Sehr aufregend.

Stellt Euch vor, Ihr tut etwas, von dem Ihr keine Ahnung habt.

Genau so etwas habe ich eben gerade getan. Und es hat nur einen Bruchteil der Zeit gedauert, die ich eigentlich dafür veranschlagt habe. Beziehungsweise: Ich hätte gedacht, dass das Stunden dauern wird. Es waren aber nur ein paar Minuten. Was mich glauben macht, dass ich irgendetwas Wichtiges übersehen habe und das Ganze noch nicht so funktioniert, wie es soll. Nun denn: Die Zeit wird es zeigen.

Die Rede ist vom Einbau des Flattr-Buttons, den Ihr von nun an unter jedem meiner Blogeinträge seht. (Ich hoffe zumindest, dass es so ist, ich werde es gleich mal überprüfen. Zu groß sind die Zweifel in meine technischen „Fähigkeiten“.)

Ich habe ja schon lange mit Flattr geliebäugelt. Andererseits habe ich mir aber auch gedacht: Kann ich meinen Lesern das antun? Ist Flattr nicht eine Art moderner Bettelei? Nun, ich habe mein Gewissen damit beruhigt, dass ich andere Blogger und Betreiber toller Homepages ja auch flattere und Ihnen etwas zukommen lasse. Insofern tue ich erstmal ein gutes Werk. Darüber hinaus ist es ja Gott sei Dank auch nicht so, dass Ihr meinen Flattr-Button drücken müsst. Jedem bleibt es selbst überlassen. Und ich habe jeden einzelnen Leser und jede Leserin gleich lieb – egal, ob nun geflattert wird oder nicht.

Lasst Euch also von dem kleinen Knopf nicht unter Druck setzen. Wenn Ihr mögt, drückt ihn, wenn nicht, lasst es sein. (Da ich – wie oben beschrieben – nicht sicher bin, ob das alles so funktioniert, wie Flattr und ich uns das vorstellen, würde ich Euch bitten, einmal testweise auf den Button zu drücken. ;-))

Beeindruckend.

Ihr kennt ja den Titel dieses Blogs.

Und wisst vermutlich, wieso ich dieses Blog genau so genannt habe: Richtig, es hat etwas mit Twitter zu tun, und dass man eben mit 140 Zeichen nicht alles sagen kann, was man zu einem Thema sagen möchte. Auch dieser Eintrag hat mal nichts mit dem HSV, sondern mit Twitter zu tun. Und mit Fußball. (Der wiederum nur selten etwas mit dem HSV zu tun hat, aber ich schweife ab.)

Was ich eigentlich loswerden möchte: Gestern abend, kurz nach Schlusspfiff der Champions-League-Partie Dortmund – Madrid jagte ich einen Tweet auf die Datenautobahn. Das ist erstmal nichts Ungewöhnliches, das tue ich öfter. Dieser hier aber bekam beseindruckend viel Beachtung. Dabei fand ich meinen Tweet gar nicht mal überragend. Eher folgerichtig.

Vielen Twitterern scheint das aber anders ergangen zu sein. Der Tweet verbreitete sich – immer im Vergleich zu meinen sonstigen „Erfolgen“ – wie ein Lauffeuer, wurde nochmal und nochmal gefavt und retweetet. Der „Hype“ hält bis heute an, vor einigen Minuten drückte irgendjemand wieder einen Button.

Versteht mich nicht falsch: Ich will hiermit nicht sagen, was für ein dufter Sprücheklopfer ich bin. Ich will zum Ausdruck bringen, das ich nun erstmals am eigenen Leibe erfahren habe, was Twitter kann. Dass es binnen kürzester Zeit in der Lage ist, ein paar Wörter durch die halbe Welt zu jagen. Das kann schlimm sein; in meinem Falle habe ich mich aber sehr darüber gefreut.  

