Schein, trügender.

Vom HSV gab es im sportlichen Bereich – die Causa Öztunali mal beiseite gelassen, aber von Jugendfußball spreche ich jetzt auch gar nicht – in den letzten Tagen fast nur Positives zu lesen.

„Top-Torjäger Artjoms Rudnevs vom Hamburger SV ist nach überstandener Muskelquetschung im Oberschenkel anscheinend bereit für einen Einsatz bei Meister BVB.“ (RevierSport, vorgestern)

„BVB-Talent Demirbay will bei den HSV-Profis durchstarten“ (Hamburger Abendblatt, gestern)

„Überzeugendes Comeback von Rene Adler im DFB-Dress“ (MoPo, gestern)

Hinzu kam gestern eine weitere Meldung des Hamburger Abendblattes, laut der der BVB um sechs Spieler bangen muss: Marcel Schmelzer wegen einer phonetisch spektakulären Sprunggelenk-Kontusion, Kevin Großkreutz wegen schlechter Blutwerte. Roman Weidenfeller wegen eines grippalen Infekts, Mario Götze wegen eines viralen Infekts (hat das was mit Werbung im Internet zu tun?). Schließlich noch Marco Reus wegen einer Adduktorenzerrung und Lukasz Piszczek, dessen Grund für ein mögliches Fehlen das Blatt nicht nannte.

Alles in allem scheint es so, als sei der HSV für das Duell gegen den amtierenden Meister gerüstet bzw. der Meister eben nicht. Und dennoch bin ich der Meinung, dass mein Lieblingsklub am Samstagnachmittag so richtig schön auf den Allerwertesten kriegt. Denn:

1.) Die Schwatz-Gelben dürften das Hinspiel noch nicht vergessen haben. Als Roman Weidenfeller die schlechteste Leistung der kompletten Saison zeigte – die noch ausstehenden Partien schon eingerechnet – und erheblichen Anteil an mehreren Gegentoren hatte. Das schreit förmlich nach Wiedergutmachung.

2.) Mit einem Sieg würde Dortmund Verfolger Leverkusen abschütteln, der zeitgleich – da bin ich sicher – in Mönchengladbach verliert. Da abends auch die Bayern daheim gegen die Keller-Truppe Schalke 04 verlieren, wären es somit nur noch neun Punkte bis Rang eins. Das setzt nochmal Extrakräfte frei.

3.) Dortmund hat zuletzt in der Saison 2007/08 zweimal gegen den HSV verloren. Ratet mal, wie viele HSVer von damals im heutigen Kader zu finden sind? Richtig: einer. Rafael van der Vaart. Ihr wisst schon: der, der zurzeit in bestechender Form spielt.

Einziger, kleiner Hoffnungsschimmer: Der Doppeltorschütze der Dortmunder aus dem Hinspiel ist nicht mehr dabei. Ivan Perisic spielt inzwischen für VW Wolfsburg. Es ist also keiner mehr da, der in der Lage ist, ein Tor gegen den HSV zu erzielen. Fast.

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