Es geht um die Wurst.

Riesenaufregung in meiner Timeline drüben bei Twitter.

Heute verkündete der HSV, dass das große Versöhnungsgrillen wegen der 2:9-Niederlage bei den Bayern eben doch nicht so groß ist, sondern verhältnismäßig klein: Nur 500 ausgewählte Fans sollen dabeisein dürfen, und zwar jene, die sich „Allesfahrer“ schimpfen und bei jedem Auswärtsspiel dabei sind, um blau-weiß-schwarz zu unterstützen.

Ich möchte auch kurz meinen Senf dazu geben: Ich finde das vollkommen ok – die Art der Kommunikation lässt jedoch zu wünschen übrig. Bevor man erst halbgar „ein großes Versöhnungsgrillen“ ankündigt und Erwartungen so heiß wie ein Grillkohlenfeuer schürt, hätte ich als Verantwortlicher lieber einen Tag länger darüber nachgedacht und genauer formuliert. Beziehungsweise gleich kommuniziert, dass das kein Tag der offenen Tür wird, sondern der harte Kern belohnt werden soll.

Für die HSV-Hater ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Sie haben gleich dreifach Gelegenheit gehabt, auf unseren Klub einzudreschen: Erst beim 2:9 an sich, dann, weil sie so ein Versöhnungsgrillen lächerlich finden. Und letztlich, weil es (in ihren Augen) nun nicht mal ein wirkliches Versöhnungsgrillen ist.

Wie gesagt: Der HSV hat es auch aus meiner Sicht mal wieder geschafft, in sämtliche Fettnäpfchen zu treten. Mit einer Ausnahme: Die Tatsache, dass wirklich nur ein kleiner, elitärer Kreis eingeladen wird, kann ich absolut nachvollziehen. Abgesehen davon, dass ich keine Lust hätte, einer von rund 50000 Leuten zu sein, die stundenlang für 150 Gramm Fleisch anstehen (und wahrscheinlich ob der Masse der anwesenden Fans sowieso keinen Spieler zu Gesicht bekommen hätten), halte ich es auch aus Vereinssicht für sinnvoll, für diejenigen Fans da zu sein, die in schöner Regelmäßigkeit dieselben Reisestrapazen auf sich nehmen wie die Herren Profis – auf eigene Kosten, versteht sich.

Ich gönne es den Auserwählten.

Update! Um 10:28 Uhr kam dann dieses hier via Twitter vom HSV: http://www.hsv.de/fans/meldungen/2013/spieler-fan-dialog-am-sonntag/

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6 Gedanken zu “Es geht um die Wurst.

  1. Gönnen können ist ja ok – bleibt die Frage, ob es sich um ein gönnenswertes Ereignis handelt … ;)

    Ok, ernsthaft: ich finde, wie Du, den Kreis der Eingeladenen passend. Und lächle ein wenig irritiert über diejenigen, die sich darüber jetzt echauffieren (kriegt man vermutlich nur vor Ort mit).

  2. Naja, mitbekommen. Ich habe einen schönen kleinen Text gelesen, in dem stand, dass „Riesenaufregung“ herrsche. Und obschon ich die Quelle für äußerst seriös halte, würde ich mangels eigener Anschauung davon absehen, die Information zu verbreiten.

  3. Nicht schlecht Herr Specht. Nur diese Formulierung trifft’s nicht: dieselben Reisestrapazen auf sich nehmen wie die Herren Profis.
    Als Fan – zumindest meiner Erfahrung nach – hat man’s doch schwerer: zerstörte Züge, überfüllte Züge, verspätete Züge, ausgefallene Züge. Nur um mal einige der Probleme mit den Zügen genannt zu haben.
    Sonst klasse Beitrag zum Thema Bratwurst in Zeiten des Missverhältnisses von Leistungswille und Fansättigung.

    • Ich danke Dir. Und ärgere mich gleichzeitig, denn genau diese Passage war es, an der ich noch feilen wollte. Ich wollte nur noch schnell einen Gedanken zu Ende bringen und dann ausbessern beziehungsweise ergänzen, dass die Strapazen der Fans ungleich höher sind!

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