Deshalb ein fettes „DANKE“ an alle, die für meinen Rekord gesorgt haben (Stand: 25. April, 14.00). Wollt’s nur mal gesagt haben.

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Der Mann des Tages

Hattet Ihr auch so ein schönes Wochenende wie ich?

Herrliches Wetter, freie Zeit, eine hervorragende Laufveranstaltung (nein, ich meine nicht den Marathon in Hamburg, sondern meinen eigenen Versuch, Herr über Fitness und Pfunde zu werden, der ungefähr ein Fünftel einer Marathonstrecke betrug, mich aber dennoch mindestens genauso glücklich machte wie die Teilnehmer des Marathons), ein stets für rechtschaffen gehaltenen Präsidenten eines Fußballclubs, der sich selbst anzeigt, und letztlich der Sieg meines HSV und sein am Tage danach stattfindendes Grillen, das die Welt seiner meisten Fans wieder in rosarot erscheinen lässt.

Ein rundes Wochenende also. Das Sahnehäubchen aus Fußballsicht war schließlich ein Mann, der mit seiner gezeigten Leistung aus meiner Sicht noch mal alle anderen Akteure, die in ihren Vereinen brillierten, in den Schatten stellte.

Rafael van der Vaart war es nicht, auch wenn er endlich einmal wieder gezeigt hat, warum man ihn verpflichtet hat. Mit seinen beiden Treffern, im Durchschnitt aus gefühlten 80 Zentimetern erzielt, ließ und lässt er den HSV und seine Fans weiter von Europa träumen. (Ganz unabhängig davon, dass das für einige ein Albtraum wäre.)

Mario Gomez war es auch nicht, obwohl der – wenn auch gegen ein völlig überfordertes Hannover – unter Beweis gestellt hatte, was für ein Top-Stürmer er ist. Die Art, wie er seinen Körper einsetzt, um den Ball kurz vorm Torschuss zu behaupten, beeindruckt mich. Da sehe ich dann auch gern drüber hinweg, dass er den einen oder anderen Treffer eher reinstolpert.

Der Mann des Tages ist für mich Oka Nikolov. Der inzwischen 38-Jährige, für den Sprecher der NDR-Bundesligashow offenbar immer noch so unbekannt, dass der ihn „der ewige Okalov“ nannte, hielt seinen Kasten gegen Schalke sauber, hielt dabei sogar einen Elfmeter und parierte eine ganze Reihe Bälle, die von seinen jüngeren Kollegen höchstwahrscheinlich nicht alle gehalten worden wären. Am Ende des Spiels stand seinetwegen ein 1:0 seiner Frankfurter gegen die Knappen fest, weshalb die Eintracht trotz zuvor acht siegloser Spiele immer noch auf Kurs Europa ist. Und was macht dieser tadellose Sportsmann nach der Partie? Stellt sich vor die Mikros und spielt seine Leistung herunter und lobt sich nur minimal selbst, indem er sagt, dass er sich freue, der Mannschaft geholfen zu haben.

Ich bin wahrlich kein Fan der Eintracht, spätestens seit diesem Wochenende aber durchaus von Herrn Nikolov.

Wer lohnt?

So langsam beginnt die Crunchtime.

Der Meisterschaftsdrops ist gelutscht, einer der mindestens zwei weiteren Teilnehmer der Champions League steht auch fest. Um die restlichen Filetstückchen – die direkten CL-Teilnahmen, die Quali zur CL-Teilnahme und die sicheren beiden Europa-League-Plätze – streiten sich noch neun Teams. Fein. Aber darum soll es hier und heute eigentlich gar nicht gehen.

Vielmehr richte ich meinen Blick auf das Ende der Tabelle. Und um das bald aufkommende Geschachere um die Spieler, die viel zu gut für die Zweite Liga sind, obgleich sie dies nicht unbedingt unter Beweis gestellt haben, stehen ihre Teams doch nun mal am Tabellenende. Es hat immer ein bisschen was von Leichenfledderei, und doch muss es sein: Sportdirektoren und Manager richten ihren Blick auf talentierte, teils sogar gute Spieler von potenziellen oder feststehenden Absteigern. So günstig kommt man nicht oft an gutes Spielermaterial.

