mich tierisch auf Faith No More als Support gefreut, doch da wir ewig im Stau standen, haben wir beide Vorgruppen (die andere war Soundgarden) verpasst. Das Konzert selber war dann so semi gut. Axl war mal wieder sehr divenhaft, saß die meiste Zeit nur rum und es gab keine Zugaben.

    4. Schellte in Kopenhagen ein Telefon?

    7. Ich bin ja immer für älter gehalten worden, hauptsächlich weil ich schon sehr früh so groß wie jetzt war.

    12. Trash-TV werde ich nie verstehen und halte es für ganz gefährliche Volksverdummung, da es Leute in die Öffentlichkeit zerrt, die teilweise keine Ahnung haben wie es ihr Leben beeinflussen wird. Hinzu kommt das dort über Leichen gegangen und ganz schlimm manipuliert wird.

    13. Kinski hatte eine Vollklatsche, aber ich mag ihn auch; teile allerdings Deinen Vorbehalt was sein Privatleben angeht.

    14. Beim gehen drei mal alle Taschen abklopfen ob auch ja alles da ist. Kenne ich.

    19. Das Interrobang ist ein sehr nerdiges Satzzeichen, das ich tatssächlich kenne :)

    Ganz ernsthaft: Ich wünsche mir mittlerweile, daß wir uns schon seit den frühen 90ern kennen würden; unsere damaligen Ichs hätten sich da ganz prächtig verstanden.

    Außerdem: Bilder von Dir mit langen Haaren bitte!

    • Transvision Vamp war toll, in der Hauptsache natürlich wegen Wendy James. Ich traue mich kaum nachzusehen, wie sie wohl heute ausschaut.

      Deine Frage nach dem schellenden Telefon in Kopenhagen verstehe ich leider nicht.

      Wahrscheinlich hätten wir, Tim, uns schon damals super verstanden, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Aber ein Foto von mir mit langen Haaren gibt’s trotzdem nicht zu sehen. (Was aber hauptsächlich daran liegt, dass es nur ein einziges mir bekanntes Foto gibt und ich nicht weiß, in welcher Kiste ich kramen müsste, um es zu entdecken.)

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