Freude, zart.

Ich bin beruhigt.

Endlich hat der HSV den ersehnten ersten Saisonsieg geschafft, und wie es so schön heißt: zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor einer Pause. Der bösen Presse wird eventuell ein bisschen Wind aus den Segeln genommen (ich habe heute noch nichts gelesen). Nun kann sie sich höchstens noch darüber aufregen, dass Oliver Kreuzer nicht alle Aussortierten verkauft hat – nicht aber daran, dass beim HSV sportlich alles den Bach runtergeht. Das ist fein.

Natürlich relativiere auch ich diesen Sieg: Er war zwar enorm wichtig, doch – bei allem Respekt für den Gegner – wir haben eben auch nur gegen Eintracht Braunschweig gespielt. Leider präsentierte sich der Auftseiger auch in seinem vierten Bndesligaspiel eher harmlos und es fällt schwer zu glauben, dass diese Truppe in der vergangenen Saison die Zweite Liga streckenweise dominiert hat.

Für unseren arg angeschlagenen HSV kam dieser Aufbaugegner zur rechten Zeit. Spätestens nach dem Führungstor in der 7. Minuten nahmen wir das Heft in die Hand, erspielten, ERSPIELTEN uns einige gute Chancen und zeigten, dass wir zumindest nicht jedem Gegner spielerisch unterlegen sind. Es war mir eine große Freude, Beister zuzusehen, ebenso van der Vaart, der sich trotz Blessuren aufgerieben hatte. Und ich freue mich für Zoua, der schon jetzt viel zu viel Kritik einstecken musste, dass auch er getroffen hat.

Negativ aufgefallen sind mir einmal mehr die Wechsel Thorsten Finks. Das mag zunächst komisch klingen, denn er tauschte dreimal und brachte zudem auch noch den Top-Joker des Spieltags rein. Aber: Alle drei Wechsel waren körperlichen Problemen geschuldet. Badelj verletzte sich früh, Djourou ist nach seiner längeren Pause noch nicht topfit. Und van der Vaart hatte seine Oberschenkelprobleme schon vor dem Spiel. Ich glaube nicht daran, dass Fink vor der 85. Minute gewechselt hätte, wären die drei Startspieler im Vollbesitz ihrer körperlichen Kräfte bzw. hätten sie sich nicht verletzt. Und das finde ich sehr, sehr schade. Denn was passieren kann, wenn man gute Spieler einswechselt, hat man gesehen. Calhanoglu begeisterte mich in seinen zehn Spielminuten mehr als so manch anderer in kompletten 90. Mann, was hat dieser Junge für ein Potenzial.

Ich hoffe, Thorsten Fink nutzt die spielfreie Zeit, um über seine Wechseltaktik nachzudenken.

Bei aller zarten Freude über das Spiel sollten wir nicht vergessen: Heute schließt das Transferfenster. Ich bin gespannt, was sich tut. Vielleicht muss ich ja einen „Tschüss, Gojko“-Artikel aufsetzen. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Saison 12/13:
1. Spieltag: Nürnberg (H) 0:1, 0 Punkte (Torverhältnis: -1)
2. Spieltag: Bremen (A) 0:2, 0 Punkte (-3)
3. Eintracht Frankfurt (A) 2:3, 0 Punkte (-4)
4. Spieltag: Borussia Dortmund (H) 3:2, 3 Punkte (-3)

Saison 13/14:
1. Spieltag: Schalke (A) 3:3, 1 Punkt (Torverhältnis: 0)
2. Spieltag: 1899 (H) 1:5, 1 Punkt (-4)
3. Spieltag: Hertha BSC (A) 0:1, 1 Punkt (-5)
4. Spieltag. Eintr. Braunschweig (H) 4:0, 4 Punkte (-1)

Veränderung: Ein Punkt mehr (zwei Tore besser)

Platzierung nach dem Spieltag:
2012/13: 15
2013/14: 12

Veränderung:
Drei Plätze besser

Saison 12/13:
Schalke – Hamburger SV 4:1
Hamburger SV – Hoffenheim 2:0
Fortuna Düsseldorf* – Hamburger SV 2:0
Hamburger SV – SpVgg GReuther Fürth* 1:1
4 Punkte, 4:7 Tore

Saison 13/14
Schalke – Hamburger SV 3:3
Hamburger SV – Hoffenheim 1:5
Hertha BSC* – Hamburger SV 1:0
Hamburger SV – Eintracht Braunschweig* 4:0
4 Punkte, 8:9 Tore

Veränderung:
Gleich viele Punkte, zwei Tore besser

*Hertha ersetzt in diesem Vergleich Düsseldorf, Braunschweig Greuther Fürth.

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