Nennt mich den Propheten.

Mein lieber Herr Murphy.

Wenn das so weitergeht, wird Ihr Gesetz bald umbenannt, und man wird stattdessen meinen Namen verwenden.

Was habe ich mich am vergangenen Freitag hier verbal beziehungsweise tastaturtippenderweise aus dem Fenster gelehnt! Habe aus dem unguten Gefühl heraus, meine Lieblingsmannschaft werde gegen die beste Truppe der vergangenen beiden Spielzeiten nicht nur verlieren, sondern dabei auch noch jede Menge Treffer kassieren, noch die Ausgänge zweier weiterer Bundesligapartien prophezeit. Und nichts davon ist wahr geworden.

So richtig schlimm finde ich das natürlich nicht.

Ich prognostizierte, dass die Keller-Mannschaft Schalke bei den Bayern gewönne. Nun, knapp daneben ist auch vorbei. Die Knappen – ein Name, der so gar nichts mit dem Resultat des Tages zu tun hatte – gingen mit 0:4 unter, und so langsam muss man sich wohl mit dem Gedanken vertraut machen, dass bei der oben verwendeten Bezeichnung „Keller-Mannschaft“ der Bindestrich gestrichen werden muss.

Was die Partie Gladbach gegen Leverkusen angeht, lag ich zumindest in Sachen Spielführung richtig: Bayer dominierte die Partie. Dass sie entgegen meiner Prognose nicht mit einem Leverkusener Sieg, sondern 3:3 ausging, hat mit Glück, Pech, Unvermögen und Klasse zu tun.

Die größte Fehleinschätzung leistete ich mir bei der Partie BVB – HSV. Drei, vier Gegentore hätte ich für normal empfunden. Es wurde nur eins, dafür trafen meine Jungs viermal. An diesen Sieg und vor allem in die Art und Weise, wie er zustande kam, werde ich mich noch oft und dann stets gern erinnern. Analysen lasse ich aus, die liest man im kicker oder sonstwo nach. Nur eine Sache möchte ich loswerden: Jürgen Klopp ist der unsympathischste Bundesligatrainer aller Zeiten. Auch der, die noch kommen werden. Offensichtlich ist ihm der Erfolg der vergangenen Jahre zu Kopf gestiegen. Anders kann ich mir seine Arroganz und Hochnäsigkeit nicht erklären. Schade.

Eigentlich ging es aber um etwas ganz anderes, nämlich meine Unfähigkeit, Spielausgänge vorherzusagen. Wenn Ihr also Tipps benötigt: Fragt mich, und tippt anschließend das Gegenteil. Im Extremfall könnte es Euch sehr, sehr reich machen.

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4 Gedanken zu “Nennt mich den Propheten.

  1. Hatte ich vorhin schon mal kommentiert. Aber vom IPad scheint das nicht zu gehen.Schade.Denn das hier ist richtig gut.Ich würde davon mehr hören wollen :-)

  2. Hören? Hm. Das hieße ja, dass ich das hier in gewisser Regelmäßigkeit tun soll. Das möchte ich eigentlich nicht, bzw. möchte ich nur dann etwas schreiben, wenn ich Lust darauf habe.Das Lob nehme ich natürlich dankend und mit leicht geröteten Wangen an.

  3. Ne, das heißt nicht, dass das eine regelmässige Kolumne sein muss.Es kann eine Art "Einwurf" werden. Also, wenn Du was hast, dann hast du was. Wenn nicht, dann nicht.So.War und ist das gemeint :-)Und ja, die Nummer ist stark!

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