Deshalb habe ich mir die Kader der (eventuellen) Absteiger angesehen. Und frage Euch: Welche von den folgenden Akteuren hättet Ihr gern in „Eurem“ Team? Und habe ich jemanden vergessen, über den es sich zu reden lohnt? Ich würde mich freuen, wenn hier eine kleinere bis größere Diskussion losgetreten wird.

Heiner Bremer: Nils Petersen, Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic, Aaron Hunt, Assani Lukimya.

Fortuna Düsseldorf: Robbie Kruse, Robert Tesche.

FC Augsburg: Matthias Ostrzolek, Ja-Cheol Koo, Dong-Won Ji.

1899 Hoffenheim: Tim Wiese, Jannik Westergaard, Fabian Johnson, Sebastian Rudy, Daniel Williams, Sejad Salihovic, Roberto Firmino, Takashi Usami, Kevin Volland, Eren Derdiyok, Joselu.

SpVgg Greuther Fürth: Heinrich Schmidtgal, Edgar Prib, Felix Klaus, Nikola Djurdjic.

Die Runde ist eröffnet.

 

Es geht um die Wurst.

Riesenaufregung in meiner Timeline drüben bei Twitter.

Heute verkündete der HSV, dass das große Versöhnungsgrillen wegen der 2:9-Niederlage bei den Bayern eben doch nicht so groß ist, sondern verhältnismäßig klein: Nur 500 ausgewählte Fans sollen dabeisein dürfen, und zwar jene, die sich „Allesfahrer“ schimpfen und bei jedem Auswärtsspiel dabei sind, um blau-weiß-schwarz zu unterstützen.

Ich möchte auch kurz meinen Senf dazu geben: Ich finde das vollkommen ok – die Art der Kommunikation lässt jedoch zu wünschen übrig. Bevor man erst halbgar „ein großes Versöhnungsgrillen“ ankündigt und Erwartungen so heiß wie ein Grillkohlenfeuer schürt, hätte ich als Verantwortlicher lieber einen Tag länger darüber nachgedacht und genauer formuliert. Beziehungsweise gleich kommuniziert, dass das kein Tag der offenen Tür wird, sondern der harte Kern belohnt werden soll.

Für die HSV-Hater ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Sie haben gleich dreifach Gelegenheit gehabt, auf unseren Klub einzudreschen: Erst beim 2:9 an sich, dann, weil sie so ein Versöhnungsgrillen lächerlich finden. Und letztlich, weil es (in ihren Augen) nun nicht mal ein wirkliches Versöhnungsgrillen ist.

Wie gesagt: Der HSV hat es auch aus meiner Sicht mal wieder geschafft, in sämtliche Fettnäpfchen zu treten. Mit einer Ausnahme: Die Tatsache, dass wirklich nur ein kleiner, elitärer Kreis eingeladen wird, kann ich absolut nachvollziehen. Abgesehen davon, dass ich keine Lust hätte, einer von rund 50000 Leuten zu sein, die stundenlang für 150 Gramm Fleisch anstehen (und wahrscheinlich ob der Masse der anwesenden Fans sowieso keinen Spieler zu Gesicht bekommen hätten), halte ich es auch aus Vereinssicht für sinnvoll, für diejenigen Fans da zu sein, die in schöner Regelmäßigkeit dieselben Reisestrapazen auf sich nehmen wie die Herren Profis – auf eigene Kosten, versteht sich.

Ich gönne es den Auserwählten.

Update! Um 10:28 Uhr kam dann dieses hier via Twitter vom HSV: http://www.hsv.de/fans/meldungen/2013/spieler-fan-dialog-am-sonntag/

Vorfreude.

