Für eine halbe Stunde Fan vom SC Freiburg*

Die vergangene Saison des SC Freiburg ist – nicht nur aus Fansicht – mit einem Wort zu beschreiben: SENSATIONELL.

Vielleicht wäre sie sogar noch ein wenig sensationeller geworden, hätte es für die Qualifikation zur Champions League gereicht und nicht „nur“ zu Platz fünf. Doch auch so sprang am Ende viel mehr raus, als man an der Dreisam zu Saisonbeginn je zu hoffen gewagt hätte. In der vorverganenen Serie erreichte der SC Freiburg Platz zwölf. Das entsprach auch in der abgelaufenen Saison in etwa der Erwartungshaltung der Fans – zumindest mir. Schließlich wurde nicht sonderlich viel in den Kader investiert. Gerade einmal 1,5 Millionen gab man insgesamt aus, die 500000 Euro für Hendrick Zuck in der Winterpause schon mit eingerechnet.

Als Königstransfer und entscheidendes Puzzlestückchen sollte sich der Wechsel Max Kruses von FC St. Adtteilverein zum SCF herauskristallisieren. Der Mittelfeldspieler erwies sich als perfekter Spieler in einem perfekten Christian-Streich-System, war Denker, Lenker und Torschütze par excellence. Und avancierte völlig zu Recht zum Nationalspieler. Um ihn herum spielten alle weiteren über ihre Verhältnisse. Vielleicht aber auch: ihren Verhältnissen entsprechend, nur dass man sie zuvor unterschätzte. Spieler wie Oliver Sorg, Matthias Ginter, Jonathan Schmid, ja selbst Johannes Flum waren zuvor einer eher kleineren Fangemeinde rund um Freiburg bekannt — nun kennt und schätzt sie ganz Fußballdeutschland. Selbst Cedrick Makiadi blühte endlich einmal auf und trug seinen Teil zur Erfolgsgeschichte bei.

Vater eben dieses Erfolgs ist der oben kurz erwähnte Christian Streich. Warum man ihn so lange als Coach der eigenen Jugend versteckte bzw. nur als Cotrainer fungieren ließ: ich weiß es nicht. Der Mann hat Charme, Witz, Biss und jede Menge Ahnung von seinem Job. Er formt aus normalen Fußballern Stars, ohne dabei das Kollektiv als solches zu vernachlässigen – noch immer und auch weiterhin wird der Star die Mannschaft sein. Streichs verdienter Lohn: Die Vertragsverlängerung, die im Mai bekanntgegeben wurde, und die mich als Freiburg-Fan noch glücklicher gemacht hätte, als ich eh schon gewesen wäre.

Fazit: Wie oben erwähnt – die Saison war sensationell. Ein Jahr voller von Erfolg gekröntem, ansehnlichen Fußball. Was hatten wir noch zeitgleich in Hamburg?

Aktuell:

1. FC Nürnberg > HSV
FC Augsburg > HSV
HSV > Borussia Mönchengladbach
Bayer Leverkusen > HSV
HSV > VfL Wolfsburg
HSV > Hannover 96
Schalke 04 > HSV
HSV > Borussia Dortmund
HSV > Fortuna Düsseldorf
HSV > SpVgg Greuther Fürth
HSV > Heiner Bremer
VfB Stuttgart > HSV
FC Bayern > HSV
HSV > 1899 Hoffenheim
SC Freiburg > HSV

Hier noch einmal die Links zu meinen bisherigen Fanstationen:
1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
FC Augsburg
Bayer Leverkusen
VfL Wolfsburg
Hannover 96
Schalke 04
Borussia Dortmund
Fortuna Düsseldorf
SpVgg Greuther Fürth
Heiner Bremer
VfB Stuttgart
FC Bayern
1899 Hoffenheim

(*In loser Reihenfolge frage ich mich seit ein paar und in den nächsten Wochen, ob ich als Fan jeweils eines anderen Vereins zufriedener mit dem Saisonverlauf “meines” Teams gewesen wäre.)

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4 Gedanken zu “Für eine halbe Stunde Fan vom SC Freiburg*

  1. Schönes Ding. Freiburg zuzuschauen hat auch mir als HSV-Fan Spaß gemacht. Ich hätte ihnen den Pokalsieg gegönnt … ;-)

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