Gut, dass der @herzi so ein Elefantengedächtnis hat.

Irgendwann, es mag so etwa ein halbes Jahr her sein, äußerte ich mich auf Twitter dahingehend, dass ich dem Beiwohnen des so genannten kleinen Derbys hier in unserer Stadt nicht abgeneigt sei. Vor zwei Tagen, mittags, war es dann soweit: Der Herr frug mich, ob das Interesse denn nicht nur geheuchelt wäre, sondern tatsächlich bestünde.

Einer Fügung und meiner lieben Frau sei Dank habe ich sogar am Spieltermin Zeit. Und nun fiebere ich dem Samstagmittag entgegen. Ein paar Tage noch, dann treffen sich @herzi, @timbotania, @sitzkissenfrakt, eventuell sogar @abknicker und ich uns, um der Regionalligapartie HSV – FC Ihrwisstschon zu frönen. Und um den Tag komplett zu machen, geht es danach noch in die Raute, um unsere großen Jungs im Mainz zu bestaunen.

Nun eine Bitte: Liebe HSVer, versaut uns doch bitte nicht diesen Tag. Wir wollen Euch rennen, kämpfen und am besten nach Schlusspfiff jubeln sehen. Selbst, wenn letzteres nicht hinhaut: Die ersten beiden Punkte dieser kurzen Liste arbeitet Ihr bitteschön ab, ja? Es kann doch nicht so schwierig sein, sich 95 Minuten lang zu verausgaben, um am Ende sagen zu können: „Ja, ich habe alles gegeben.“ Wenn das dann nicht reicht, um am Ende des Spiels Punkte eingefahren zu haben: kein Problem.

Wenn ich aber sehe, dass Ihr ditschi-datschi spielt, dass Ihr Euch zu fein seid, Zweikämpfe anzunehmen und keine Wege für Eure Mitspieler lauft, werde ich böse. Das kann im Extremfall dazu führen, dass ich meinen Söhnen raten werde, sich für andere Vereine, die Spieler mit Herzblut in ihren Reihen haben, zu begeistern. Wollt Ihr das? Na also. Gebt Euch Mühe. Danke.

Als der HSV sich blamierte.

Erinnert sich noch jemand an meinen letzten Blogeintrag?

In der Zeit, in der sich der HSV blamierte (und damit meine ich durchaus nicht nur das Spiel bei den Bayern, sondern auch die Heimpartie gegen den SC Freiburg)…

… fuhr ich mit meiner Familie nach Dänemark.
… versteckte ich am Ostersonntag kleine Geschenke und Süßigkeiten und freute mich darüber, dass die Jungs Spaß beim Suchen und Finden hatten.
… ging ich am Nordseestrand mit meiner Frau spazieren.
… versuchte ich, einen Drachen steigen zu lassen.
… schmiss ich Steine ins Meer.
… rollte ich mich Dünen herunter.
… aß ich Unmengen an Eis, Hot Dogs und anderer Spezialitäten.
… spielte ich mit den Jungs Fußball.
… las ich ein Buch.
… ging ich joggen.
… spielte ich Gesellschaftsspiele.
… genoss ich das wunderbare Wetter vor Ort.
… musste ich dann leider wieder die Heimreise antreten.
… fuhr ich mit meinem Kleinsten in die Notaufnahme.
… wusch ich mein Auto.

Ihr seht: Ich hatte also weitaus besseres zu tun, als mich um den HSV und seine vielen, hausgemachten Probleme zu kümmern respektive mich darüber zu ärgern.

Die Saison ist gelaufen, in den nächsten Wochen geht es für Blau-Weiß-Schwarz nur noch darum, sich weniger zu blamieren als in den vergangenen Tagen. Möge es klappen. Bis dahin schwelge ich noch ein wenig in Erinnerungen an den schönen Urlaub, den ich hatte.

Ach, und: Ich bin wieder da. Also: online.